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Duftende Backstube , von Sophie Frei Duftende Backstube

Bäckereien in denen noch mit Liebe vor Ort gebacken wird, werden seltener. In Deutschland zum Beispiel geht die Backkultur immer mehr verloren: Ketten und Billigbackstationen in welchen gefrorene Backwaren mit wenig Geschmack, viel Luft und "Analogkäse" aufgebacken werden, überwiegen. Nicht so in der Länggass in Bern. Hier sind 5 Konditorinnen mit viel Herzblut in den frühen Morgenstunden am Werk und backen die besten Rosinenbrötchen der Stadt sowie weitere duftende Köstlichkeiten wie Streuselkuchen, Linzerschnitten, Kernenzwirbelbrot… ein früher Besuch lohnt sich!

Coffeebreak Konditorei & Café GmbH, Länggassstrasse 38, 3012 Bern

Paperback nights: zuhören, abtauchen, herbstlesen , von Sarah King Paperback nights: zuhören, abtauchen, herbstlesen

"Lueget nech ume, hautet d’Ouge offe u häbet nech Sorg" schliesst der Berner Jungautor und Mitbegründer vom "Literaturbüro Olten" Patric Marino die Lesung über seinen Nonno. Im Rahmen der "Paperback nights" entführte er uns aus dem Wartsaal Lorraine auf direktem Weg in den Süden, mit dem Bus nach Kalabrien, durch Weinfelder, ans Meer, wo er abtaucht, bis er keine Luft mehr hat, in Nonnas Küche zu den Tomaten. "Die hässlichen sind die besten". Jetzt sollen wir uns umsehen. Ein kleiner, garageähnlicher Raum, 30 Leute, eine Bühne mit Leselampe und Mikrofon, Herbst vor dem Fenster. Der Regen treibt uns nebenan in den Wartsaal. Da lässt sich warten und weiterpoetisieren – wie immer an der Paperback night. Jeden letzten Mittwoch im Monat lesen mehr oder weniger bekannte Autoren Texte jeder Art und durchbrechen für einen kurzen Moment die Schnelllebigkeit.

www.wartsaal-kaffee.ch 

Verweilen zwischen Rebbergen , von Stefan Hugi Verweilen zwischen Rebbergen

Es ist eine Wohltat: Zum Frühstück reicht die Hausherrin selbstgemachten, ungesüssten Kompott aus zehn verschiedenen Apfelsorten, eigene Konfitüre und einen Traum von Früchtekuchen. Die Brötchen sind bereits aufgeschnitten, damit sie sogleich mit verschiedenen hausgemachten Leckereien bestrichen werden können. Der Tee ist frisch aufgekocht, denn Teebeutel sind verpönt. Alles ist schön angerichtet und präsentiert. Wie im ganzen Haus.

Das Maison d'hôtes «La Gerine» liegt hoch über dem Rhonetal mitten in den Weinbergen der Côte Rôtie. Der Blick schweift über den Fluss, die Reben und Dörfer. Nur etwas getrübt durch die Autobahn auf der gegenüberliegenden Talseite und das unablässige Rauschen des Verkehrs.

Die vier Zimmer sind mit viel Liebe eingerichtet und stilvoll dekoriert. Sie kosten für zwei Personen zwischen 90 und 95 Euro die Nacht - mit fantastischem Frühstück inbegriffen.

La Gerine - Maison d'hôtes, 2 Côte de la Gerine, 69420 Ampuis, Frankreich, www.lagerine.com

Beitrag zur Energiewende , von Markus Hochuli Beitrag zur Energiewende

Wie so viele habe auch ich mir in Folge von Fukushima und Atomausstieg so meine Gedanken über meinen Energiebezug und –verbrauch gemacht und noch mehr als früher das Verlangen, selbst etwas zur Energiewende beizutragen. Eine sinnvolle Möglichkeit sich zu engagieren und eine nachhaltige Energiestrategie mitzutragen bietet die 2011 gegründete OPTIMA-SOLAR Genossenschaft. Als Plattform bringt sie investitionswillige Personen mit Dachbesitzern zusammen, die mit Grosssanlagen effizient Solarstrom erzeugen wollen. Geplant ist eine jährliche Vergütung pro Anteilsschein à 1000 Franken von 166 kWh - was rund einem Neuntel des jährlichen Stromverbrauchs eines durchschnittlichen schweizerischen Haushaltes entspricht - und eine 2-prozentige Verzinsung des Kapitals ab dem dritten Jahr. Meiner Ansicht nach ein echt wertvoller Beitrag für eine notwendige Entwicklung.

OPTIMA-SOLAR Genossenschaft - Römerstrasse 16, 4500 Solothurn - info@optima-solar.ch http://www.optima-solar.ch/

Eieiei... , von Sophie Frei Eieiei...

...ist eine wunderbar, kreative Wiederverwertung unterschiedlichster Materialien wie Plastiktüten, Tennistaschen, Jeanshosen etc. Mit viel Muse verwandelt Esther diese an ihrer Nähmaschine in nützliche Utensilien wie z.B. Geldbeutel, Iphone Taschen, Hüte und vielem mehr. Jedes Teil ein Unikat und garantiert Bernmade. Zu finden unter:

www.facebook.com/eieiei.switzerland ; www.etsy.com/shop/eieiei

Der blühende Ort, an dem Fitness, Bio und Kulinarik zusammenfinden , von Patrik Zeller Der blühende Ort, an dem Fitness, Bio und Kulinarik zusammenfinden

Vor nicht allzu langer Zeit als biederer Wochenend-Fluchtort verpönt, geniessen Familiengärten (ehemals Schrebergärten genannt) zunehmende Popularität. Dies nicht ohne Grund, bringt dieses Hobby doch mehrere wohltuende Elemente mit sich: Die Pächterinnen und Pächter betätigen sich draussen, kümmern sich um gesunde, hochbiologische Nahrungsmittel mit kurzen Transportwegen und geniessen diese umso mehr, da jedes kleine Pflänzchen eigens aufgezogen wurde. Die Saison neigt sich dem Ende zu. Der beste Zeitpunkt, sich eine Parzelle für 2013 zu sichern.

Familiengärten Schweiz: http://familiengarten.ch/

Einer unter tausend , von Sarah King Einer unter tausend

Le monde en miniature. Tausend kleine Menschen sind versunken in was immer sie tun: einfach sitzen und warten, dem Wind strotzen, Lastesel sein, in den Spiegel blicken, dem fehlenden Gesicht die Maske aufsetzen oder im Kopfstand verharren. Es sind die alltäglichen Begegnungen des Künstlers Walter Hofer, in Ton verkörpert, in den letzten tausend Tagen vor Millenium. Begegnungen mit anderen, mit sich selbst, oder vielleicht auch mal mit den anderen in sich selbst. „1000 oeuvres“ heisst das Werk, das nur einen kleinen Teil der Kunst ausmacht, die Martha und Walter Hofer in und um ihren gläsernen Pavillon in Cudrefin ausstellen. Eine Welt zum Eintauchen, Miterleben, Fantasieren, Zeitreisen. Und plötzlich ist man einer von ihnen. Einer unter tausend. Menschenscheu?

www.hoferundhofer.ch

Ein kleines Paradies , von Claudia Marti Ein kleines Paradies

Im schönen Maggiatal, etwa eine halbe Stunde mit dem Bus von Locarno entfernt, liegt das Backpacker Baracca von Monika & Reto Leutwiler. Seit 15 Jahren führen sie es mit viel Liebe und Sorgfalt und haben es dazumal selber umgebaut. Daraus entstanden ist eine kleine Herberge oder eine sogenannte kleine "Baracke" mit einem Handvoll Zimmer, einer Küche zum selber verpflegen und einer Sanitäranlage.
Daneben lädt ein verwunschener Garten zum verweilen ein. Wer Lust hat, darf sein Zelt auch im Garten aufstellen und bei Nacht das Himmelszelt betrachten. Die Kräuter die überall im Garten stehen sind zum pflücken und gebrauchen da.
Nur der Kirchturm neben der Herberge lässt einem erinnern, dass es auch noch eine Zeit gibt. Ansonsten hört man nur den nahen Wasserfall und das Summen der Bienen.
Unweit von der Herberge kann man die Natur wunderbar entdecken, sei es in der kühlen Maggia oder an einem der schönen Wasserfällen im Wald. Ein kleines Paradies Mitten im Herzen vom Tessin.

Baracca Backpacker Aurigeno, Al runch cavalign, 6677 Aurigeno, 079 207 15 54, www.baracca-backpacker.ch

Kaffee statt Tee im Fernen Osten , von Stefan Hugi Kaffee statt Tee im Fernen Osten

Zugegeben, die japanische Insel Miyajima liegt von hier aus nicht gerade um die Ecke. Doch wer sich zufällig dort aufhält, sollte sich das Café Sarasvati nicht entgehen lassen. Die eigene Rösterei verströmt Kaffeeduft mitten in der Shopping- und Souvenirstrasse des Ortes. Man kommt kaum daran vorbei.

Das kleine, zweistöckige Lokal ist einfach und wohlig gestaltet, italienischer Jazz umgarnt das Ohr. Gereicht werden Kaffee und Kuchen. Die selbst gerösteten Bohnen stammen aus Mittel- oder Südamerika und finden sich in verschiedenen feinen Kaffeevariationen aus der La Cimbali wieder. Dazu leckerer Kuchen: zum Beispiel Schokolade, Apfel, Grüntee oder die aktuelle Tageskreation. Serviert mit Rahm und Krokant. Am besten gleich als «Set of Cake and Cafe» zu geniessen. Und Kaffeebohnen für daheim können auch gekauft werden.

Café & Bar Sarasvati, Machiyadori, Miyajima, Japan, www.sarasvati.jp

Marokko in der Garage , von Stefan Hugi Marokko in der Garage

Marokko liegt näher als man denkt - zumindest kulinarisch: Für Freunde orientialischer Küche kommt das Maison Blunt einer Oase gleich. Im umtriebigen Zürcher Kreis 5 gelegen, unweit der Langstrasse und des kultigen Kino Riff-Raff, ladet das Team zum Essen und Geniessen in die ehemalige Garage. Das Restaurant mit Tea Room ist geschmackvoll und unaufgeregt eingerichtet: bunte Fliesen, Holztische und -stühle, gemütliche Sitzecken, Blumen und (Überraschung!) hintenraus eine ruhige Gartenbeiz.

Die Mezze gibt es in verschiedenen Grössen bis hin zur opulenten Platte «Royale» und setzen sich zusammen aus Leckereien wie Couscous, Hummus, Falafel, Halloumi oder Tabouleh. Ferner bietet das Maison Blunt Klassiker wie Tagine, Kefta-Spiesse und verschiedene Salate. Dazu eine feine Limonade aus frisch gepressten Zitronen oder einen marokkanischen Rotwein (Tipp: «Tandem», ein Syrah).

 Maison Blunt, Gasometerstrasse 5, 8005 Zürich, www.maison-blunt.ch