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La tienda de Juan , von Sarah Galatioto La tienda de Juan

Ohne grosses Aufsehen und leicht versteckt ist sie - die kleine aber liebevolle Kaffeebar an der Aarbergergasse 55 von Juan. Unmittelbar neben dem Bahnhof Bern kann hier seit 2007 bester hochqualitativer kolumbianischer Kaffee gekauft, vor Ort getrunken oder als Take away mitgenommen werden. Die würzigen Kaffees werden je nach Wunsch und Vorlieben verfeinert z.B. mit einer süssen Honigverzierung auf dem Cappuccinomilchschaum. Hochgenuss ist sicher! 

Die Kaffeebohnen werden von kolumbianischen Landwirten in der Hauptregion der Kaffeeproduktion in Kolumbien, genannt «la zona central cafetera», auserlesen und mit viel Passion verarbeitet. Mit dem Kauf dieses Kaffees werden die Familien der Cafeteros unterstützt, die nachhaltige Entwicklung in der Kaffeezone ermöglicht und ein Teil der Finanzen in die Bildung wie ins Gesundheitswesen der Kaffeeregion investiert.

www.colombiaimport.ch

Von Bündner Nusstorten und Pfirsichsteinen , von Maja Boss Von Bündner Nusstorten und Pfirsichsteinen

Über mehrere Jahrhunderte verliessen mittellose Engadiner ihre Heimat, um in der Fremde ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie verdingten sich jedoch nicht als Söldner oder Knecht, wie man vermuten würde, sondern erlernten das Zuckerbäckerhandwerk. Von Venedig bis Warschau – in über 800 Ortschaften Europas lassen sich Bündner Zuckerbäcker nachweisen, sie eröffneten Konditoreien und brachten es nicht selten zu stattlichem Vermögen. Einige kehrten zurück und ihre Nachfahren beweisen die Zuckerbäckerkunst bis heute.

Das berühmteste Beispiel ist wohl die Engadiner Nusstorte oder die Bündner Pfirsichsteine, ein Konfekt, welches Arthur Bühler – ein Zuckerbäcker aus Leidenschaft – nach einem fast 130-Jahre altem Geheimrezept nach wie vor in Chur herstellt. Bühlers kleine aber feine Zuckerbäckerei wartet mit weiteren Churer- und Bündner Delikatessen auf und befindet sich am Obertor, mitten in der Churer Altstadt.

Bühler's Zuckerbäckerei, am Obertor, 7000 Chur

herz-haft.ch sucht Schreiberlinge , von Sarah King herz-haft.ch sucht Schreiberlinge

Unser Blog herz-haft.ch gibt Erlebenswertes weiter: Ein neues Lokal, ein unterstützungswürdiges Projekt oder ein interessantes Buch – was immer mit viel Herzblut und Leidenschaft betrieben wird und jenseits der Masse liegt, findet Eingang auf dem Blog. 18 Leute kosten vor, lesen, sehen, hören, geniessen, kaufen und stöbern, um auf herz-haft.ch darüber zu berichten. 

Je mehr Autoren, desto vielfältiger die Berichte. Darum: herz-haft.ch sucht Schreiberlinge. Bist Du neugierig auf Neues, kreativ, mitteilsam und schreibst Du gerne mit solider Schreibe über Herzhaftes, dann bietet Dir herz-haft.ch die ideale Plattform. 

 Weitere Informationen erhältst du von Michel Gygax.

Schwein gehabt , von Léa Urben Schwein gehabt

Zusammen ein Säuli teilen ist die nachhaltige Art, Fleisch zu geniessen.
Das Tier wird dabei erst geschlachtet, wenn es komplett verkauft ist. Eine lokale Verarbeitung mit kurzen Schlachtwegen ist ebenso ein Muss wie die tierfreundliche Haltung. Der Fairness halber wird alles vom Tier verwertet: nose-to-tail eben. Alles andere wäre Verschwendung.

Mit der Bestellung eines Fleischpakets von sauteilen.ch werden die Bauern in der Region unterstützt und erhalten einen fairen, überdurchschnittlichen Preis für ihre Tiere. Da sie sich nicht um die Vermarktung kümmern müssen, haben sie zudem mehr Zeit, die sie für das Tierwohl der Schweine investieren können.

So funktioniert es: Du entscheidest dich für ein Schwein (z.B. ein Bio Söili oder Wollschwein) und bestellst ein Paket à 4 oder 8 kg. Erst wenn das ganze Schwein verkauft ist, wird es geschlachtet und als Paket mit vielfältigem Inhalt verschickt. Dieses enthält alles vom Tier: vom Steak über Geschnetzeltes bis zum saftigen, geräucherten Speck. Das Fleisch wird - nach einer frühzeitigen Ankündigung per Mail - vakuumverpackt und gut gekühlt nach Hause geliefert.

So kaufst du einen Teil eines Schweines, das ein gutes Leben hatte, mit frischem Gras gefüttert wurde und in einer Herde bei einem Bauern lebte, der seine Tiere liebt. Einem Genuss steht nichts mehr im Wege.

Und wer anstatt ein Säuli lieber ein Rind teilen möchte, kein Problem: kuhteilen.ch ist die erste Plattform der Schweiz, die es ermöglicht, mit andern wahlweise ein Rind (oder eben ein Säuli) zu teilen.

www.sauteilen.ch

Restenlos glücklich , von Sophie Frei Restenlos glücklich

Ein Kochbuch für den Genuss und gegen die Verschwendung von Lebensmitteln! In der Schweiz landen jedes Jahr ein Drittel aller produzierten Lebensmittel zwischen Acker und Teller im Abfall. Fast die Hälfte dieser Lebensmittelverluste entstehen im privaten Haushalt: Zum Beispiel weil wir mehr eingekauft haben als wir benötigen, oder weil wir nicht wissen was wir mit hartem Brot, Essensresten oder schrumpeligen Äpfeln anfangen sollen?

Das neu erschienene Kochbuch «Restenlos glücklich» zeigt wie jeder etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun kann. Mit 42 leckeren, einfachen und alltagstauglichen Rezepten des Berner Anti-Food-Waste-Kochs Mirko Buri. Neben dem genüsslichen Teil bietet das Buch noch mehr: Hintergrundinformationen zum Thema sowie 12 Porträts von Pionieren und Vordenkern, die sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzen und ihre kreativen Ideen in die Tat umsetzen.

Herausgeber des Buches ist die Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern (OGG). Weitere Informationen: www.ogg.ch.

Matteänglisch - die nächste Generation , von Rosmarie Bernasconi Matteänglisch - die nächste Generation

Ich muss gestehen, ich spreche diese Sprache nicht und ich kann sie auch nicht verstehen. Wenn vor allem ältere Mätteler untereinander reden und ich es nicht verstehen soll, dann reden sie Matteänglisch. Meist bekomme ich dann die Übersetzung geliefert.

Das vergriffene Standardwerk «Matteänglisch» aus den Sechzigerjahren hat einen würdigen Nachfolger gefunden: Hans Markus Tschirren und Peter Hafen haben Geschichte und Geschichten aus dem Berner Mattequartier zusammengetragen und stellen den historischen Quartierdialekt «Matteänglisch» vor. Matte gestern, vorgestern und heute: Auf über hundert Seiten werden wir auf zwei Rundgänge – Klassisch oder Gewerbegebiet - durch die Matte mitgenommen. Ob Mattegiu, ob neu zugezogen oder ob Spaziergänger, jeder wird fündig: Historisches, heutige Sorgen, Sagen, Statistiken, Gespenster und Erinnerungen an eine vergangene und dennoch heutige Matte. Weiter kommen Autorinnen und Autoren rund um die Matte zu Wort; etwa Ernst Marbach, Arthur Brunner, Andreas Jäggi, Hedi Blank, Peter Maibach, Imi Banlaki, und natürlich Mattegiele und Mattemodi: «Ich glaube, meiner Katze gefällt es auch in der Matte, jedenfalls ist sie viel draussen».  

Für nicht bärndütsche Ohren sehr komfortabel ist, dass die Mundartgeschichten zusätzlich in Hochdeutsch abgedruckt wurden. Schön auch die zahlreichen grossformatigen Illustrationen – aus den Anfängen Berns bis zum heutigen Leben im Aarequartier. Die Matte-Sprachen Der zweite Teil des Buches widmet sich auf über 40 Seiten den Sprachen in der Matte, von Bärndütsch bis Matteänglisch. Er umfasst zudem einen Lehrgang zu den historischen Geheimdialekten, um die sich allerhand Legenden ranken. Einige der im Buch enthaltenen Geschichten können auf der beiliegenden CD sowohl in Berndeutsch wie in Matteänglisch angehört werden. Ein solides, schönes Buch zum Berner Mattequartier und dessen Sprachen.

Eine unterhaltsame Lektüre für Mattefans – ein Standardwerk für alle Matte-Froue und Mätteler. Erhältlich im Buchhandel – speziell natürlich auch im Matte-Buchladen Einfach Lesen an der Badgasse 4, einfach in der Matte. Buchinformationen: Ittu'me inglisch'e – Matteänglisch. Die Matte und ihre Sprachen. Dieses lesenswerte Nachschlagewerk ist im Weber Verlag, Thun erschienen und hat 156 Seiten.

www.einfachlesen.ch / www.weberverlag.ch

Lachen für einen guten Zweck , von Sophie Frei Lachen für einen guten Zweck

Der alljährliche Comedyevent der Schtifti Foundation findet am 9. Juni 2016 im Bernhard-Theater in Zürich bereits zum zehnten Mal statt. Dieses Mal mit Comedy-Star Kaya Yanar! Ein Deutscher mit türkischen Wurzeln und Kenner der Schweiz. Sein Programm «Der Reiz der Schweiz» verspricht spannend zu werden! Auch der Berner Künstler Baldrian wird mit seiner Entschleunigungsshow auftreten. Und nicht zuletzt sorgen Drums2Streets, neun junge Streetdrummer aus Kreuzlingen für pulsierende Rhythmen und gekonnte Schlegel-Akrobatik.

Die Einnahmen des Events fliessen direkt in GORILLA – ein gesundheitsförderndes Programm von Jungen für Junge, das sich bereits seit 10 Jahren für die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt.

Es hat noch Tickets! Weitere Informationen: schtifti.ch/comedy/

Hingucker , von Karin Müller Hingucker

Die Stadt Bern als Catwalk?! Am Samstagnachmittag, wenn die Stadt voll von Flanierwütigen ist?! Welch brilliante Idee. Der Gefahr, dass die Mode im Trubel untergeht oder die Kulisse ihr die Show stiehlt, wirken die OrganisatorInnen von 'Loufmeter' mit ihrem Konzept gekonnt entgegen. Erstens werden die Models von einer marching Band (Fats Tiger’s Swing Monkey) begleitet, zweitens fallen Leute, die in einer Einerreihe durch die Stadt wandeln sowieso auf, und last but not least sind die Stücke der 8 einheimischen Designer, die präsentieren, eine Augenweide.

Die Modeschau der anderen Art beginnt am 28. Mai 2016 um 14.00 Uhr beim Kulturbüro Bern, führt durch die Altstadt und dauert ungefähr 75 Minuten. Man kann also gemütlich beim Kaffee sitzen und sich an der bunten, wunderschönen Parade die Augen wundsehen.

Für längeres Betrachten und Kaufen empfiehlt sich der Showroom im 1. Stock des Lorenzini/DuTheater (von 11.00 bis 18.00h). Und man kann beim Shoppen ein gutes Gewissen haben, weil man junge, einheimische Designer unterstützt. (wdh)

www.loufmeter.ch

La rossa e la città dei bici , von Léa Urben La rossa e la città dei bici

So werden sie genannt, die beiden Städte Bologna und Ferrara in der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens. Alle beide sind sie eine Reise wert und mit dem Zug ab Bern in gut 5 Stunden erreichbar.

Bologna, gleichzeitig Hauptstadt der Emilia-Romagna, wird auch "la dotta" genannt, die Gelehrte, da sie die älteste Universität Europas beherbergt. Eine weitere Besonderheit von Bologna sind die fast 40 km langen Arkadengänge, die bei Regen Schutz und Trockenheit und bei sommerlicher Hitze angenehmen Schatten spenden. Bologna hat viele Gesichter: "la rossa", die Rote, ist ein Hinweis auf die roten Ziegel der Häuser und die vorherrschende politische Richtung, "la grassa", die Fette steht für gehaltvolles Essen - Tortellini al ragù, Tagliatelle Bolognese oder Lasagne al forno sind nur einige Leckereien, die nirgends in Italien so gut schmecken wie in dieser Gegend.

Ferrara hingegen gilt als DIE Fahrradstadt Italiens, was auf den ersten Blick verwundern mag; fast 90% aller Einheimischen benützen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel: zum Radfahren laden breite Fußgängerzonen, zahlreiche mittelalterliche Gassen und der 9 km lange Stadtwall ein, auf dem ohne Unterbrechung geradelt werden kann. Im Gegensatz zu nordeuropäischen Städten gehört die Raserei auf Fahrrädern nicht zum alltäglichen Straßenbild. Man radelt gemütlich nebeneinander, um sich zu unterhalten. Das Fahrradfahren gilt in Ferrara als das geeignetste Mittel, um die Stadt und ihre mittelalterlichen Straßen und Winkel näher kennenzulernen.

Kulinarische Tipps:
Bologna: Ristorante Drogheria della Rosa, Via del Pratello (Strasse mit vielen Restaurants, sehr beliebt bei den Einheimischen)
Ferrara: Ristorante quel fantastico giovedi,  Ristorante l'oca giuliva

Ur-Kaffee , von Ursina Steiner Ur-Kaffee

In den Bergen der äthiopischen Provinz Kaffa soll der Kaffeebaum Caffea arabica seinen genetischen Ursprung haben. Noch immer wachsen dort über 5000 verschiedene Arabica-Sorten – uralte, moosbehangene Bäume – mitten im dichten Regenwald. 

Dank dem Sammlerfleiss der lokalen Bergbevölkerung und einer Initiative des Fair-Trade-Unternehmens Originalfood ist Ur-Kaffee auch für unsereins erlebbar: Die Kaffa-Bohnen gibt es in Bioläden oder frisch ab Rösterei in der neu eingerichteten Kaffeewerkstatt in Kriens LU zu kaufen. 

Und wer die ganze Fülle an purem Aroma und unverfälschtem Geschmack von einem Kaffeologen begleitet erfahren will, dem sei ein Kaffeehandwerker-Workshop brühend heiss empfohlen.

www.originalfood.ch