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Verlorene Herzen in Spanien - Weine aus dem Priorat , von Pascal Sennhauser Verlorene Herzen in Spanien - Weine aus dem Priorat

Immer mal wieder hat man das Glück, abseits von (alt-)bekannten und zuweilen ausgetretenen Pfaden eine halbverborgene Perle zu entdecken. Aus weingeografischer Sicht kommt diese Kurzbeschreibung dem Priorat zu. In ca. 1,5 Stunden von Barcelona aus zu erreichen, ist das Priorato die älteste weinbautreibende Region Katalaniens, welche vor allem im Mittelalter eine grosse Bedeutung besass. Erst mit dem Zusammenschluss einer Handvoll heute noch bekannter Winzer mit einer klaren Absicht begann ab Ende der 1980er Jahre ein neuerlicher Aufstieg. Seit 2001 darf das Priorat - neben dem Rioja - die höchste spanische Qualitätsbezeichnung tragen (DOCa = Denominación de Origen Calificada).  

90% der Weine werden aus roten Trauben kultiviert. Aufgrund des besonderen Terroirs (Schiefer) und des äusserst tiefen Hektar-Ertrags (5 bis 6 hl/ha) zeichnen sich die zumeist tiefdunklen Rotweine durch ihre dichte Konzentration und ihren hohen Alkoholgehalt aus (bis zu 15 %). Deshalb benötigen sie einerseits oft mehrere Jahre Flaschenreifung und sind andererseits nicht selten bis zu 25 Jahre alterungsfähig. Mit ihren vorzüglichen Noten reifer Früchte stellen sie eine wahrhaftige «Antithese zum Fruchtbrei» (FAZ vom 31.10.2010) dar, für welchen die spanischen Weine üblicherweise berühmt sind.  

Hier eine Auswahl an grandiosen Bodegas: http://venuslauniversal.com / www.masmartinet.com / https://ca-es.facebook.com/pages/Les-Cousins-Marc-Adri%C3%A0/130499023633625

Uthando , von Sophie Frei Uthando

Die Wunden der Apartheid sind in Südafrika noch lange nicht verheilt. Besonders in den vielen Townships dieses Landes sind Armut und Elend sichtbar. Allein in Kapstadt leben etwa 1 Millionen Menschen in den sogenannten Cape Flats am Stadtrand auf sandigen Hügeln. Kinder und Jugendliche treffen sich bei Dämmerung auf den Grünstreifen neben der Autobahn zum Fussballspiel. Zwei Menschen, die aktiv und mit viel Herzblut etwas dagegen unternehmen, leiten das Programm „Uthando“, was Liebe auf Xhosa bedeutet. Uthando unterstützt rund 40 Projekte in den Townships: Beispielsweise einen Kinderhort, einen Treffpunkt mit musikalischer und tänzerischer Animation für Senioren, ein Medienkunstprojekt zur Förderung junger Frauen und ein Gemüseanbauprojekt mit eigener Biogasanlage, welches inzwischen eines der angesehensten Hotels in Kapstadt beliefert. Finanziert werden die Projekte unter anderem über Spenden von Touristen, die an den Führungen teilnehmen. Uthando hat zahlreiche internationale und lokale Auszeichnungen gewonnen, so zum Beispiel den internationalen und städtischen Preis für nachhaltigen Tourismus!

www.uthandosa.org

Neighbourgoods Market , von Sophie Frei Neighbourgoods Market

In einer ehemaligen Keksfabrik, im aufstrebenden Woodstock Viertel am Fusse des Tafelbergs in Kapstadt findet jeden Samstag der beliebte „Organic Neighboour Goods Market“ statt. Hier treffen sich südafrikanische Hipster, Ökos und Touristen zum Frühstück, schlürfen einen Flat White, einen frisch gepressten Mangosmoothie oder nippen an einem Slow Beer und lauschen der Band. Wer einmal ans Kap der guten Hoffnung reist, sollte sich diesen Markt nicht entgehen lassen!

Neighbourgoods Market, 8.30-14.00; Old Biscuit Mill, 373-375 Albert Rd., Salt River; Cape Town, www.neighbourgoodsmarket.co.za

Holy.Shit.Shopping , von Sophie Frei Holy.Shit.Shopping

Die Weihnachts-Shopping-Lounge in Hamburg war ein Erlebnis. Hunderte von Jungdesignern stellten am 1. Advents-Wochenende ihre Produkte über Mode, Kunst, Schmuck, Buch, Papier, Delikatessen und vieles mehr aus. Namen wie bedeckdich, buchstabenorte, betonscherepapier, dashoerkissen, edelschaum, frau w. aus h., hafenschlammrekords, liebetanz, warmher, frohstoff, strandgutfischer, koltliebtdich… machen neugierig. Wenn man ein handgemachtes, herzhaftes Geschenk sucht, lohnt es sich einen Blick auf die Websiten der Designer zu werfen und mal einen Online-Kauf zu wagen.

Designer: www.holyshitshopping.de/index.php?id=7

Contrada Beltramelli - mehr als eine Veltliner Herberge , von Pascal Sennhauser Contrada Beltramelli - mehr als eine Veltliner Herberge

Eigentlich hatten die fünf Freunde für ihre diesjährige Weinreise im Veltlin eine andere temporäre Bleibe ausgewählt. Eine saisonal bedingte Bettknappheit aber sorgte dafür, dass es die Weinbegeisterten per Telefon zu Nadia verschlug, die die Reservation für das Contrada Beltramelli gerne entgegen nahm – zum grossen Glück!

Bereits die einladend gedeckten Tische im pittoresken Innenhof lassen es erahnen: Hier sind Menschen mit Leidenschaft und Hingabe am Werk! Die Beschreibung dessen, was Nadia und ihre teilweise familiär verbundene Entourage rund um das 1400 Jahre alte, wunderbar renovierte Haus leistet, verdient eigentlich nur Superlative: Ein hinreissend-sympathisches Team, welches das Contrada Beltramelli mit viel Herzblut führt, sich umtriebig und mit grosser Hilfsbereitschaft um das – nicht nur leibliche – Wohl ihrer Gäste kümmert, eine exzellente Küche und viele hervorragende, lokale Weine anzubieten hat und überdies vier wunderschöne, individuell eingerichtete Zimmer zur Verfügung stellt.

Das B&B, wie es sich selber auch nennt, verfügt ausserdem über gut ausgerüstete Räumlichkeiten für Konferenzen, Kurse, Feste und Versammlungen für max. 100 Personen. Ferner finden in den alten Gemäuern regelmässig Ausstellungen aller Art oder auch Weindegustationen statt.

B&B Tirano Contrada Beltramelli, Via Beltramelli 41, 23030 Villa di Tirano, Italien, www.contradabeltramelli.com

Montpellier!!! , von Michel Gygax Montpellier!!!

Wiedermal eine Städtereise gefällig? Lust auf eine überschaubare City mit südländischem Charme? Dann unbedingt nach Montpellier reisen. Die Hauptstadt des Languedoc-Roussillon hat alles was man sich von einer französischen Stadt erhofft. Tolle Restaurants, schöne Trams im Flower-Power-Look, ein Triumpfbogen, verwinkelte Gässchen in der pittoresken Altstadt, ein von Jean Nouvel designtes Rathaus und viele freundliche Studenten.

Wir waren drei Nächte bei Pierre Migayrou in seinem sympathischen B&B Les 4 Etoiles (www.les4etoiles.com). Schönes Design, wunderbares Frühstück mit frischgepresstem Orangensaft, Croissants und Obstsalat. Reiseführung inclus.

Gegessen haben wir unglaublich regelmässig und aussergewöhnlich häufig sehr vorzüglich. Besonders gut und sympathisch wars in den drei kleinen und inhabergeführten Lokalen: Im Pastis schlicht und edel (www.le-pastis.fr). Im Playfood spannend und verspielt (www.playfood.fr). Im De l'Art ou du Cochon (www.lebaravins.com) weinselig und modern.

Züge nach Montpellier: www.sbb.ch