kggastro facebook rss
Valencia, Valencia! , von Regula Keller Valencia, Valencia!

Während der diesjährigen Spanienreise hat es mich nach Valencia verschlagen. Hier könnte ich leben. Mildes, mediterranes Klima, eine wunderschöne Altstadt, alternative Kneipen und Tapasbars, Gourmetlokale zum Studententarif, ein schöner Stadtstrand und viele Parks und Pärkchen rund um das Stadtzentrum. Grossartig und wunderbar!

Die Jugendstil-Markthalle mitten in der Altstadt lädt zu vielen kulinarischen Inspirationen und gastronomischen Freuden ein. Unter anderem folgender Kaffeestand welcher von einer leidenschaftlichen Barista geführt wird.

Wenn du dich in Städten auch immer besonders an grünen Flecken erfreust, dann wird dich der Jardin del Turia begeistern. Eine zwölf Kilometer lange Oase mit unzähligen Sitz- und Sportgelegenheiten. Von der Altstadt aus kann man durch diesen Park einen ausgiebigen Spaziergang an viele schöne und gepflegte Badestrände unternehmen. Unterwegs triffst Du auf die beeindruckende «Stadt der Künste und Wissenschaften» vom bekannten Architekten Santiago Calatrava. 

www.tabernasenia.nethttp://muez.es / http://retrogustocoffeemates.com/

La rossa , von Maja Boss La rossa

Im Mai wurde an dieser Stelle schon einmal von „la rossa“ - der Stadt Bologna - geschrieben und zu recht geschwärmt. Ach, ich kann es mir nicht verkneifen den zukünftigen Besuchern einen weiteren kulinarischen Tipp auf den Weg zu geben.

Ist man in der Emilia-Romagna ist die Piadina - das in der Pfanne ohne Fett gebackene Fladenbrot – ja nicht zu verschmähen und zu vergessen. In einer unbedeutenden Gasse Bolognas, weg vom Touristenstrom und dennoch zentral, findet sich das kleine Lokal, wo Davide Anzillo täglichmit einem kleinen Team und grosser Leidenschaft ausgezeichnete Piadine "zaubert“.

Jede Piadina wird gleich frisch zubereitet und wahlweise gefüllt, sei es mit gebackenem Gemüse, mit Rohschinken aus Modena, mit frischen Pilzen, mit Squacquerone (regionale Frischkäsespezialität) oder gleich mit allem zusammen - an Auswahl fehlt es nicht. Die Wartezeit nimmt man gerne in Kauf, denn frische Zutaten zu verarbeiten braucht seine Zeit. Schade, reicht es nicht, sich durch alle Variationen durchzuessen, aber vielleicht ja beim nächsten Besuch...

www.latuapiadina.it, La tua Piadina, Via Borgonuovo, 17/A, Bologna

Bolsena - Agriturismo Le Vigne , von Rosmarie Bernasconi Bolsena - Agriturismo Le Vigne

Für einmal schweife ich in die Ferne - nachdem ich zwei herrliche Ferienwochen in der Toskana, Umbrien und Rom verbracht habe, ist mir eine Unterkunft speziell aufgefallen. Eine Freundin von mir war im letzten Jahr in dieser Gegend und an diesem Ort und hat mir diesen Tipp gegeben. Wir staunten nicht schlecht - einfach und doch komfortabel - hoch über dem Bolsenasee gelegen mit herrlicher Aussicht zu vernünftigen Preisen. Ich bin und war begeistert.

Der Betrieb wird von Frauen geleitet. So sind Stefania und ihre Mutter dafür besorgt, dass es den Gästen gut geht und man sich wohlfühlen kann. Die Köchin hatte ein Händchen für leckere Kuchen und Süssspeisen.  Freundlich, bescheiden und sehr hilfsbereit haben wir diese Frauen erlebt. Das Essen war hervorragend, auch für Vegetarierinnen geeignet. Es war den Frauen wichtig, dass die Ernährung ausgewogen ist.

Wer die vielen Parks (Tarotgarten, Spörrypark, Sacro Bosco) in der Umgebung besichtigt, findet am Abend Ruhe und kann die Stille und die herrliche Aussicht geniessen.

www.levigne.it

Bed, Breakfast, Breitenrain , von Reto Hügli Bed, Breakfast, Breitenrain

Das Berner Nordquartier ist um eine Übernachtungsmöglichkeit reicher: An der Allmendstrasse hat das Bed & Breakfast «The B.» seine Türen geöffnet. Wofür steht «The B.»? Für Bern, Breitenrain und Bed & Breakfast.

Gastgeberin Annemarie Glaser und ihr Mann haben die Liegenschaft aufwändig renoviert. Das 1906 erbaute Haus besitzt viele Elemente aus des Jugendstil: «Die Struktur mit drei Wohnungen war ideal, um daraus ein Bed & Breakfast zu machen» erzählt Glaser. 

Erdgeschoss und den ersten Stock bewohnen Meier-Glasers. Im dritten Stock befinden sich der Frühstücksraum und drei mit einem Mix aus Antiquitäten, modernem Design und Brocki-Fundstücken eingerichtete Zimmer. Jedes mit eigener Nasszelle, eines mit einer kleinen Terrasse. Glasers Mann holt jeden Morgen für die Gäste frisches Brot aus einer der Quartierbäckereien.

«The B.» ist für Touristen, Geschäftsleute, Künstler, Wissenschaftler, Handwerker oder Verwandte von Nachbarn, die zu Hause nicht genügend Platz haben, um ihre Gäste zu beherbergen. Klein, fein und charmant. (wdh)

Bed & Breakfast «The B.», Allmendstrasse 26, Bern

Schlafen zwischen Himmel und See , von Léa Urben Schlafen zwischen Himmel und See

Jeder kennt ihn: den Moment, wenn der Intercity kurz vor Lausanne aus dem Tunnel fährt und sich unter dem staunenden Blick der Glücklichen, die in Fahrtrichtung links sitzen die ganze Weite des Lac Léman bis hinunter nach Genève ausbreitet. Besser könnte ein Wochenend-Ausflug kaum beginnen.

Auf dem Weg zum eigentlichen Ziel St-Saphorin lohnt sich ein Zwischenstopp in Vevey: Diese Perle an der Schweizer Riviera erinnert mit den prächtigen Hotels und der mit Palmen gesäumten und blumengeschmückten Seepromenade auch heute noch an die Hochblüte in der Zeit der Belle Epoque Ende des 19. Jahrhunderts.

Drei S-Bahn–Minuten von Vevey entfernt liegt das Winzerdorf St-Saphorin, das wegen seiner schmalen Gassen, dem originellen Kirchturm und natürlich wegen des gleichnamigen Chasselas bekannt ist. Etwas erhöht und mitten in den Weinbergen befindet sich das Anwesen Domaine du Burignon, "un lieu dédié à la production de vin, un lieu de détente mythique, une escapade hors du temps.“ Wahrlich ein Bijou mit fantastischer Aussicht auf den See, geschmackvoll eingerichteten Zimmern und einem fantastischen Frühstück, welches bei schönem Wetter sogar auf der Terrasse serviert wird.

Kurz und gut – auf jeden Fall einen Besuch wert – ob kurz oder lang!

www.burignon.ch

Ein Blick hinter die Kulissen der SAC Hütten , von Sarah Galatioto Ein Blick hinter die Kulissen der SAC Hütten

Kennen Sie die 152 SAC-Hütten? Der Schweizer Alpen-Club SAC beziehungsweise seine Sektionen betreiben 152 Hütten mit rund 9200 Schlafplätzen in den Schweizer Alpen. In einmaliger Bergkulisse bieten sie einfache und gemütliche Unterkunft für Alpinisten, Klettererinnen, Wanderer, Familien und Naturgeniesserinnen. Ein Besuch in einer SAC-Hütte bleibt ein unvergessliches Bergerlebnis und bietet die Möglichkeit, Natur, Umwelt und Kultur im Hüttenumfeld hautnah mitzuerleben. Die Saison in den SAC-Hütten ist eröffnet!

Vom 2.-4. September 2016 sind alle eingeladen, am "Tag der offenen Hüttentüre" teilzunehmen und einen Blick hinter die Kulissen einer Hütte zu werfen. Dort, wo unzählige gute Geister zu Hause sind und für das Wohl der Gäste sorgen. Wie funktioniert die Stromversorgung? Woher kommt das klare Wasser? Wieviel Ware bringt ein Helikopter pro Flug? Wie wohnt die Hüttenwartsfamilie? Täglich um 9.30 Uhr sowie um 15.00 Uhr gibt es eine spannende Führung durch die sonst verschlossenen Räume der Hütten, beispielsweise der Trifthütte.

www.sac-cas.ch

La rossa e la città dei bici , von Léa Urben La rossa e la città dei bici

So werden sie genannt, die beiden Städte Bologna und Ferrara in der Region Emilia-Romagna im Norden Italiens. Alle beide sind sie eine Reise wert und mit dem Zug ab Bern in gut 5 Stunden erreichbar.

Bologna, gleichzeitig Hauptstadt der Emilia-Romagna, wird auch "la dotta" genannt, die Gelehrte, da sie die älteste Universität Europas beherbergt. Eine weitere Besonderheit von Bologna sind die fast 40 km langen Arkadengänge, die bei Regen Schutz und Trockenheit und bei sommerlicher Hitze angenehmen Schatten spenden. Bologna hat viele Gesichter: "la rossa", die Rote, ist ein Hinweis auf die roten Ziegel der Häuser und die vorherrschende politische Richtung, "la grassa", die Fette steht für gehaltvolles Essen - Tortellini al ragù, Tagliatelle Bolognese oder Lasagne al forno sind nur einige Leckereien, die nirgends in Italien so gut schmecken wie in dieser Gegend.

Ferrara hingegen gilt als DIE Fahrradstadt Italiens, was auf den ersten Blick verwundern mag; fast 90% aller Einheimischen benützen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel: zum Radfahren laden breite Fußgängerzonen, zahlreiche mittelalterliche Gassen und der 9 km lange Stadtwall ein, auf dem ohne Unterbrechung geradelt werden kann. Im Gegensatz zu nordeuropäischen Städten gehört die Raserei auf Fahrrädern nicht zum alltäglichen Straßenbild. Man radelt gemütlich nebeneinander, um sich zu unterhalten. Das Fahrradfahren gilt in Ferrara als das geeignetste Mittel, um die Stadt und ihre mittelalterlichen Straßen und Winkel näher kennenzulernen.

Kulinarische Tipps:
Bologna: Ristorante Drogheria della Rosa, Via del Pratello (Strasse mit vielen Restaurants, sehr beliebt bei den Einheimischen)
Ferrara: Ristorante quel fantastico giovedi,  Ristorante l'oca giuliva

Schlemmen in Palma , von Michel Gygax Schlemmen in Palma

Ich empfehle hier wärmstens ein verlängertes Schlemmerwochenende in Mallorcas unterschätzter Hauptstadt Palma. Eine grossartige, lebensfrohe, bunte und weltoffene Stadt am Meer, die zu langen Spaziergängen, wunderbaren Ausflügen ins Landesinnere und zu ausgedehnten Schlemmertouren einlädt.

Wir nächtigten gepflegt im geschmackvoll renovierten Altstadt-Hotel Santa Clara mit Dachterrasse und Wellnessbereich. Wir schlemmten uns im neuen Lokal von Adrian Quetglas durch ein grossartiges, jederzeit überraschendes und unwahrscheinlich günstiges Siebengangmenü mit Sterne-Niveau.

Wir entdeckten die alternative One-Man-Show von Albert Medina im La juanita (keine Website) und tafelten viergängig in den Nachmittag. Wir schauten dem Wirt beim Kochen zu und tranken ein stark gehopftes Weizenbier ohne Etikette, gebraut in der Garage von einem Freund von Albert.

Wir empfehlen weiter das Duke, ein lockeres Surferrestaurant mit  feinem und frischem Ethno-Food, das Quina creu, ein hippes und äusserst stilvoll eingerichtetes Quartier-Tapaslokal (Bild), das 13 %, eine alternative Tapasbar im Zentrum und nicht weit entfernt eine belebte Weinbar, die mit 48 verschiedenen Weinen im Offenausschank lockt. Wow!


Innsbruck, Stadt der Alpen , von Michel Gygax Innsbruck, Stadt der Alpen

Gerne empfehle ich einen Kurztrip in die kleine, schöne und charmante Alpenstadt Innsbruck. Sie bietet die Nähe zu den Bergen, abwechslungsreiche Gastronomie, ein reiches Kulturangebot, eine schöne Altstadt und viele freundliche und humorvolle Menschen.

Wir übernachteten im äusserst geschmackvoll umgebauten Hotel Nala, assen ein veganes Menü im mit 8 Plätzen kleinsten Restaurant von Österreich, tafelten fürstlich im wahrscheinlich besten vegetarischen Gourmetrestaurant östlich der Aare und verspeisten bei der Wilderin Tiere, welche die Wirtin sogar persönlich kannte. Einen Schlummertrunk genehmigten wir uns in der grandiosen Craft-Bier-Bar Tribaun.

Wir übten uns im nahegelegenen Seefeld im Langlaufen, schauten uns die städtische Bergisel-Sprungschanze an und schlenderten gemütlich durch die Gassen. Wunderbar und unbedingt wieder. (wdh)


Auszeit in der futuristischsten Chalet-Kolonie der Schweiz , von Patrik Zeller Auszeit in der futuristischsten Chalet-Kolonie der Schweiz

Man kann nur darüber rätseln, wie Sofia de Meyer und Patrick Delarive auf die Idee gekommen sind. Die futuristisch anmutenden Iglus auf einer Alp in Les Giettes oberhalb von Monthey geben ein seltsames wie einzigartiges Bild ab. Das war auch der Wunsch der Walliser, ebenso, dabei Luxus mit Ökologie zu koppeln. Luxus, weil sich einem im Pod ein komplettes, liebevoll eingerichtetes Heim im Chaletstil auftut (inkl. Holzofen). Ökologisch, weil der Bezug zu lokalen Ressourcen gross geschrieben wird, weil durch die Bau- und Funktionsweise Energie und Wasser sparsam gehalten und Abfälle recycelt werden. Direkter Zugang mit dem Auto: Fehlanzeige.

Mitten in der kleinen Whitepod-Kolonie befindet sich das multifunktionale Pod-House. An der Bar oben deckt man sich selber ein und macht es sich mit Buch oder Zeitschrift bequem, im mittleren Stockwerk wird das reichhaltige Frühstück serviert. Eine kleine Treppe führt schlussendlich ins Reich der entspannenden Massagen (empfehlenswert!).

Wer Dinnieren möchte, bestellt sich das Essen in den Pod oder begibt sich auf einen kleinen Fussmarsch zum Restaurant Les Cernier, wo eher auf rustikale Speisen zu setzen ist.

Die Preise, die sind stolz. Das Erlebnis jedoch ist fabelhaft. Und wie sagte Mani Matter so schön: "Und we me weiss wo me ds Glück cha ga finge, de fragt me doch nid nach em Pris."

Weblink: www.whitepod.com, Foto: Whitepod Hotel