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Und jetzt lass uns tanzen , von Rosmarie Bernasconi Und jetzt lass uns tanzen

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es noch einmal zu lieben?

Ein Buch, das sich auch mit dem Thema des Älterwerdens und der Einsamkeit beschäftigt. Bedeutet älter werden, nicht mehr lieben zu dürfen ohne für verrückt erklärt zu werden?

Der belgischen Fotografin und Schriftstellerin Karine Lambert ist eine grossartige und tiefschürfende Liebesgeschichte gelungen. Erhältlich beispielsweise in der kleinen Buchhandlung einfach lesen.

Ravi & Oli , von Sophie Frei Ravi & Oli

Bei Ravi und Oli geht es nicht um gefüllte Teigtaschen in Tomatensauce, sondern um eine fantasievolle Geschichte für Kinder ab 5-6 Jahren.

Der Frühling steht kurz vor der Tür und das farbig illustrierte Kinderbuch macht schon jetzt so richtig Lust auf frisches Gemüse aus dem Garten der alten Frau Grün. Hier hat eine muntere Gemüse-Truppe das Sagen: da ist die flinke Familie Rieschen, Frau Gunda Gurke und der Chef Karl Kohlrabi. Eines Tages entdecken sie zwei weggeworfene, fast leere Büchsen Ravioli. Von dem Moment an stossen die quirlige Ravi und der mürrische Oli zur lustigen Gemüsetruppe und freunden sich an. Doch plötzlich taucht da der gefrässige Schneck-o-Schreck auf, der Erzfeind aller Gemüse… Wer wissen will, ob sich die Freunde retten können, der taucht am besten selbst ein in diese lebendig erzählte Geschichte von Lea Guidon und Andreas Neeser.

Die Geschichte von Ravi & Oli im Grünland gibt es auch als essbarsches Tischtheater mit Gemüsefiguren.

... und dann begann die andere Geschichte , von Rosmarie Bernasconi ... und dann begann die andere Geschichte

Ein Unfall, eine Krankheit, ein mutiger Entscheid, die Liebe und der Tod. Cornelia Diethelm erzählt die Geschichten von 27 Menschen aus Graubünden, deren Leben sich nach einem solchen Ereignis völlig verändert hat. Die Porträts sind in loser Folge in der «Südostschweiz am Sonntag» und in der «Schweiz am Sonntag» erschienen. In diesem Buch geben die Porträtierten zusätzlich Antwort auf die Frage, wie es nach den damaligen Gesprächen weitergegangen ist und wo sie heute im Leben stehen. Die Antworten sind nochmals spannende, oft berührende kurze Geschichten - mit manch einer erneuten Lebenswende. «Grundlegende Fragen des Menschseins» kommen in diesen Porträts zur Sprache, schreibt Maria Meyer-Grass, Psychotherapeutin aus Klosters, in ihrem Nachwort.

Ich mag dieses Buch, weil Cornelia Diethelm Menschen mag und weil keines der Porträts voyeuristisch ist. Es sind Geschichten zum Nachdenken, aber auch zum Schnmunzeln. Es ist spannend zu lesen, wohin Lebenswendungen führen können. Veränderungen sind nicht nur mühsam, sondern können auch heilsam sein. Das Buch ist bei Edition Somedia erschienen.

Ein Buchladen zum Verlieben , von Rosmarie Bernasconi Ein Buchladen zum Verlieben

Ein herrliches Buch. Mit viel Witz geschrieben. Eine Liebeserklärung an das Lesen. Die Protagonistin Sara muss man einfach lieb gewinnen, wenn sie auch nicht nur willkommen ist. Doch was sie aus einem Dorf von "Nichtlesern" alles erreichen kann - einfach herrlich. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen.

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher - mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung eine Buchhandlung. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: "Keine unnötigen Wörter", "Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel zu lesen - währenddem Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern.

Ein wunderbarer, ganz erstaunlicher Roman. Man wird noch viel von Katarina Bivald hören! Dieses Taschenbuch ist in vielen kleinen Buchhandlungen erhältlich und auch zum Verschenken geeignet.

Stella Merz und die Königin der Nacht , von Rosmarie Bernasconi Stella Merz und die Königin der Nacht

Ein Krimi von Fatima Vidal, der sich leicht und locker liest. Wer ist bald bekannt, aber das Wie überrascht und am Schluss gibt es eine unerwartete Wendung. Ein Krimi der in Zürich und Umgebung spielt. Äusserst spannend.

Ein verschollener Vater, eine skrupellose Ärztin und ein attraktiver Mann: Stella Merz, Anwaltssekretärin, ermittelt in eigener Sache. Stella Merz, fünfunddreissig, arbeitet als Temporärsekretärin in einer Zürcher Anwaltspraxis. Als sie erfährt, dass der früh verstorbene Mann ihrer Mutter nicht ihr leiblicher Vater gewesen war, macht sie sich auf die Suche. Heidi Merz, Stellas Mutter, hüllt sich in Schweigen. Vor dreissig Jahren liess sie die rothaarige Tochter für immer bei der Tagesmutter Zara und der kleinen Viola. Viola, Opernsängerin in Mailand, plant eine Reise in die Schweiz. Sie ist Stellas beste Freundin. Ihr Hobby: Geräusche und Tierstimmen nachahmen. Violas Halbbruder, Alexej, lebt an der Costa Blanca, sein Arbeitgeber: die russische Regierung. Als ihn ein Cheesy aus der Schweiz anruft und mitteilt, die hübsche Lady mit dem Sternring sei in Gefahr, packt er seine Reisetasche und fährt los. Oriana, »Mrs. Smith, the Hacker«, arbeitet für Alexej. Cheesy, dreiundfünfzig, arbeitslos und ausgesteuert, wird vom Sozialamt zu Einsätzen in einer Bar verdonnert. Dort erfährt er allerhand. Eine Information, die er zufällig aufschnappt, will er dem reichen Russen für viel Geld verkaufen. Die Wildschweine im Wald: Sie tauchten aus dem Nichts auf, grunzend und quiekend.

www.fatimavidal.ch

Plötzlich und das Leben steht Kopf , von Rosmarie Bernasconi Plötzlich und das Leben steht Kopf

Ein Buch von Edith Schelbert-Bisig, das das Herz berührt, zum Nachdenken anregt und sich immer wieder mit der veränderbaren Wirklichkeit beschäftigt. Ein Buch, das mir sehr am Herzen liegt.

Zum Buch: Ein Schicksalsschlag veränderte ihr Leben. Der neue Tag begann mit einem unersetzbaren Verlust. Obwohl sich dieses Unerwartete mit einem einzigen entscheidenden Akt in die Wirklichkeit drängte, galt es, Schritt für Schritt in ihrem eigenen Tempo den unbekannten Weg zu gehen. Dies bedeutete Anpassung, Aufmerksamkeit, Achtung, Ehrlichkeit, viel Liebe und eine Prise Abenteuerlust. Ihre Reise in unbekannte Gegenden zeigt das Entfalten der Vergangenheit und das vor ihr Aufblättern ihrer veränderten Zukunft. Die Karten sind neu gemischt, das Spiel kann weitergehen.

www.persoenlich.org

Emilia - eine Frau auf dem Weg zu sich selbst , von Rosmarie Bernasconi Emilia - eine Frau auf dem Weg zu sich selbst

Die Lebensmitte als eine Art spirituelle Adoleszenz? Das fragt sich Emilia Kramer, Anfang fünfzig, verheiratet, zweimal geschieden, Mutter einer verheirateten Tochter und eines erwachsenen Sohnes. Sie steht vor dem Scherbenhaufen ihrer dritten Ehe. Zeit, ihre Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Verdrängtes hervorzuholen, sich den Lebensfragen zu stellen und zurückzublicken. Gestützt durch zwei Freundinnen, scheint alles nicht so dramatisch zu sein. Oder doch?

Da ist vieles, was im Verborgenen bleibt. Ihr Vater zum Beispiel, den sie nie kennengelernt hat. In ihrer scheinbar ausweglosen Situation kehrt Emilia zu ihrer Mutter zurück, die sie seit ihrer letzten Hochzeit nicht mehr gesehen hat. Die Mutter ist nun, am Ende ihres Lebens, bereit, Licht in die Familiengeschichte zu bringen. Doch nichts verläuft so, wie es sich Emilia vorgestellt hat.  

Silvia Götschi versteht es, die Geschichten der vier Frauen gekonnt zu verweben. Es gibt viel zu lachen, wenn auch das eine oder andere Klischee von Frauen über fünzig nicht fehlen darf. Ich habe mich köstlich amüsiert und Silvia ist eine hervorragende Geschichtenerzählerin. Dies nicht nur in ihren bekannten Krimis, sondern auch in Geschichten, die das Leben schreibt.

www.silvia-goetschi.com

In die Matte gucken , von Stefan Hugi In die Matte gucken

Der Matte-Gucker ist eine Quartierzeitung, die mit Leib und Seele entsteht. Aus den schmalen Leist-Nachrichten von 1981 ist über die Jahre ein kunterbuntes und pralles Magazin geworden. Kürzlich ist die Jahresausgabe 2016 erschienen, vollgepackt mit Geschichten über das Leben in der Matte.

Einmal pro Jahr geht ein Ruck durch Running-Rousy. Sie bekommt diesen speziellen «Es ist Zytig-Zyt»-Gesichtsausdruck, rennt mit roten Backen im Quartier hin und her, scheucht Autorinnen und Autoren auf, schiesst Fotos, kümmert sich gleichzeitig um Texte, Layout, Inserate und Druck. Doch wer ist Running-Rousy? Es ist Rosmarie Bernasconi, das Energiebündel von der Buchhandlung «Einfach Lesen» sowie Herz und Motor des Matte-Guckers. Sie ist 1991 zum Redaktionsteam der damaligen Matte-Zytig gestossen und seit 2008 Herausgeberin.

Die aktuelle Nummer steht unter dem Leitgedanken «Kommen und Gehen». Bei den Schulen in der Matte stehen Veränderungen an, weshalb Schülerinnen und Schüler ein Bild von ihrem Quartier beschrieben, gezeichnet und fotografiert haben. Es ist eine erfrischend unkomplizierte Sichtweise entstanden auf den Lebensraum unten an der Aare. Hintergrundberichte, Interviews und Matte-News runden die Ausgabe ab.

Rosmarie ist mit Haut und Haaren dabei. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Ohne die Mitarbeit und Unterstützung von vielen engagierten Leuten aus dem Quartier wäre eine Ausgabe gar nicht möglich. Der Aufwand ist gross, ausserdem ist der Matte-Gucker finanziell nicht auf Rosen gebettet. So kommt es ab und zu vor, dass sich Rosmarie sagt: «Nie mehr mache ich einen Matte-Gucker, nie mehr!» Doch wenn sie dann die druckfrische Ausgaben in den Händen hält, verfliegen solche Gedanken schnell. Die Freude ist gross. Und das Datum für die nächste Ausgabe auch gleich festgelegt.

Matte-Gucker 2016 auf www.mattegucker.ch, mehr über die Matte auf www.matte.ch und zur Buchhandlung Einfach Lesen auf www.einfachlesen.ch.

Fugu - ein Roman von Bruno Heinzer , von Rosmarie Bernasconi Fugu - ein Roman von Bruno Heinzer

Bruno Heinzer hat einen spannenden und hervorragenden Umweltroman geschrieben. In seine Erzählungen fliesst viel Autobiografisches mit hinein. Seine Liebe zu Japan und seine Abenteuerlust bringt er in seinem Roman „Fugu" zum Ausdruck. Der japanische Kugelfisch spielt in seiner Geschichte immer wieder eine Rolle.

Remo Schneider wird von der internationalen Umweltorganisation Terra für ein Jahr nach Tokio geschickt, um eine Kampagne gegen Gentech-Soja zu lancieren. Es dauert eine Weile, bis Remo mit einer verwegenen und witzigen Idee der Durchbruch gelingt und er die umweltfeindlichen Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie aufdecken kann. Doch dabei legt er sich unwissentlich mit der Yakuza an, der japanischen „Mafia", die grosse Teile der Fleischproduktion kontrolliert und aus der Katastrophe von Fukushima in abscheulicher Weise Profit zu machen versucht. Remo kommt ins Gefängnis und muss schliesslich untertauchen. Wie beim titelgebenden Fugu, dem Kugelfisch, der sowohl tödliches Gift als auch Delikatesse sein kann, liegen Glück und Gefahr in diesem Roman nahe beisammen. Frisch und witzig geschrieben, zeichnet er ein farbiges Bild des heutigen Japan und bietet gleichzeitig Einblick in die Arbeit einer engagierten Umweltorganisation.

www.brunoheinzer.ch

Restenlos glücklich , von Sophie Frei Restenlos glücklich

Ein Kochbuch für den Genuss und gegen die Verschwendung von Lebensmitteln! In der Schweiz landen jedes Jahr ein Drittel aller produzierten Lebensmittel zwischen Acker und Teller im Abfall. Fast die Hälfte dieser Lebensmittelverluste entstehen im privaten Haushalt: Zum Beispiel weil wir mehr eingekauft haben als wir benötigen, oder weil wir nicht wissen was wir mit hartem Brot, Essensresten oder schrumpeligen Äpfeln anfangen sollen?

Das neu erschienene Kochbuch «Restenlos glücklich» zeigt wie jeder etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun kann. Mit 42 leckeren, einfachen und alltagstauglichen Rezepten des Berner Anti-Food-Waste-Kochs Mirko Buri. Neben dem genüsslichen Teil bietet das Buch noch mehr: Hintergrundinformationen zum Thema sowie 12 Porträts von Pionieren und Vordenkern, die sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzen und ihre kreativen Ideen in die Tat umsetzen.

Herausgeber des Buches ist die Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern (OGG). Weitere Informationen: www.ogg.ch.