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Schöne Aussichten , von Reto Hügli Schöne Aussichten

Bern ist schön. Aber warum nicht mal nach Fribourg ausfliegen? Die Saanemetropole – ebenfalls eine Zähringerstadt – lockt mit einer weitläufigen Altstadt und mit zahlreichen Cafés und Bistros. Eines mit einer besonderen Aussicht liegt an der Grand-Rue 36: Das Café du Belvédère.

Die Grundmauern des Gebäudes datieren von 1181, das Innere wurde sanft renoviert. Möbel aus den 1960er Jahren kontrastieren mit den Holzböden und Steinmauern. Die grosse Terrasse mit den hundertjährigen Kastanienbäumen lädt zum Verweilen ein. Die Getränkekarte ist klein und fein. Tipp: Ein Fri-Mousse aus der nahegelegenen Mikrobrauerei bestellen und den Blick schweifen lassen...

Café du Belvédère, Grand-Rue 36, 1700 Fribourg, www.facebook.com/cafebelvedere

Euphorie in der Länggasse , von Sarah King Euphorie in der Länggasse

Und dann diese Schoggibombe – „Marquise au Chocolat.“, korrigiert Donat Berger, Berns aus Leidenschaft gewordener Dessert-Profi mit einem Profil eines Leichtathleten. Nun steht er bereits über zwei Jahren ins seinem Kaffeehaus „Apfelgold“.

Apfelschaumwein statt Prosecco, mindestens ein Apfeldessert in der Vitrine und viel anderes. Keine Entscheidungsqual zwischen Sünde und Gesünde. Neben allerlei Getränken und Büchern zum sofort oder später Lesen gibt es nichts als Desserts. Aber was für welche: die Schoggibombe eben: flüssiger Schoggiguss überzieht Schoggimousse gefolgt von Schoggi mit Biss. Macht übermütig. Wers nicht zu den Öffnungszeiten ins Apfelgold schafft, der kann die Schoggibombe über Donat Bergers weitbekanntes „Schnouse“-Catering bestellen. „Sag einfach Schoggibombe II“ unterbricht der Meister. „Die echte Schoggibombe hat Schokoladen-Späne oben auf.“ Er nimmt es genau. Darum gelingen die Desserts. Und so ist die Länggasse seit Sommer 2012 ein Euphorie-Mekka. Besonders auch in der Weihnachtszeit... (WDH)

Apfelgold, Bonstettenstrasse 2, 3012 Bern, www.schnouse.ch

La cuisine corse , von Reto Hügli La cuisine corse

Calvi an der korsischen Nordwestküste hat zwar nur rund 3'700 Einwohner, bietet aber nebst der mächtigen Zitadelle mit seiner pittoresken Altstadt einige kulinarischen Trouvaillen.

Das Restaurant U Fornu liegt auf halbem Weg zwischen dem Bahnhof und dem alten genuesischen Gouverneurspalast in einer kleinen Sackgasse. Am schönsten sitzt es sich draussen, die Tische sind liebevoll dekoriert und ausgewählte Möbel und Antiquitäten setzen Akzente. 

Gekocht wird traditionell korsisch mit eigenen Kreationen: Brocciu (Käse), Lamm, frischer Fisch. Empfehlenswert: Der Linseneintopf mit Wildschweinwurst und als Dessert Fiadone, den korsischen Käsekuchen. Menüs gibts bereits ab 19 Euro. Dazu auserlesene Weine aus der Balagne. 

Die Gastgeberin Pierra Simoni organisiert übrigens auch das Musikfestival Calvi on the rocks, das jeweils im Juli stattfindet.

U Fornu, Boulevard Wilson/Impasse Bertoni, F-20260 Calvi, Website

Die Fee, die Süsses zaubert , von Reto Hügli Die Fee, die Süsses zaubert

Stephanie Corradi – oder eben die Dessertfee – experimentiert in ihrem Zuckerlabor im Berner Mattenhofquartier mit allerlei Kalorienlastigem. Corradi Lieblingsort ist seit ihrer Kindheit die Küche. Obwohl sie bereits als Kind lieber gebacken hat, ist sie doch zuerst Primarlehrerin geworden.

Heute stellt sie in feiner Handarbeit Torten, Cupcakes, Muffins und Petits fours her. Besonders angetan hat es ihr das Cake Design. Und die Ergebnisse lassen sich im Laden bewundern oder am Besten einfach versuchen. Falls dann Lust aufkommt, selber solche Wunderwerke herzustellen, kann bei der Dessertfee ein Kurs besucht werden. Sogar ein Catering hat sie im Angebot. So oder so – die Fee verzaubert. Wir staunen und geniessen...

Dessertfee Cake Design & more, Gartenstrasse 6, 3007 Bern, www.dessertfee.ch

Buonissimo! , von Stefan Hugi Buonissimo!

Am Dorfausgang von Niederscherli in Richtung Schwarzenburg steht er: der Sternen. Eine Beiz. Behäbig und bodenständig. Man erwartet Rösti, Berner Platte und Gnagi. Doch drinnen wird man eines Besseren belehrt. Das Wirtepaar Gianni und Silvia Alfano tischt den Gästen in ihrem Restaurant Sternen-Taufeld italienische Gerichte auf, die keine Wünsche offen lassen.

Im Säli lockt ein gewaltiges Buffet mit Antipasti, das einem schier die Sinne raubt. Während man sich mit den kalten Leckereien selber verwöhnt, erklärt Silvia am Tisch freundlich und aufmerksam die Spezialitäten des Tages. Eine Karte gibt es nämlich nicht. Und Gianni zaubert danach die hausgemachte Pasta, das Fleisch oder den Fisch mit stets frischen Zutaten sowie die kreativen Dolci auf den Teller. Für eine kulinarische Reise nach Bella Italia reicht ein Abstecher nach… Scherli. Così è!

Restaurant Sternen-Taufeld, Schwarzenburgstrasse 878, 3145 Niederscherli, 031 849 02 12, www.taufeld.ch

Wo sich Bambi Mut antrinkt , von Reto Hügli Wo sich Bambi Mut antrinkt

Ottensen ist unterschätzt: Der Hamburger Stadtteil schliesst im Westen an Altona an und liegt direkt am Elbufer. Das ehemalige Arbeiterviertel wurde sanft saniert und so blieb der Charme des Quartiers erhalten. Ehemalige Fabriken beherbergen heute originelle Läden und Kneipen.

Eine davon ist die Rehbar in der Ottenser Hauptstrasse. Ihr Name ist Programm: Den Weg zur Toilette säumen diverse Porträts der Paarhufer, oberhalb des Pissoirs hängt ein Geweih. Das Interieur ist schlicht, dunkelbraunes Holz dominiert. Das verleiht der Bar Ruhe und der Besucher wird sofort entschleunigt. Im Kampf gegen den Durst steht eine motivierte Crew im Einsatz.

Wer das rauhe Nordseeklima nicht fürchtet, setzt sich auf eine der Sitzgelegenheiten vor dem Lokal und entdeckt vielleicht einen der zahlreichen Prominenten, die sich in Ottensen niedergelassen haben. Prosit!

Rehbar, Ottenser Hauptstrasse 52, D-22765 Hamburg, www.rehbar.de

Das Deutschschweiz-Grotto , von Reto Hügli Das Deutschschweiz-Grotto

Man muss etwas suchen in Asconas verwinkelten Gassen, bis man das Grotto Baldoria findet. Dann aber wird der hungrige Gast mit einer lauschigen Pergola und einer aufgestellten Crew aus Deutschschweizerinnen und Tessinern entschädigt.

Karte gibt es keine, gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Und das ist mit viel Herz zubereitet: Die Antipasti, Primi und Secondi sind reichlich und schmecken. Unter den Gästen überwiegt Deutsch und Schweizerdeutsch, aber das tut der Freude keinen Abbruch.

Wer nach dem Mahl Lust auf ein Verdauerli hat, dem stellt das Personal neben den Gläschen die Flasche Grappa auf den Tisch. Arrivederci, Baldoria, wir kommen gerne wieder!

Grotto Baldoria, Vicolo S. Omobono, 6612 Ascona, www.grottobaldoria.ch

Laufenbad , von Adrian Garbely Laufenbad

Eines der Dinge, die ich an Bern so mag, ist, dass man bei Bedarf immer ziemlich schnell komplett auf dem Land ist.

Laufenbad liegt Luftlinie nur ~8 km vom Berner Stadtzentrum entfernt und trotzdem dauert die Anreise inkl. RBS, Postauto und Fussmarsch eine gute halbe Stunde.

Im dortigen Restaurant Laufenbad möchte ich Ihnen den gut sortierten Weinkeller für ein Apéro und danach ein zartes Stück Rind oder Pferd mit den in reichlich Butter gebratenen neuen Kartoffeln ans Herz legen, resp. auf die Zunge.

Zwar gibts kein Bad in Laufenbad, aber dafür viel Natur und derzeit 5 Katzen, deren Abendaktivitäten man in der Gartenbeiz sitzend beobachten kann.

Ja, im Säli hängen Werke von Rolf Knie, aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken! ;-)

PS: Es gibt u.a. Märzen von Hardeggerperle frisch vom Fass.

Rest. Laufenbad - Laufeweg 553 - 3326 Krauchthal-Hub - 034 411 14 24 - www.restaurant-laufenbad.ch

Festival urbaner Gastrotrends , von Michel Gygax Festival urbaner Gastrotrends

Mobile Restaurants erobern die städtischen Landschaften und erheben die Zunft des Gassen-Gourmets und dessen Ausprägungen zu einer globalen Bewegung, die auch vor der Schweiz nicht halt macht. Das erste Zürcher Street Food Festival soll eine Plattform dafür bieten.

Mit seinem Auftakt am 29. August 2014 ab 17 Uhr werden drei Tage des Schlemmens eingeläutet. Während sich der Freitag mit einem Dinner-Set-up präsentiert, ist der Samstag ein ganztägiger klassischer Food-Market, wie man ihn aus den Metropolen der Welt kennt. Am Gourmet-Sonntag zeigen ausgewählte Spitzenköche ihre mobilen Gastroideen. 

Der Anlass wird auf dem Gelände der sympathischen Weinhandlung Smith and Smith Company unter anderem von der kreativen Eventgestaltungsfirma "Montagsmarkt" organisiert.

www.smithandsmith.ch  www.montagsmarkt.ch

Ferien im Baudenkmal , von Patrik Zeller Ferien im Baudenkmal

Dass der Heimatschutz über eine beeindruckende Sammlung an schön erhaltenden Bauten verfügt, ist kein Geheimnis mehr. Kürzlich durfte ich eine Wohnung aus dem Fischerhaus in Romanshorn kennen lernen und gebe diesen Tipp auf der Stelle weiter: Diese Wohnung sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie aus einem Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert eine stilvoll renovierte Ferienwohnung entstanden ist, die sich erst noch zu fairen Preisen zu mieten ist.

Die Highlights aus Wohnung Nummer 1: Nebst dem spärlich, aber gemütlich eingerichteten Wohnzimmer mit altem Ofen brilliert im ersten Schlafzimmer eine alte Tapete aus dem 19. Jahrhundert. Vintage in echt also. 

Weitere Infos zum Fischerhaus finden sich hier.