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Grosser Genuss in Kleinbasel , von Maja Boss Grosser Genuss in Kleinbasel

Von der Decke hängen zu Lampenschirmen umfunktionierte Glasschüsseln, Kerzenständer aus alten Gabeln zieren die Tische und bunt zusammengewürfelte Holztische und Stühle lassen im Lokal eine heimelige Atmosphäre aufkommen. Auf dem antiken Regal stehen Geschirr und hübsche Vintage-Objekte und unter gläsernen Glocken befinden sich gluschtige Kuchen. Das Lokal für etwa 30 Gäste in Kleinbasel ist ein Bijou und besticht mit einer kleinen aber feinen Karte: Aus regionalen Produkten werden kreative und mit "Superfood" angereicherte Gerichte gezaubert, mit Liebe angerichtet und mit Charme serviert. 

Seit gut anderthalb Jahren führen Maya Tutaro und Claire Guerrier in Kleinbasel das von aussen eher unscheinbare Lokal „ la fourchette“ und es ist zu hoffen, dass sie es noch lange tun.

la fourchette, Klybeckstrasse 122, 4057 Basel; www.lafourchettebasel.com

Welchen Wert hat temporärer Genuss? , von Michel Gygax Welchen Wert hat temporärer Genuss?

Vier Abgänger der Hotelfachschule Thun beleben das Ristorante Tiramisù im Berner Mattenhofquartier mit einem Pop-Up Projekt. Unter dem Motto „Wir tischen auf. Du bezahlst, was es Dir wert ist.“ zelebrieren sie ihre Vorstellung von Gastgebertum während vier Wochen. Die 4 Ragazzi, wie sie sich nennen, übernehmen im Mai das Ristorante Tiramisù an der Belpstrasse 34 nahe des Berner Eigerplatzes. Sie bringen eine wunderbare Ladung an Wissen, Motivation und Gastfreundschaft mit.

Während des Pop-Ups werden die Gäste mit einer mehrgängigen Tavolata verwöhnt. Mittags kürzer und abends länger. Da die vier Gastgeber bestimmen, was es zu essen und zu trinken gibt, überlassen sie den Gästen freie Hand bei der Bezahlung und vertrauen darauf, dass die Gäste dies wertschätzen und sie fair und angemessen entschädigen. Nur im Mai 2016.

www.ristorante-tiramisu.ch

Archaische Naturküche , von Michel Gygax Archaische Naturküche

Stefan Wiesner präsentiert in seinem Gasthof Rössli in Escholzmatt eine aussergewöhnliche Naturküche. Mit Kochkunst auf höchstem Niveau, gepaart mit viel Wissen über die Natur und radikaler Produkteregionalität hat er im beschaulichen Entlebuch ein Zentrum für anspruchsvolle Gourmets geschaffen.

Mit scheuer Präsenz orchestriert der "Hexer von Escholzmatt" im kleinen Feinschmecker-Raum sein Gesamtkunstwerk mit dem Wiesner-Achtgangmenü, während in der Gaststube die Einheimischen eine Bratwurtst essen oder ihr Feierabendbier geniessen. Ein gastronomischer Spagat wie man ihn noch selten findet. Hut ab!  

www.stefanwiesner.ch

Kafi Franz , von Sophie Frei Kafi Franz

Das Kafi Franz in St. Gallen ist eine wahre Oase des guten Geschmacks. Ob das Café wohl nach dem berühmten Konditor und Erfinder der weltbekannten Sachertorte, Fanz Sacher, benannt wurde? Oder steckt vielleicht doch Franz von Assisi dahinter?

Wie auch immer, das Kafi Franz bietet auf jeden Fall nicht nur ausgezeichneten, selbst gebackenen Kuchen, auch die herzhaften Quiches und der frisch geröstete Kaffee sind vom Feinsten. Das sonntägliche Brunch-Angebot ist alles andere als 0815 und lockt mit kreativen Köstlichkeiten wie der salzigen Brunchwaffel oder dem Avocadobrötchen mit pochiertem Ei. Jeden Samstagabend nimmt das Kafi Franz Geniesser mit auf eine kulinarische Reise in romantischem Ambiente mit Weinbegleitung. Also, auf nach St. Gallen ins Linsebühlquartier, nur 5 Minuten zu Fuss vom Markplatz. Denn neben all den Gaumenfreuden lädt das Café mit seiner geschmackvollen Einrichtung und der sympathischen Bedienung auch zum Verweilen ein. Und vielleicht findet man ja vor Ort heraus, was es mit dem mysteriösen Franz auf sich hat…

www.kafifranz.ch / facebook.com/kafifranz  in der Linsebühlstrasse 35 in St. Gallen.

Bagels im Bett , von Pascal Sennhauser Bagels im Bett

Der vorliegende Artikel führt wieder einmal nach Winterthur. Der kulturell-gastronomische Reichtum dieser vergleichsweise kleinen Stadt spiegelt sich mit einigen hübschen Beiträgen ja auch in diesem Blog wider. 

Mitten in der historisch-schmucken Altstadt von Winterthur steht das Bed & Breakfast Bagels, welches seinen Gästen drei luxuriöse und grosszügige Doppelzimmer in einem charmanten, stilvoll renovierten Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert bereithält. Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche, WLAN und TV, einem Kühlschrank und einem Safe ausgestattet. Schwedische Federkern-Matratzen sorgen für Bequemlichkeit und einen erholsamen Schlaf. Auf Wunsch stehen Extra-Betten für Kinder zur Verfügung. Zum Haus gehört ein wunderschöner Innengarten, der sommersüber zur exklusiven Benutzung einlädt.

Wer Wert auf ethische und ökologische Grundsätze legt, ist als Gast im «Bagels» nicht an der falschen Adresse. Die Menschen hinter dem gesunden Betrieb setzen auf ein «Wirtschaften mit langfristigem Substanzerhalt» und führen ihr Geschäft nach Kriterien der Nachhaltigkeit, des Verzichts und der Zweckmässigkeit. «Simple, pure, local», wie sie sich neudeutsch ausdrücken. Trotzdem – oder gerade deshalb – wirkt das Haus und dessen Gastgeber nicht unterkühlt, langweilig oder gar realitätsfern.

Die gleiche prinzipientreue Haltung wird selbstredend auch den Mitarbeitenden und den Gästen zuteil. Respekt, Ehrlichkeit und eine leistungsgerechte Entlöhnung gehören intern ebenso zum Credo wie die Überzeugung, dem temporär Bleibenden eine makellose Leistung zu einem fairen Preis zu bieten und mit ihm einen möglichst persönlichen Umgang zu pflegen.

Bed and Breakfast Bagels, Oberer Graben 8, 8400 Winterthur, Tel. +41 (0)52 213 18 88, www.bagels.ch

Junggrasgrüne Oliven , von Sarah King Junggrasgrüne Oliven

Es ist unauffällig. So unauffällig, dass man sich nicht getraut, darüber zu schreiben, aus Angst, dass es an Unauffälligkeit und damit an Besonderheit verliert. Es ist am Boden, „Zur Erde – parterre“, wie Therese Hälg sagt. Sie führt das kulinarisch-kulturelle Lokal in Langenthal. Der Boden ist ihr Bereich.

Über Therese Hälg, unter dem Dach, da stellt der Künstler Urs Hug seine Kunst aus. Bilder. Installationen. Nirgendwo steht geschrieben: „Bitte nicht berühren“. So wird die Kunst im Vorbeigehen heimlich berührt. Sie berührt zurück. 

Derweilen drapiert Therese Hälg unten den Käse auf einem Teller. So unauffällig, dass sein Geschmack im Mund umso intensiver ist. Das ist auch Kunst. In einem Raum steht ein Computer auf einem Schreibtisch. Einfach so. In diesem Raum sitzt niemand. Dafür in den Räumen nebenan. Auf Fauteuils in Diskussionen vertieft, an einem langen Holztisch zu Wein aus Flaschen mit schönen Etiketten. Der Name spielt keine Rolle. 

Im Eingangsbereich, neben junggrasgrünen Oliven, so junggrasgrün, dass man gar nicht glaubt, dass es Oliven sind, spielen Männer Instrumente. Sie werden wieder gehen. Die junggrasgrünen Oliven aber, die bleiben. 

„Wollen Sie eine probieren?“, fragt Therese Hälg und noch bevor der Gast über die Konsequenzen eines Junggrasgrüneolivenverzehrs (das Wort wird dem schlichten Geschmack nicht gerecht) nachdenken kann, öffnet sie ein Glas. Extra für diesen einen Gast, der neugierige. Wegen einer Olive. Das ist kein Verkaufstrick. Sie freut sich einfach zuzusehen, wie die Olive im Mund verschwindet und im Blick des Gastes wieder in Erscheinung tritt. 

Der Gast will die Oliven kaufen. Und zusätzlich noch Caramel salé und Wein. Und frische Nudeln. Also doch ein Trick. Ein freundlicher. Darum bleibt der Gast – auf den Fauteuils, am langen Holztisch – und wenn er geht, kommt er wieder.  

Parterre Langenthal GmbH, Mühleweg 25, 4900 Langenthal, 062 530 35 35, www.parterre-langenthal.ch

Kaffee, juhee! , von Maja Boss Kaffee, juhee!

Frisch gerösteten fairtrade Kaffee aus mehrheitlich biologischem Anbau, das gibt’s nicht nur in der Grossstadt, nein auch in der Provinz! In Thun röstet Kira Heer selber in kleinen Mengen handgelesene Kaffeebohnen in schonendem Verfahren und berät ihre Kundschaft kompetent und mit viel Herzblut, so dass der Kaffeekonsum zu Hause definitiv zum Genuss wird!

Wer lieber auswärts Kaffee trinkt, kann das natürlich gleich vor Ort tun oder gar das Kaffeemobil –ein Oldtimer-VW-Bus- fürs nächste Fest mieten! Im stilvoll eingerichteten Lokal gibt’s zum Kaffee zudem auch selbstgemachten Kuchen oder „vorne weg“ kleine Mittagsgerichte.  

www.roestereiheer.ch

Vietnamese Street Food , von Karin Müller Vietnamese Street Food

In Bern gibt es viele Möglichkeiten kulinarisch auf Weltreise zu gehen. Ein vietnamesisches Restaurant fehlte aber bisher. Diese Lücke wird am 4. Februar endlich geschlossen, wenn Markus Arnold und Tom Weingart am Bollwerk das Pop-up Restaurant Brother Frank eröffnen.

Brother Frank klingt nach Burgerschuppen, ist aber in Tat und Wahrheit der Name des vietnamesischen Guides, der Arnold und Weingart auf ihrer kulinarischen Entdeckungsreise in Hanoi zur Seite stand.

Vom 4. Februar an können Berner und Bernerinnen kosten und geniessen, was dabei herauskommt, wenn ein Sternekoch und sein Geschäftspartner sich ein paar Wochen durch Vietnams Küche essen, um sich Inspirationen für ihre eigenen Kreationen zu holen.

Interessierte müssen sich beeilen. Pop-up sagt es schon: Brother Frank is not here to stay! Am 26. März schliessen die Pforten und etliche Abende sind schon ausgebucht.

www.brotherfrank.ch

Handwerklich hergestellte Limonaden , von Regula Keller Handwerklich hergestellte Limonaden

Seit drei Jahren gibt es die Zobo Limonaden. Sie sind weniger süss und von Hand hergestellt – nach uralten Rezepten, wiederentdeckt und neu interpretiert.

Ysa und Fabian produzieren die Zobo-Getränke mit unglaublich viel Freude und Ausdauer. Ich habe die beiden einmal getroffen, und sie haben mir erzählt, wie sie in Büchern aus dem 19. Jahrhundert recherchiert und in Jamaika nach den Spuren für ihre erste Kreation «Sorrel» gesucht hatten. Ich  wäre dabei am liebsten gleich mit ihnen nach Zürich zu ihrer Produktion gefahren.

«Sorrel» mit Hibiskus und Ingwer ist mein Favorit unter den mittlerweile 5 verschiedenen Zobo Limos. Bereits die rote Farbe des Hibiskus macht Lust auf mehr. Der Geschmack ist fruchtig und leicht herb. Ideal als alkoholfreies Apéro oder einfach zwischendurch als prickelndes Geschmackserlebnis.

Und nicht nur das: Pro verkaufte Flasche, fliessen 10 Rappen in den Zobo-Fonds, der Schweizer Musiker fördert.

www.zobo-getraenke.ch / «Sorrel» und «Orange» sind auch im le beizli in den Vidmarhallen am Berner Stadtrand erhältlich.

Sandwichtag! , von Maja Boss Sandwichtag!

Montag, Dienstag, Mittwoch, Sandwichtag, Freitag... Pro Arbeitstag bedient das Team von lunchbag eines von fünf Liefergebieten in der Region Bern mit köstlichen selbstgemachten Sandwiches, welche frisch zubereitet und generös mit regionalen und saisonalen Produkten belegt werden. 

Nachhaltigkeit ist Teil der Firmenphilosophie, so werden bspw. die Sandwiches nur auf Bestellung und nicht auf Vorrat hergestellt, um foodwaste möglichst zu verhindern, die Lieferungen geschehen gesammelt und die Verpackung ist aus Recycling-Material... 

Die Erinnerungen an Grossmuetis „Yklemmte“ war es, welche die beiden Firmengründer Oli und Brünu in die berufliche Selbständigkeit manövrierten. Nebst dem Lieferservice gibt es lunchbag übrigens seit diesem August auch als Take-Away im Liebefeld. ...und wann ist dein Sandwichtag?

www.lunchbag.ch