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Bei Lina im Wohnzimmer , von Reto Hügli Bei Lina im Wohnzimmer

Eine der gemütlichsten Bars in Winterthur befindet sich in einem 150-jährigen Haus an der Wartstrasse gleich hinter dem Bahnhof. Das Lokal ist nach der Grossmutter der Gastronomin Maya Christen benannt. Ein Bild der Seniorin, die früher im Haus gewohnt hat, gehört ebenfalls zur liebevollen Einrichtung.

Man fühlt sich sofort zu Hause. Das liegt einerseits an der charmanten Bedienung und andererseits am gepflegten Angebot an Cocktails und Drinks. Gegen den kleinen Hunger werden selbstgebackene Kuchen serviert.

In der warmen Jahreszeit lockt der kleine, ruhige Garten im Hinterhof. Genau der richtige Ort, um auf den Feierabend oder das Wochenende anzustossen. Oder auf Lina. 

Lina's Bar, Wartstrasse 38, 8400 Winterthur, www.linas-bar.ch

Claires Bonheur , von Sophie Frei Claires Bonheur

Wenn die letzten bunten Blätter von den Bäumen fallen und die Tage kälter und dunkler werden, fällt es besonders schwer morgens aus dem warmen Näscht zu schlüpfen. Doch allein der Gedanke an den Duft von warmen Brioches und Zimtschnecken weckt die Geister, und kaum hat man die Tür der Gelateria di Berna zu Claires Backstube geöffnet, ist der Novemberblues wie weggeflogen.

In den frühen Morgenstunden bereitet Claire das köstliche Gebäck liebevoll zu, und schafft es mit einer sinnlichen Vielfalt an Düften und Aromen der Kälte die Stirn zu bieten! Bis Ende Dezember 2013 kann man sich so die kalten Tage versüssen.

Claires Bonheur in der Gelateria di Berna l Hinter der Caffè-Bar Sattler l Öffnungszeiten: Di-So, 8-17 Uhr

Abendtafeln , von Sarah King Abendtafeln

Warum nicht mal Suppe im Kürbis statt Kürbissuppe und ein Berner Bier zu andalusischem Gemüse? Astrid Lipke und Charles Lorenz kreieren einen dem bunten Herbst in nichts nachstehenden Fünfgänger. Das Dessert kommt vom Apfelgold. Gegessen wird an einer langen Tafel, geschöpft aus herumgereichten Schüsseln und geredet ohne Berührungsängste.

Die nächsten Tafelrunden finden am 15.11. und 28.11. im Apfelgold für 75 Franken (inklusive Apéro) pro Person statt. Die Termine für Dezember haben Astrid und Charles noch nicht festgelegt. Auf Anfrage kreieren die beiden auch Abendtafeln für geschlossene Gesellschaften.

Weitere Informationen und Termine erhalten sie direkt von Astrid und Charles: 079 154 12 00 oder abendtafeln@gmail.com.

Apfelgold: www.schnouse.ch

Die besten Plättli der Stadt , von Adrian Garbely Die besten Plättli der Stadt

Wenn die Blätter fallen, der Nebel zur Gewohnheit wird und die Strickmützen auf unseren Köpfen wieder Platz nehmen, ist es höchste Zeit, die kleine Weinbar zwischen Kunstmuseum und dem «Kapitel» zu besuchen.

In Letzterem machen sich die Hipster (oder wie die derzeit grad alle heissen) breit, bei «Moni» in der TaBerna Vinaria gehts nicht um Sehen & Gesehen werden, um laute Musik oder gar um Gerichte, die kaum auszusprechen sind, sondern v.a. um Wein.

Wein aus allen Teilen der Welt, doch nie als Massenware. Monika Flaach kauft nur dort, wo sie selbst schon war, und dann in kleinen Mengen; oft auch explizit von Winzerinnen. Moni empfiehlt Rot- oder Weissweine und hat sich noch nie vertan. Wer Hunger hat und nicht nur dem Wein frönen will, bestellt sich ein «Plättli». Feine Zutaten, ausschliesslich vom Märit, werden zu verschiednen Broten und herrlichem Olivenöl serviert.

Eigentlich sollte ich gar nicht über dieses kleine aber feine Lokal sprechen ... Die Hipster sollen gern nebenan bleiben!

TaBerna Vinaria, Hodlerstrasse 16, 3011 Bern, www.taberna-vinaria.ch

Edle Tropfen und wunderbare Leute , von Markus Hochuli Edle Tropfen und wunderbare Leute

Das Bed and Breakfast le Clos de l'Aigue liegt mitten im Weinbaugebiet der Côte de Beaune und ist ein idealer Ausganspunkt zur Entdeckung der Weinkeller, Restaurants und Leute im Burgund.

Sandrine und Laurent haben das alte Bauerhaus vor zwei Jahren liebe- und geschmacksvoll umgebaut und bieten ihren Gästen vier einmalige Zimmer an. Wir übernachteten im alten Pferdestall und wurden beim ausgiebigen Frühstück in der ehemaligen Metzgerei mit Sandrines selbstgemachtem Clafoutis aux Cerises und anderen Leckereien aus der Gegend verwöhnt. Abends philosophierten wir bei einem Gläschen Chartreuse Verte, einem Kräuterlikör aus über 130 verschiedenen Kräutern, mit unseren Gastgebern.
Wer sich so richtig aufgehoben fühlen will und Lust hat, das Burgund zu entdecken, dem sei das Clos de l'Aigue wärmstens empfohlen.

Le Clos de l'Aigue, rue Sylvestre Chauvelot 4, 21200 Beaune, Frankreich, www.leclosdelaigue.fr

Barnabas , von Reto Hügli Barnabas

Die Herkunft des Namens ist unklar. Im Aramäischen bedeutet er «Sohn des Trostes». Tröstlich ist ein Besuch im Restaurant Barnabas in Winterthur allemal. Das Lokal liegt am Rand der Altstadt neben dem altehrwürdigen Technikum und ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die Tische sind weiss gedeckt und Stoffservietten liegen bereit. Das Team legt aber Wert darauf, kein Schickimicki-Laden zu sein. Dafür hat man sich im Barnabas der Slowfood-Kultur verschrieben.

Die Karte überrascht: Nebst saisonalen Gerichten sind verschiedene indische Spezialitäten im Angebot. Das Balti Ghost (gebratene Lammfiletwürfel an Koriander) alleine ist schon einen Besuch wert. Der indische Küchenchef hat vorher in Zürich gearbeitet und versteht es, auch heikle Gaumen zufriedenzustellen. Die Weinkarte ist erlesen und bietet geschmacklich ungewöhnliche Weine für Entdecker.

Restaurant Barnabas, Büelrainstrasse 1, 8400 Winterthur, www.barnabaswinti.ch

Fruchtwein usem Breitsch , von Michael Klesse Fruchtwein usem Breitsch

Suurhänerwein, Mispelwein, Chroslewein, Jostawein und Co. Diese spektakuläre Fülle an erlesenen Fruchtweinen wird samstagsvormittags jede zweite Woche im Monat auf dem Berner Fleischmärit in der Münstergasse angeboten. 

Alte Obst- und Beerensträucher sollen auf Berner Stadtboden erhalten und konserviert werden. Das ist die Motivation und Philosphie hinter diesem Projekt, welches im «Breitsch» nun schon seit über 30 Jahren gepflegt und realisiert wird, aus Liebe zur reichhaltigen, heimischen Beerenfruchtvielfalt.

Gegen das Vergessen und das Unwissen der Verwertung von diesen Beerenschätzen stehen die Urväter dieses Kelterungsverfahrens an. Auf Filtrierung wird verzichtet. Die Weine werden auf 13 bis 14% Alkoholvolumen stabilisiert und erhalten durch die Maischegärung Gerbstoffe und Säuere.

Diese Fruchtweine sind rare und wertvolle Spezialitäten in der 1dl und 3,5dl Flasche zum Verschenken an sich selbst zum Purgenuss oder prickenden Vergnügen im Proseccococktail.

Ines Schneiter-Egeter, Rodtmattstrasse 81, CH-3014 Bern, www.fruchtweinkeller.ch

Im Bierhimmel , von Adrian Garbely Im Bierhimmel

Beim Erzbierschof im Liebefeld wird (fast) jeder Bierwunsch erfüllt.

Viele Wirte denken immer noch, sie hätten drei Sorten Bier, wenn sie Herrgöttli, Stange und ein «Grosses» im Angebot führen. Dass es aber jenseits des in der Schweiz immer noch deutlich am weitesten verbreiteten Lagerbiers eigentlich erst anfängt, das zeigt uns Toni «Erzbierschof» Flückiger und sein Team auf eindrückliche Art und Weise.

An nicht weniger als 15 (!) Zapfhähnen gibts verschiedene Bierstile im Offenausschank zum Probieren, 10 grosse Kühlschränke und viele weitere Regale für Flaschenbier aus aller Welt komplettieren das überaus breite Angebot:

Für experimentierfreudigere Biertrinker gibts Indian und andere (Pale) Ales, Gueuze, Stout, Porter, Barley Wine, Trappisten-, Bock-, Frucht- oder Frühstücks-Biere - aber auch Anhänger des Reinheitsgebots finden ganz bestimmt etwas nach ihrem Gusto.

Wer nicht weiss, was sein Gusto genau ist, der lässt sich vom sympathischen Barpersonal individuell beraten. Und wen der Hunger packt, bestellt sich eine Pizza, die im Obergeschoss von Pizza Babylon hergestellt und anschliessend beim Erzbierschof serviert wird.

Erzbierschofs Bierbar, www.erzbierschof.ch, Liebefeld und Winterthur

Chopfab und geniessen , von Reto Hügli Chopfab und geniessen

In einer ehemaligen Industriehalle in Winterthur wird seit Februar 2013 feiner Gerstensaft produziert: «Chopfab» heisst das Bier. Philipp Bucher und Jörg Schönberg verwenden in ihrer Brauerei Doppelleu (eine Anspielung aufs Stadtwappen) edlen Hopfen aus Kalifornien, Australien und Deutschland. Ganz neu im Sortiment ist ein nuanciertes Weizenbier. Später sollen auch Liköre und Whiskey hergestellt werden.

Woher kommt der Name? Einerseits das «CH» um die Swissness des Produkts zu betonen, andererseits wird die Flasche beim Öffnen «geköpft».

Doppelleu Brauwerkstatt, Industriestrasse 40, 8404 Winterthur, www.doppelleu.ch

An Irishman in Bern , von Stefan Hugi An Irishman in Bern

«The problem is, when I start singing, I can’t stop», meint Luka Bloom - irischer Singer/Songwriter - während seines Konzerts fast entschuldigend. Er spiele heute nicht nach Plan, sondern einfach drauflos. Songs, die ihm gerade in den Sinn kämen. Doch das ist weiss Gott kein Problem. Im Gegenteil, man muss den Mann seine wunderbaren Stücke spielen und von seinen Erlebnissen und Eindrücken berichten lassen. Möglichst lange.

Seit über dreissig Jahren macht er Musik. Seine Tourneen führen ihn dabei regelmässig in die Schweiz. Bern hat es ihm besonders angetan. Er übernachte jeweils im Breitsch. Und er schwimme liebend gerne in der Aare. Mit «Riverdays» hat er gar ein Lied darüber geschrieben.

An einem lauen Sonntagabend im Sommer hat es ihn in den lauschigen Garten des Bären Buchsi verschlagen. Ein Gärtlikonzert mit Luka Bloom: Stimme und Gitarre. Das ist alles. So will man Wochenenden ausklingen lassen.

Luka Bloom, www.lukabloom.com // Bären Buchsi, Bernstrasse 3, 3053 Münchenbuchsee, www.baerenbuchsi.ch, Gärtlikonzerte gibt es noch bis Ende August 2013.