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Pumpen statt kaufen , von Reto Hügli Pumpen statt kaufen

Jeder von uns besitzt Dinge, die er nur selten benutzt. Gleichzeitig wären wir oft froh, ein Werkzeug, ein Küchengerät oder eine Velopumpe ausleihen zu können. Genau das ist das Ziel des Vereins Pumpipumpe: Die verleihbaren Gegenstände sichtbar zu machen und deren gemeinsame Nutzung zu fördern. 

Das Konzept funktioniert mit Aufklebern am Briefkasten. So sieht jede Nachbarin und jeder Quartierbewohner, was er ausleihen kann. Das schafft neue Kontakte und wir müssen weniger Geräte zu Hause horten. Die gewünschten Sticker können kostenlos online bestellt werden. Einfach aufkleben und mitmachen!

Verein Pumpipumpe, Headquarter Bern und Hub Zürich, www.pumpipumpe.ch

Der Sommer ist vorbei! , von Maja Boss Der Sommer ist vorbei!

Sich vom Sommer zu verabschieden fiel dieses Jahr wohl leichter als auch schon, wir wurden ja heuer nicht gerade von ihm verwöhnt! Aber der Herbst meint es gut mit uns. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, kann mit wenig Aufwand das Gold des Herbstes zu sich in die Wohnung holen. Solche Herbstdekorationen sind hübsch ökonomisch, (Ende Saison) biologisch abbaubar und fördern erst noch die eigene Kreativität. Ab nach draussen!

In der Natur, überall.

Bring vorbei statt Take away , von Adrian Garbely Bring vorbei statt Take away

Büro-Job? Hunger, aber zuviel Arbeit für eine richtige Mittagspause? Wie wärs dann mal mit einem Sandwich von Lunchbag?

Die beiden Berner Oli und Brünu bereiten hausgemachte Sandwiches, hergestellt aus regionalen Produkten, knusprigem Brot und viel Liebe.

Zur Wahl stehen 8 verschiedene Sandwiches, die Bestellung erfolgt online. Jeden Werktag wird jeweils eines von fünf Liefergebieten in der Region Bern beliefert.

Wer Salatgurken auch ein ganz, ganz übles Lebensmittel findet, kann dies bei der Bestellung angeben.

http://lunchbag.ch/

Gump-& Drahtesel-Arbeit mit Perspektiven , von Michael Klesse Gump-& Drahtesel-Arbeit mit Perspektiven

Als buntes, multikulturelles und soziales Unternehmen integriert der Gump- & Drahtesel in Bern-Liebefeld erfolgreich Menschen in den Arbeitsmarkt und betreibt dazu eine Velorecycling- und Metallwerkstatt. Die Teilnehmenden der Arbeitsintegrationsprogramme reziklieren alte Fahrräder und produzieren aus Veloteilen wertvolle Produkte, die im Verkaufsladen "Pico Bollo" im Berner Bollwerk als sinnvolle Unikate und Sürprisen gekauft werden können.

Der G&D engagiert sich zudem mit dem Programm "Velos für Afrika" seit Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. Dort und in Partnerwerkstätten in der ganzen Schweiz werden die gesammelten Fahrräder durch Arbeitslose oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufbereitet. 

Seit 1993 sammelt, verarbeitet und exportiert "Velos für Afrika" ausgediente Drahtesel. Das Programm stiftet mehrfach Nutzen. Das Velorecycling in der Schweiz ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern fördert auch die soziale und berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. In Afrika sichern die Velos schliesslich CO 2-freie Mobilität und Einkommen. Einfach anrufen und die "ausgedienten" alten Velos werden gratis abgeholt. 

Gump- & Drahtesel, Waldeggstrasse 27, 3097 Liebefeld, www.gumpesel.com, www.velosfuerafrika.chwww.picobollo.ch

Artha Samen - Zurück zum guten Geschmack , von Michael Klesse Artha Samen - Zurück zum guten Geschmack

Die Förderung und Erhaltung der Artenvielfalt ist das erklärte Ziel der Gärtnerei Artha Samen auf der Schwand bei Münsingen. Dort werden nach biologisch-dynamischen Richtlinien rund 600 Gemüse-, Blumen-, Kräuter- und Wildpflanzensorten produziert.

Das Sortiment umfasst vorwiegend alte Sorten und Raritäten, Nischen- und Landsorten. Die Artha Samen Gärtnerei ist Biosuisse und Demeter zertifiziert. Sie sieht den Samen als kleinstes und vitalstes Formgebilde der Pflanze an, welches alles enthält was eine Pflanze definiert. Dieses Wunder der Natur gilt es für sie zu vermehren und zu erhalten. 

Da in der Saatgutbranche der Grosskonzerne durch bewusste Hochleistungszüchtmethoden unfruchtbare Samen erzeugt werden, betreibt Artha Samen eine bewusste Gegenbewegung zu diesem Missbrauch und dieser Ressourcenverschwendung und nicht zuletzt zur Erhaltung der Wildbienen.

Führungen und Kurse werden angeboten. Regelmässig findet der Wildpflanzenmärit in Bern, Thun und Eschholzmatt statt.

Gärtnerei Artha Samen, Jürg Hädrich, Schwand, 3110 Münsingen, www.arthasamen.ch

Von Kräutern und Blüten , von Michel Gygax Von Kräutern und Blüten

Vorwiegend im hinteren Teil von Zürichs Sommeroase "Frau Gerolds Garten" befindet sich der Garten. Ausgerichtet gegen Süden und etwas geschützt vom Geschehen des Rest-Areals, findet man dort mehr als 80 Hochbeete mit einer Vielzahl von Kräutern, Salaten, Gemüse, Blüten und Früchten.

Im vorderen Teil des Areals befindet sich der gastronomische Teil. Dort wird die beträchtliche Ernte verwendet. Natürlich reicht das nicht, um das ganze Quartier Mittag für Mittag satt zu bekommen. Aber immerhin!

Luzia Rodriguez und Monique Stocker bieten mehrmals jährlich einen dreistündigen und dreiteiligen Kurs zum Thema Kräuter und Blüten an.

Mit sympathischer Leichtigkeit und grosser Freude schaffen es die beiden naturliebenden Frauen, mit ihren spannenden Ausführungen zur Kräuterheilkunde und zum Kräuteranbau den Teilnehmern einen sinnvollen thematischen Überblick zu vermitteln.

www.fraugerold.ch/garten  /  garten@fraugerold.ch

Sunnybag , von Michael Klesse Sunnybag

Wenn Solarstrom aus der Umhängetasche kommt, dann hat der österreichische Erfinder und Jungunternehmer, Stefan Ponsold, seine elegante Innovation umgesetzt. 

Die Idee: Solarpaneele auf dem Taschenrücken, sammeln und speichern Sonnenenergie. Über einen integrierten Akku kann man in jedem Gelände alle modernen Helferlein unserer Tage - Handy, Laptop, Musikplayer, GPS, usw. - mit Energie aus dem tragbaren Kraftwerk speisen. Als der Akku seines Smartphones ständig leer war, kam Ponsold vor sechs Jahren auf diese Gedanken.

Ponsold, der Innovationsmangement studiert hat, schaute sich damals um, was es zu tragbaren Solarzellen in der Grösse eines DIN A4 Blattes brauchte. Er sah, was jedefrau und jedermann immer dabei hat: Rucksack, Aktentasche, Umhängetasche. Sein Bruder half ihm beim Nähen und bald war die erste Solartasche fertig.

Nachhaltigkeit ist ihm auch in der Produktion wichtig. Sunnybag setzt beim Material auf kurze Lieferwege und Recycling. Die LKW Planen kommen aus Österreich, Deutschland und Polen, die Solarpaneele aus Tirol. Anfangs wurden die Taschen nur in Graz beim ökosozialen Projekt "Heidenspass" gefertigt. Dort stellen junge Arbeitssuchende aus gebrauchten Materialien Designerprodukte her. Sunnybag verkauft mittlerweile jeden Monat 500 Taschen und Rucksäcke. Genial gedacht... und gemacht!

www.sunnybag.at, www.heidenspass.cc

Geschichten verlegen , von Michel Gygax Geschichten verlegen

Rosmarie Bernasconi - Kauffrau, Verlegerin und Astrologin - füllt mit ihrem Buchverlag "Einfach Lesen" eine wichtige Lücke in der Schweizer Verlagslandschaft: Sie veröffentlicht viele Werke von unbekannten Geschichtenerzählern und Schrifstellerinnen.

In der Buch- und Verlagswelt zählen heute vorwiegend potenzielle Verkaufszahlen und möglichst grosse Renditen. Nicht so bei "Einfach Lesen". Wer eine gute Geschichte faszinierend erzählen kann, hat bei Rosmarie Bernasconi eine faire Chance, veröffentlicht zu werden.  In den letzten 17 Jahren sind bereits rund 50 Bücher im Verlag erschienen. Oft waren es Erstlingswerke.

Im April 2006 kam zum Verlag ein Buch- und Geschenkladen an der Badgasse 4 im Berner Mattequartier dazu. Der Buchladen ist eine Mischung zwischen Verlag und Buch, aber auch Treffpunkt für Menschen.

www.einfachlesen.ch

Café und Veloladen Cooperative , von Michael Klesse Café und Veloladen Cooperative

Das Café Ambrosia und der Veloladen Velciped in Kriens zeigen seit Jahren, wie eine Cooperative zweier leidenschaftlicher Projekte funktionieren kann. 

Velociped wurde aus einer One-man Initiative als offene Werkstatt zum selber Reparieren und Konstruieren, um den Velofahrenden eine gute Service- Infrastruktur zu bieten, mit einem Minimini-Startkapital 1988 gegründet. Mit dem Willen, dem Mut und der Freude engagiert sich das Team, mittlerweile aus 20 Personen bestehend, welches geschützte Arbeitsplätze und drei Lehrstellen anbietet, weiterhin für das Velo als tollstes Verkehrs-, Reise- und Freizeitfahrzeug.

Das Café Ambosia stiess vor drei Jahren zu Velociped hinzu. Die Vinothek mit über 60 Sorten Biowein entstand, und das Velociped bekam erstmals gut heizbare Büroarbeitsplätze. Während man im Garten einen Kaffee trinkt, wird das Velo wieder flott gemacht. Kinder können im Garten spielen. Beim Mittagsmenu wird auf frische, biologische und vollwertige Zutaten geachtet. Das Café kann für Geburtstagsfeiern, Seminare, uvm. gemietet werden.

Café Ambrosia und Velociped, Luzernerstrasse 16+18, 4010 Kriens, www.velociped.ch

Aus Liebe zu Kuh und Käse , von Michael Klesse Aus Liebe zu Kuh und Käse

"Erhalten statt Wachsen" ist die nachhaltige Idee des Biokäsers Martin Bienerth in Andeer im Graubünden. Ihm ist es ein grosses Anliegen, dass die Milch direkt am Entstehungsort verarbeitet und verkauft wird. Für seine Überzeugung, dass mit jeder Milchalp, die in Graubünden aufgegeben wird, die Bergregion ein Stück ihrer Seele verliert, kämpft er mit leidenschaft-licher Zähigkeit.

Seine Kunden sollen wissen, dass Nachhaltigkeit schon im Alltag, beim täglichen Einkauf, beginnt. Dafür bezahlen sie auch gerne ein bisschen mehr. In diesem Kleinstbetrieb sind immerhin sechs Arbeitsplätze entstanden. Gegen alle Warnungen hat Bienerth, der ökologischen Landbau und Tierhaltung an der Universität in Kassel studierte, mit Leidenschaft und Beharrlichkeit sein Konzept zum Erfolg geführt und setzt auf Direktver-marktung.

In Andeer fahren die meisten Bauern nun ihre Milchkannen mit dem Handwagen in die Sennerei. Auch die Hörner dürfen die stolzen Kühe behalten. Dafür zahlt Bienerth einen Rappen mehr pro Liter Milch.

Dieser Käse und noch vieles mehr kann z.B. im Berner Bioladen Hallerladen bezogen werden. www.hallerladen.ch

Sennerei Stizun da Latg in Andeer, CH-7440 Andeer