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Walliser Egli , von Sarah Galatioto Walliser Egli

Das Abenteuer La Perche Loë begann mit einer originellen Idee: Percitech hat in Chavornay (VD) eine Methode entwickelt, bei welcher die Licht- und Temperaturverhältnisse im Jahresverlauf monatsweise in 12 Wasserbecken nachgestellt werden. So können in einem der Becken während des ganzen Jahres die Verhältnisse des Monats Mai simuliert werden. Dieser ist natürlicherweise der Laichmonat des Egli. Damit wird die Laichreife auf natürliche Weise gesteuert. Der Egli erträgt nur wenig Lärm und Licht. Stress bekommt ihm nicht. Die Setzlinge stammen aus der Brutanlage in Chavornay, danach reifen die Fische in den Aufzuchtbecken mit sauberem Bergwasser aus dem Lötschberg in Raron heran und werden dort filetiert.

Sie sind die einzigen Egli, die 100% Made in Switzerland sind – vom Rogen bis zum Filet. Es wird vollständig auf den Einsatz von Antibiotika und Medikamenten verzichtet. Gefischt wird in Raron nur auf Bestellung. Dank dem kurzen Lieferweg dauert es weniger als 48 Stunden, bis die Egli beim Besteller eintreffen. Der kurze Lieferweg und die rasche Lieferung wirken sich positiv auf die Frische und Qualität aus. Und sie sind auch ökologisch sinnvoll: weniger Foodwaste und besser für die Umwelt. Die Filets sind etwas grösser als die herkömmlichen, weil die Egli erst im Erwachsenenalter gefischt werden. Auch gekocht behalten sie ihre Festigkeit und ihre zarte Textur und eignen sich für die verschiedensten Zubereitungsarten.

Die Egli von La perche loë sind die einzigen, welche auch roh genossen werden können, weil das Quellwasser, in dem sie heranwachsen, absolut sauber und frei von jeder Verschmutzung ist und garantiert keine Parasiten enthält.

www.lapercheloe.ch 

Leihen statt kaufen , von Reto Hügli Leihen statt kaufen

Du baust ein Bett, hast aber keine Bohrmaschine? Feierst eine Party, besitzt aber keine Soundanlage? Fährst in die Ferien, aber dir fehlt ein Zelt? Kein Problem! In der «LeihBar» im Untergeschoss der Alten Feuerwehr Viktoria kannst du all das und viel mehr ausleihen.

Die LeihBar ist eine «Bibliothek der Dinge», die Gegenstände und Geräte aller Art verleiht. Es ist heute nicht mehr nötig, all die Dinge, die eh die meiste Zeit Zuhause verstauben, zu kaufen, um sie nutzen zu können. Von der Bohrmaschine über den Reisekoffer bis zum Schoggibrunnen. Bisher wurden über 100 Gegenstände gesammelt werden, mehrheitlich über Spenden.

Wie funktioniert es? Mitglieder zahlen fünf Franken im Monat und können ausleihen, so viel sie wollen. Auf der LeihBar-Website ist ersichtlich, welche Geräte verfügbar sind. Ist das gewünschte Objekt dabei, kann es abgeholt werden. Eine Befristung der Leihdauer gibt es nicht. Die Betreiber setzen darauf, dass ausgeliehen wird, was punktuell gebraucht wird.

Mehr erfahren: www.leihbar.ch

Prix herz-haft: Queersicht , von Regula Keller Prix herz-haft: Queersicht

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für Queersicht.

Seit 22 Jahren engagiert sich ein OK aus Freiwilligen für die Organisation von Queersicht, dem Berner LGBTI-Filmfestival. Es ist damit das älteste Festival seiner Art. In verschiedenen Kinosälen der Stadt kann der cinephile Mensch einen Einblick ins queere Filmschaffen erhalten. Dieses Jahr geht der kleine, feine Anlasse vom 8. bis 14. November über die Bühne. Die Vorbereitungen begannen bereits im Frühling, wenn auch gemächlich. Es müssen die Filme fürs Programm organisiert, Sponsoren für die Finanzierung aufgetrieben sowie Orte und Inhalte für das Rahmenprogramm organisiert werden.

Wer ins OK einsteigt, dem wird einiges an Sitzleder abverlangt, müssen doch sämtliche Filme angeschaut und für jeden abgeschätzt werden, ob er ins Programm passt. Die Kurz- und Langfilme geben einen Einblick ins Leben von LGBTI-Protagonist_innen, ihren Ängsten und Problemen, aber auch ihren Freuden und Glücksmomente. Die Diversität der LGBTI-Community soll sich im Programm wiederspiegeln. Keine leichte Aufgabe, welche aber von den 16 ehrenamtlichen OK-Mitgliedern jedes Jahr von Neuem mit viel Engagement und Gestaltungswillen in Angriff genommen wird. Auch dieses Jahr ist ein spannendes Programm entstanden.

Queersicht Nr. 22, 8. bis 14. November 2018, www.queersicht.ch

Ein neuer Dorfladen , von Sarah Galatioto Ein neuer Dorfladen

Seit einem Jahr fahre ich fast täglich daran vorbei  - und sah, wie langsam Leben einzog in der alten Filiale der Jägerbäckerei, welche nach 44 Jahren wegen fehlender Rentabilität, an der Dorfstrasse in Mittelhäusern schloss. Kleinere Gemeinden verlieren immer häufiger ihre Dorfläden. Die Konkurrenz durch Grossanbieter und das veränderte Kaufverhalten der Kunden machen die kleinen Läden obsolet.

Das Dorf Mittelhäusern wehrt sich allerdings dagegen und gleiste nun in Eigeninitiative einen ­neuen Gemeinschaftsladen auf. Ziel war es, mindestens 100 Mitglieder für den Trägerverein zu gewinnen. Dies wurde sogar übertroffen. Die Mitglieder verpflichteten sich zudem, an der Gründungsversammlung je 100 Franken in die Vereinskasse einzuzahlen für die Startphase. Aktuell garantiert der Laden primär die Grundversorgung der Dorfbevölkerung mit ­Lebensmitteln sprich vor allem mit frischem Brot, Milchprodukten und Gemüse aus der Region. Es ist sicher eine Herausforderung, aber ich bin überzeugt, dass das Konzept funktioniert. Das Beteiligungsmodell ist sehr interessant, dynamisch und offen für weitere spannende Produkte.

dorfladenmittelhaeusern.wordpress.com

GmüesEsel , von Sarah Galatioto GmüesEsel

Anbau und Verarbeitung mit Sinn: der GmüesEsel! Vom Anbau bis zum Endprodukt produziert er mit möglichst einfachen Hilfsmitteln Nahrungsmittel; dabei arbeitet er vor allem mit Muskelkraft. Im produktiven Fitnessraum (an der Erlachstrasse 5 in Bern) wird mit Fitnessgeräten und der Muskelkraft der Trainierenden u.a Mais und Hartweizen gemahlen und Samen gepresst. Die Rohstoffe stammen grösstenteils aus dem eigenem Anbau. Es stehen Gratis-Fitness-«Geräte» parat; jeden Mittwoch und Donnerstag von 17 bis 20 Uhr stehen sie allen Interessierten zur Verfügung. Rund ein Viertel der produzierten Menge kann mitgenommen werden.

Der Hintergrund der Idee des Gmüesesels ist die Verbesserungsfähigkeit der heutigen Lebensweise, welche unter anderem durch Konsum und Energieverbrauch nicht nur schöne Fäden in die ganze Welt zieht. Mit diesem etwas anderen Berner Fitnessprogramm sollen Wege für die Grundnahrungsmittelproduktion gesucht werden, die für die Gesundheit, die Mitmenschen und die Umwelt zukunftsträchtig sein könnten.

www.gmüesesel.ch

Unverpackt in die Zukunft , von Michel Gygax Unverpackt in die Zukunft

Heute verbrauchen wir mehr als dreimal so viele Ressourcen als die Erde bereitstellen kann. Lebensmittelverschwendung und unnötiges Verpackungsmaterial machen einen Grossteil davon aus. Das Team von Palette Bern will das ändern: An der Münstergasse 18 in der Berner Altstadt kauft man nur soviel wie benötigt. Unverpackt und abgefüllt in einen Mehrwegbehälter. So lokal wie möglich – so global wie nötig. Nach diesem Motto suchen die idealistischen Betreibenden aus, was in die Behälter kommt.

Innovative Produkte von lokalen Herstellern zuerst, beim übrigen Sortiment werden die Produktionsbedingungen sorgfältig überprüft. Sie legen Wert auf eine umweltverträgliche Produktionsweise und faire Arbeitsbedingungen. Bring also dein eigenes Gefäss mit, beispielsweise ein Vorratsglas oder einen Stoffsack oder wähle im Laden ein passendes Gefäss aus und fülle es mit einem Produkt deiner Wahl.

www.palette-bern.ch

Prix herz-haft.ch: Theater Central , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: Theater Central

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für Theater Central.

Seit mittlerweile einer Dekade bringt das kleine Berner Kollektiv jedes Jahr ein Stück auf die Bühne. In der Regel sind es Werke, die in der Schweiz oder gar im deutschsprachigen Raum noch nicht zu sehen waren. Theater Central lädt mit seinen Inszenierungen das Publikum stets dazu ein, sich auf die Protagonisten und ihre Geschichten einzulassen: auf ihre Meinungen und Absichten, ihre emotionalen Hochs und Tiefs, ihre mitunter schmerzlichen oder freudigen Erkenntnisse und Erlebnisse. Das ist oftmals berührend und lässt einen für eine Weile nicht mehr los.

Theater Central will die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregen und ihnen wunderbare Theaterabende bescheren. Das gelingt ihnen, indem sie jede Produktion von der ersten Idee, über das kreative und kommerzielle Schaffen, dem Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile, bis hin zum letzten Vorhang lustvoll und mit viel Leidenschaft realisieren.

Theater Central, www.theater-central.ch

Prix herz-haft.ch: BAAS - Be Aware And Share , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: BAAS - Be Aware And Share

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für BAAS.

«Sei achtsam und teile»: BAAS - Be Aware And Share hilft Menschen in Not, schafft kulturübergreifende Beziehungen und trägt aktiv zu gesellschaftlicher Integration bei. Die unabhängige, gemeinnützige Hilfsorganisation ist im Ausland und in der Schweiz tätig, um Menschen in Not zu unterstützen und zur Integration beizutragen. Der Weg zu einer friedlichen Gesellschaft und gegenseitiger Integration führt nur über direkte Unterstützung für Menschen in Not und ein breites Bewusstsein für die Bedürfnisse aller Gesellschaftsmitglieder. BAAS ist dort tätig, hilft und informiert, wo sie am meisten gebraucht wird – mit Fokus in der Arbeit für Kinder und deren Bildung.

Alle BAAS-Projekte in Krisengebieten und auch die Informations- und Sensibilisierungsarbeit in der Schweiz sind nur durch engagierte Freiwillige möglich. Menschen aus aller Welt und mit verschiedensten Hintergründen setzen sich gemeinsam für Menschen in Not, für eine mitmenschliche Gesellschaft und für kulturübergreifende Beziehungen aktiv ein. Die Arbeit von BAAS zeigt auf, wie viel zivilgesellschaftliches Engagement bewirken kann, wenn sich Einzelne zusammenschliessen und akute gesellschaftliche Probleme selbst angehen.

BAAS - Be Aware And Share, Postfach, 4000 Basel, www.baas-schweiz.ch

Prix herz-haft.ch: Heitere Fahne , von Regula Keller Prix herz-haft.ch: Heitere Fahne

Die KG Gastrokultur GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich und unterstützt deshalb Menschen, die tolle ehrenamtliche Kulturarbeit leisten. Dies mit einem einmaligen finanziellen Zustupf, dem Prix herz-haft.ch - zum Beispiel für die Heitere Fahne.

Die Heitere Fahne bietet seit 2013 ein wöchentliches Programm aus Kultur, Sozialem und Gastronomie in der ehemaligen Brauereiwirtschaft in Wabern. Das Team arbeitet mit Kulturbetrieben, Akteuren aus der Theater- und Kulturszene sowie Sozialinstitutionen von nah und fern zusammen. Der inklusive Charakter des Ortes ist geprägt durch die Mitarbeit und Offenheit von Projekten für Menschen mit und ohne Behinderungen, für Menschen mit psychischen Fragezeichen, für Kinder und Jugendliche, Asylsuchende sowie Menschen, die sich in sozial schwierigen oder abhängigen Situationen befinden.

Mittlerweile finden über 75 Veranstaltungen pro Jahr statt. Darunter das Benefizfestival Gugus Gurte mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen sexy Freundinnen und Freunden, vom 11. bis 14. Juli.

Heitere Fahne, Dorfstrasse 22/24, 3084 Wabern, www.dieheiterefahne.ch

Parkonia - Kultur ohne Kommerz , von Michel Gygax Parkonia - Kultur ohne Kommerz

Die Geschichte von Parkonia begann im Mai 2017 mit einer verrückten Vision eines kommerzfreien Kulturfestivals. Die Idee, mit nur einem Monat Vorbereitungszeit ein dreieinhalbwöchiges Openair-Festival in die Stadt Bern zu zaubern, ist auf Anhieb und Dank unbürokratischer Unterstützung der Berner Behörden gelungen. Ein Festival für alle Daheimgebliebenen, die aus finanziellen, zeitlichen oder körperlichen Gründen nicht verreisen können. Ein Festival mit freiem Eintritt und ohne Konsumationspflicht. Und das mitten im vergessenen grünen Zentrum der Stadt Bern - im Kocherpark.

Mit viel Fronarbeit, Herzblut, Leidenschaft und über 8000 Besuchern ist dies erfolgreich gelungen. Deshalb entschied das Parkonia-Team das Festival auch im 2018 vom 7. bis am 27. Juli durchzuführen. Trägerverein ist «Ohne Bourdieu». Ein Zusammenschluss junger Berner Kulturschaffender. Das Programm wird wieder breit gefächert sein und umfasst beispielsweise Theatervorstellungen, Graffiti-Kurse, Lesungen, Tanzkurse, Kinderdiscos, Cocktaildegustationen, Lachyoga, Holzschnitzen, eine grosse Tauschbörse und diverse Konzerte. Wir sind begeistert und freuen uns auf den Sommer im Kocherpark!   

www.parkonia.ch