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Blühendes Alpenrösli , von Maja Boss Blühendes Alpenrösli

Drei in einem erweckt meistens meine Zweifel, ich suche den Haken an der Sache. Hier gibt es aber keinen: Das Alpenrösli – die ehemalige Kulturbeiz gleich neben dem legendären Café Bar Mokka an der Allmendstrasse in Thun - ist Atelier, Boutique und Bistro in einem und auch das Fundbüro der Stadt hat hier seinen Sitz.

Die vor gut einem Jahr eröffnete Lokalität im unscheinbaren Haus aus den 1880-er-Jahren bietet Sozialhilfebeziehenden eine befristete Beschäftigung an. Aus Materialien wie Papier, PET oder Textilien fabrizieren sie originelle Geschenkartikel, Wohn- und Kinderaccessoires, Portemonnaies, Taschen, Dekoartikel... Auf Wunsch werden auch Kleider geflickt oder umgeändert. 

Und auch wer kein Geschenk nötig hat, ist nicht fehl am Platz: Im gemütlichen, ruhigen und stilvoll eingerichteten Bistro geniesst man mit viel Liebe Hergerichtetes - vom Znüni bis zum Zvieri- und herrlichen Kaffee. Das Bistro legt zudem Wert auf Regionalität und saisonale Spezialitäten.  

Atelier Boutique Bistro Alpenrösli, Allmendstrasse 6, 3600 Thun; 033 225 89 25; alpenroesli@thun.ch; onlineshop

Wer's peilt der teilt , von Maja Boss Wer's peilt der teilt

Ungefähr ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel landet im Abfall obwohl sie noch geniessbar wären; und zu den „Haupttätern“ gehören Haushalte wie deiner oder meiner. Dies ist eine erschreckende Tatsache, von der wir zwar mittlerweile alle wissen, doch was können wir selbst dagegen tun? Das fragte sich auch Tessa Cook – eine der beiden Gründerinnen von OLIO. Sie hatte ihr Schlüsselerlebnis vor gut drei Jahren als sie ihre Wohnung in der Schweiz auflöste um zurück in ihre alte Heimat in die UK zu reisen. Trotz gutem Willen hatte sie es nicht geschafft alle ihre Vorräte aufzuessen, ihre Nachbarin war in den Ferien und wem sollte sie nun die einwandfreien Lebensmittel übergeben? Warum gibt es nicht eine App, welche zeigt, mit wem geteilt werden könnte? Diese Idee liess Tessa nicht mehr los. Zusammen mit Saasha Celestial-One kreierte sie OLIO. Die kostenlose App ermöglicht es, Lebensmittel mit Menschen in der Nähe zu teilen, damit sie nicht weggeworfen werden müssen. Eine App die unterstützt werden sollte und umso erfolgreicher werden kann – je öfter sie geteilt und verwendet wird...

https://olioex.com/

Wasser für Wasser! , von Michel Gygax Wasser für Wasser!

Wasser für Wasser (WfW) ist eine junge, gemeinnützige Organisation, die mit Schweizer Gastrobetrieben den täglichen Umgang mit Wasser neu definiert und das Spenden für Wasserprojekte in den Alltag integriert. Mit Schweizer Spendengeldern ermöglicht WfW im südostafrikanischen Staat Sambia Trinkwasserzugang und Berufsbildung im Wassersektor. Die Umsetzung der Projekte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen. 

Die Berner Gastrobetriebe Du Nord und Eiger setzen seit Anfang Oktober auf das WfW-Green Konzept. Dabei verzichten Sie im Sinne der Nachhaltigkeit auf Markenwasser aus der Flasche und schenken stattdessen hauseigenes Leitungswasser aus; frisch gezapft und gut gekühlt, mit oder ohne Kohlensäure versetzt. Ein Teil des Wasser-Umsatzes geht an die WfW-Projekte in Sambia.

www.wasserfuerwasser.ch

Pullis für Bergler , von Maja Boss Pullis für Bergler

Textilien zu kaufen, die ethnische aber auch umeltverträgliche Kriterien erfüllen, ist eine immer wiederkehrende Herausforderung. Etwas Abhilfe schafft Marianne Lehner aus dem Toggenburgischen Hemberg. Mit Schweizer Bergsilhouetten - aber auch Bergsport- und Alpentiersujets sind zu finden - vertreibt sie sportliche und dennoch filigran gestaltete Pullis und T-Shirts. Jedes ihrer Kleidungsstücke ist Handarbeit, wo immer möglich verwendet sie Produkte aus biologisch produzierten oder rezyklierten Materialien, sowie aus fairem Handel und für den Siebdruck ungiftige Farben. Jeder Berg und jedes Bergpanorama ist einzigartig, steht auf ihrer Homepage, was durchaus auch für ihre Kreationen gilt.

Zweites Leben für Apple-Produkte , von Reto Hügli Zweites Leben für Apple-Produkte

Sie spalten meine Freunde in Pro und Contra. Beide Lager haben warten mit nachvollziehbaren Argumenten auf. Man mag über iPhone, iPad und Mac geteilter Meinung sein, zwei Dinge stehen fest: Apple-Produkte sind teuer ‒ und langlebig.

Diese Eigenschaften haben sich Basler Jungunternehmer zu Nutze gemacht und Revendo gegründet. Denn Wiederverwenden ist nachhaltiger als Recycling.

Du willst dein altes Apple-Gerät loswerden? Klick dich auf der Revendo-Website zum MacBook-, iMac-, iPhone- oder iPad-Modell durch, das du verkaufen willst. Du beantwortest Fragen zur Akkukapazität, zum Display- und Gehäuse-Zustand, Tastaturlayout usw. Findest du den offerierten Preis interessant, verschickst du dein Gerät portofrei. Revendo prüft deine Angaben zum Zustand und das erhaltene Gerät. Stimmt alles, bekommst du innerhalb einer Woche das Geld.

Die erhaltenen Geräte werden gesäubert, neu installiert, auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt und mit sechsmonatiger Garantie wieder verkauft ‒ auf der gleichen Website. Oder in einem der Läden in Basel, Zürich, Dietikon und Bern (Bollwerk 17/19).

www.revendo.ch

Tierisch menschlich , von Maja Boss Tierisch menschlich

Sjoukje Benediktus’ einzigartiges Alpentheater zeigt vor wunderbarer Waldbühne Tiere in menschlicher Gestalt: Liebenswerte aber auch verführbare Kreaturen Profit, Gier und Anerkennungsdrang ergreifen die scheinbar friedliche Tierschar. Was dem Publikum zuerst Lach- und dann Sorgenfalten ins Gesicht zeichnet. Die Fabel mit Tiefgang wird musikalisch grossartig untermalt von der Band Sulp.

Nach vier Freilichttheatern mit Laienschauspielern in den Jahren 2011 bis 2015 und einer Kleintheater-Produktion im 2016 wird das Alpentheaterteam zum ersten Mal von professionellen Darstellenden unterstützt und erfüllte sich mit der Winterproduktion im Zirkuszelt einen Traum.

Das Alpentheater spielt sein Stück "Tierisch kalt" im wohlig warmen Zirkuszelt in Kiental noch bis zum 4.März 2017. Vorvekauf

Erstes Charity Jassturnier , von Karin Müller Erstes Charity Jassturnier

Gutes tun kann Spass machen! Nach dem Pingpong-Turnier auf dem Bahnhofsplatz im Oktober organisiert der Verein Hiufspaket am 14. Januar das erste Charity Jassturnier.

Der Erlös geht an REFY (Logistik für Kleider) und BAAS: be aware and share (Schule in Chios) und an die Ziegler-Freiwilligen zur Unterstüzung der Einrichtung ihres Cafés im Flüchtlingzentrum.

Der Verein wünscht sich 100 Jassende. Für 25 Franken Startgeld gibt's 5 Runden Schieber. Anmeldeschluss ist der 9. Januar 2017 (info@hiufspaket.ch oder SMS auf 079 873 85 71). Auch für Kulinarisches und Getränke wird gesorgt - allerdings sind Getränke und Speisen nicht im Startgeld inbegriffen.

Wer lieber arbeitet als jasst - das gibt es tatsächlich! -, kann sich ebenfalls melden. Es werden Helferinnen und Helfer gesucht.

Bei diesem Turnier verliert nur, wer nicht mitmacht. See you there!

Honig u so , von Maja Boss Honig u so

Oft geht es vergessen: Die Biene ist eines unserer wichtigsten Nutztiere. Sie ist für mindestens 80 Prozent der Bestäubung heimischer Blütenpflanzen verantwortlich oder anders gesagt: Einheimisches Obst, Wildpflanzen und verschiedene Gemüsesorten können nur wachsen und in ihrer Vielfalt gedeihen wenn die Honigbiene ihre arbeitet rechtzeitig und gründlich macht. Dazu braucht es Imker, wie z.B. Roman Lauper aus Jegensdorf, welche diese grosse Arbeit mit Enthusiasmus und Herzblut in Angriff nehmen. Doch die Honigproduktion allein ist Roman nicht genug: Mit seiner kleinen Imkerei „Honig & so“ startet er im Frühjahr 2017, sobald es wieder brummt und summt auf unseren Wiesen, sein Startup.

Nicht nur die Bienen will er glücklich machen, sondern auch die Menschen: Das soziale Engagement ist ihm in vieler Hinsicht wichtig, seine Bienenkästen lässt er in der geschützten Werkstatt herstellen und spannende Sozialprojekten für Schule und psychisch wie auch physisch beinträchtigen Menschen , Asylbewerber, Jugendliche und Kinder sind ein Schwerpunkt von „Honig & so“. Um die Projekte zu finanzieren setzt er auf Crowdfunding und freut sich natürlich auf Unterstützung. Und last but not least: Warum nicht (vielleicht gar zu Weihnachten) in eine Bienenpatenschaft investieren und den Honig von der eigenen Biene geniessen?

www.honiguso.ch

Provisorium 46 , von Sarah Galatioto Provisorium 46

Das Provisorium 46 ist ein Begegnungsort mit Ambiente für alle – vielen Bernerinnen und Bernern bekannt als das ehemalige legendäre Länggassstübli. Inklusion hat das Ziel: eine Gesellschaft zu fördern, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann. Das Thema Behinderung wird ins Zentrum gerückt  und jungen Menschen mit Behinderung wird die Möglichkeit gegeben, effektiv ein Teil in der Gesellschaft zu sein. Die Gesellschaft soll auf ungezwungene Weise sensibilisiert und das Selbstbewusstsein der jungen Menschen gefördert werden, indem sie ihre Fähigkeiten im Bereich Arbeit und Sozialraum erweitern.

Das 10-jährige Engagement für die Inklusion zeigt, wie wichtig die Themen Sozialraum und Partizipation für junge Menschen mit Behinderung sind - und dass es ihnen an öffentlich zugänglichen, attraktiven Arbeits- und Wohnmöglichkeiten fehlt, nicht nur in der Hauptstadt. Das Provisorium 46 begleitet junge Menschen mit Behinderung, sozialer Auffälligkeit und junge Langzeitarbeitslose, damit sie wieder Fuss in der Arbeitswelt und dem Sozialraum fassen können. Durch das Mitwirken im Provisorium 46 werden sie auf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Im September 2016 wird das Provisorium 46 als Restaurant und Bar mit Charme wieder eröffnet.

www.provisorium46.chwww.blindspot.ch

CafEtcétera , von Maja Boss CafEtcétera

Die Stiftung TACAPAD arbeitet seit 2014 mit jungen Erwachsenen mit einer Behinderung in Cuenca, Ecuador. Sie lernen kochen, lesen und schreiben, gehen einkaufen, machen Musik, zeichnen und werken und lernen ihre Rechte kennen. In geschütztem Rahmen stellen sie didaktisches Material und Weihnachtskarten her. Sie erhalten dafür einen kleinen Lohn, der es ihnen ermöglicht, ihre - zumeist sehr arme - Familie mit zu unterstützen. Damit das Atelier weiter bestehen kann, ist es auf Spenden angewiesen. 

 Aus diesem Grund öffnet am 13. August während einem Tag die Cafeteria „Cafetcetera“ in Basel seine Türen. Kaffee und Kuchen, Snacks und ecuadorianisches Kunsthandwerk werden zum Verkauf angeboten. Der ganze Erlös kommt der Stiftung TACAPAD in Ecuador zugute. 

www.etceteracuenca.wordpress.com; Wann und wo: 13. August 2016, 13.00 – 20:00 Uhr, Mittlere Strasse 42, Basel