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Photo+Klang+Reisen , von Sophie Frei Photo+Klang+Reisen

Wer im Februar Fernsucht verspürt und gerne mal wieder in andere Länder abtauchen würde, der sollte die intermediale, audiovisuelle Performance Photo+Klang+Reisen in der Nydeggkirche in Bern nicht verpassen. Bei der aussergewöhnlichen Veranstaltung verbinden sich Bild, Klang und Raum zu einem sinnlichen Erlebnis für Auge, Ohr, Geist und Seele.

Von Bildsequenzen aus einem kleinen Urwald bei Basel, über atemberaubende isländische Fjord-, Eis- und Berglandschaften, bis hin zur Wüste und der pulsierenden, farbenfrohen Welt Marokkos, werden die Bilder von live gespielten Klangkompositionen und Gesang begleitet.

Die Vorstellung findet einmalig am Freitag, den 13. Februar um 20 Uhr in der Nydeggkirche in Bern statt. Der Eintritt ist frei – Kollekte.

Photo+Klang+Reisen, Freitag 13. Februar 2015, 20 Uhr, Nydeggasse, Nydeggkirche Bern

Rast: Raum für kulturelle Vielfalt , von Patrik Zeller Rast: Raum für kulturelle Vielfalt

Es gibt Entsetzte, die sich untätig darüber beschweren, sie würden jeglichem Freiraum beraubt. Es gibt Matadoren, die seit Jahren ihr ordentlich funktionierendes Programm verwalten. Und es gibt Menschen, die an neuen Lösungen zur kulturellen Vielfalt in Bern arbeiten, zum Beispiel das Projekt Rast.

Rast versteht sich als nomadische Plattform, die ungenutzte Räume erschliesst und so Bewegung und Austausch in der Kulturlandschaft fördert. Jedes gefundene Plätzchen bietet Raum für neue Experimente: von Speeddating über ad hoc-Bars in leer stehenden Gewerberäumen, Konzerten auf Dächern bis hin zu Ludo-Schänken und Pétanque im Park: Es hat für alle etwas dabei. 

Nicht zu vergessen ist der digitale Knotenpunkt Raum.Rast.Be, auf dem unkompliziert (temporär) leer stehende Räume und Liegenschaften gesammelt und für weitere Taten entdeckt werden. 

Zu Idee, Elan und Engagement des fünfköpfigen Teams bleibt mir nur ein Wort: Chapeau! (WDH)

Rast im Web: www.rast.be

Schaufenster , von Stefan Hugi Schaufenster

In Bern gibt es Un-Orte. Einer davon ist das Bollwerk. Ein Spaziergang entlang der Strassenschlucht ist jedenfalls wenig erbaulich. Schon mal das Trottoir auf Bahnhofseite benützt? Eben. Alles andere als schön. Doch seit 9. Januar belebt dort das Kunstprojekt «Transform» die verlassenen SBB-Räumlichkeiten im Parterre des Gebäudes am Bollwerk 12.

Kunstschaffende aus verschiedenen Sparten setzen sich mit dem Raum und seiner Umgebung auseinander und nutzen ihn als Bühne für Installationen, Konzerte und Performances. So entsteht eine Art Showroom. Wer an der grossen Fensterfront vorbeigeht, ist eingeladen, stehenzubleiben und teilzuhaben. Fast täglich lässt sich Neues entdecken. Die vierte Versuchsanordnung von Transform dauert bis am 13. Februar 2015.

Transform, Versuchsanordnung 4, www.transform.bz oder www.facebook.com/transform.bz

Zeit für Grosses! , von Stefan Hugi Zeit für Grosses!

Medea. Was für eine Frau: Königstochter. Verliebt sich in einen Helden und folgt ihm in blinder Liebe. Wird vom Helden heldenhaft sitzen gelassen. Tötet ihren Bruder, ihre Nebenbuhlerin und schliesslich ihre Kinder. Grosses Drama!

Diesem Stoff hat sich «Faust Gottes» angenommen. Faust Gottes ist ein Kollektiv von Berner Studierenden und Kulturschaffenden, die - nach eigener Aussage - nicht die Faust im Sack machen sondern kräftig auf die Bretter, die die Welt bedeuten, hauen wollen. Und das gelingt ihnen mit diesem griechischen Epos auf prächtige Art und Weise.

Medea ist vergnüglich, schmissig und beeindruckend umgesetzt. Unterstützt vom Orchester Campo fiorente und dem Chor Suppléments musicaux, beweist Faust Gottes, dass grosses Theater auch abseits der Bühnen des Stadttheaters möglich ist.

Faust Gottes spielt Medea noch am 10. und 11. Januar im Tojo Theater - www.faustgottes.ch

Härdöpfeler , von Maja Boss Härdöpfeler

Beim Wort Härdöpfeler nur an Hochprozentiges zu denken, ist weit gefehlt. „Härdöpfeler“ gibt’s auch auf der Bühne, vollkommen nüchtern. In einer Improtheater-Show spielen jeweils drei Mitglieder des Berner Theaters TAP (Theater am Puls) mit viel Enthusiasmus um die Gunst des Publikums: Gewinnen kann, wer mit Charme, Witz, Gesten und Schlagfertigkeit „den Puls“ des Publikums spürt und dieses für sich begeistern kann. Begleitet von musikalischen Einlagen erwartet einem ein einmaliger Abend zum herzhaft Mitlachen. 

www.la-cappella.chwww.theaterampuls.ch

Liebe und Zufall , von Eleni Meyer Liebe und Zufall

Der neue Film "Liebe und Zufall" von Fredi Murer ist ergreifend, morbid, echt, fantastisch und geht unter die Haut.

Eine Geschichte, wie sie wirklich passieren kann, so erzählt, dass einem die kleinen Wunder im Leben das Herz beben lassen. Die Darsteller sind mit ihren Rollen verwachsen und wir erkennen die Figuren aus unserem Leben: auf der Strasse, in der Migros, auf der Parkbank und am Bahnhof, aus den Sternstunden unseres eigenen Lebens.

Schauspielerisch hervorheben möchte ich Sibylle Brunner und Silvana Gargiulo. Sie verkörpern ihre Rollen perfekt. Die Geschichte ist inspiriert vom Vermächtnis Fredi Murers Mutter.

www.vegafilm.com/titel/liebe-und-zufall-2014

Mir stinkt das Glück , von Maja Boss Mir stinkt das Glück

Marjolaine Minot spielt die liebenswürdige, schrullige, auch etwas skurrile Claudine, welche alleine in einer kleinen Wohnung, vollgestopft mit Büchern und mit weiteren von ihr geliebten Gegenstände, haust. Ihr stinkt das Glück, weil es immer dort ist, wo man selber nicht ist. Und doch scheint sie ihres inmitten ihrer Wohnung gefunden zu haben. Eine tragische „Ein-Schauspieler-Komödie“ mit viel Charme und Poesie über eine eher ruppige alte Frau unter deren Weste, viel Menschlichkeit steckt.  Brillant gespielt von Marjolaine Minot.

Marjolaine Minot wurde in Frankreich geboren, ist ausgebildete Clownin und Wahlbernerin.   

www.marjolaine-minot.com

Rock'N'Roll!! , von Karin Müller Rock'N'Roll!!

Allzuhäufig passiert es mir ja heutzutage nicht mehr: DeepPurple bewirkt's nach wie vor und auch LedZeppelin; Lenny Kravitz hat's mit einigen Songs geschafft. Und nun, Ende des Jahres 2014, Call Me Ramsey! Die 5 jungen Herren aus Bern spielen so richtig schönen, dreckigen Gitarrenrock, bei dem man sofort die Stereoanlage aufdreht und die Luftgitarre zückt, wie zu alten Zeiten.

Es gibt sie seit über zehn Jahren, aber jetzt gibt es sie dann auf Platte. Am 14. November taufen sie ihr Debut "Too Stubborn To Please" in der Turnhalle im Progr. Lasst uns alle hingehen und einer Band zujubilieren, die jeglichen Modeströmungen zu trotzen scheint und das spielt, was ihnen Spass macht und gefällt.

Und wer die dickköpfigen Jungs im Gegensatz zur Berner Kulturförderung ein bisschen unterstützen möchte, kann das auf wemakeit.com tun. 

www.callmeramsey.ch

Entspannt rotieren , von Sarah King Entspannt rotieren

Auf die kälteren Tage hin ein entspannender Tipp: "Lomi". Der Name lässt es erahnen: lang, voll und sanft. In diese Richtung entwickeln sich Körper und Seele während zwei Stunden hawaiianischer Massage. Wie sich das anfühlt? Als hätten Hände Augen. Unweigerlich entdecken sie jede angespannte Muskelfaser, erspüren steife Gelenke und machen selbst die eine oder andere Seelenblockade ausfindig. Sie streichen von Kopf bis Fuss, lassen Bänder und Sehnen wachsen, Gelenke rotieren, und geben jedem der 34 Rückenwirbel einen Moment lang das Gefühl, er sei einzigartig. Und der Kopf? Der räumt sich derweilen auf, stellt seine Gedanken auf die Seite, vergisst sich selbst, bis er meint, er döse am Meer, 27 Grad, die Wellen rauschen, selbst wenn die zwei Stunden um sind.

Die Lomi-Massage bietet Andreas Hänzi in seiner dezent, aber liebevoll eingerichteten Praxis in der Länggasse an. Für seine Arbeit verwendet er ausschliesslich Bio-Produkte. Raumtemperatur und Musik passt er den individuellen Bedürfnissen an.

www.andreashanzi.ch.

Stadtgemüse , von Sophie Frei Stadtgemüse

Bis zum 2. November 2014 ist die Sonderausstellung zum Thema Stadtgemüse für Menschen mit und ohne grünen Daumen im Museum Mühlerama, in der Mühle Tiefenbrunnen in Zürich noch geöffnet.

Urban Gardening-Projekte spriessen weltweit aus dem Boden: Eine Bewegung rund um das Säen, Anpflanzen und Ernten von Pflanzen auf öffentlichen städtischen Grünflächen, in Schrebergärten, auf Dächern oder auf dem eigenen Balkon.

In der Ausstellung in Zürich erzählen begeisterte StadtgärtnerInnen auf einem Hörspaziergang von ihren Erfahrungen, es gibt einen Hofgarten mit fast 100 Gemüsesorten sowie geheimnisvolle und bedrohte Samen zu entdecken. Wer möchte kann zum Schluss selbst aktiv werden, einen Samen pflanzen und ihm zu Hause beim Wachsen zusehen!

Museum Mühlerama: Ausstellung Stadtgemüse