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Echte Unmutsbekundung! , von Michel Gygax Echte Unmutsbekundung!

Das brandneue, hochwertige und analoge Magazin Dislike ist gesammelter und purer Unmut. Es bildet einen Kontrast zur Kurzlebigkeit der digitalen Medienlandschaft und gibt Ablehnung und Widerwillen eine Plattform. Das Magazin erscheint jährlich als ein Zeitdokument, das gegenwärtige Phänomene, Trends und Tendenzen dokumentiert und wird von den drei Berner Frauen Rebekka Gerber, Sarah Pia und Katja Zellweger herausgegeben. Darin lassen bekannte und unbekannte Autoreninnen und Künstler ihrem Unmut freien Lauf.

Ausstellung bis am 18. Mai 2014 im Kornhausforum Bern und ab 14. bis am 21. Mai im Kulturbüro Bern.

www.dislikemagazin.ch

Fotos ab ins Fotoalbum! , von Patrik Zeller Fotos ab ins Fotoalbum!

Ihr fragt euch, weshalb ihr alte Fotos seltener anschaut als früher, obwohl es doch ab und zu ganz schön ist, mit Momentaufnahmen in der Vergangenheit zu schwelgen? Der Hauptgrund könnte darin liegen, dass die Bilder in der hintersten Ecke eurer externen Festplatte ruhen und nicht in einem Fotoalbum im Regal stehen. 

Tipp: Macht euch einen schönen Abend mit euren in Bild festgehaltenen Erinnerungen. Sortiert die Bilder, wählt die besten 30 aus und bestellt sie beim Fotoservice eures Vertrauens. Klebt sie am Wochenende darauf in ein ansprechendes Buch, schaut sie schmunzelnd durch und stellt es im Regal an eine gut sichtbare Stelle. Es hilft!

Face of berne , von Michael Klesse Face of berne

Im Hinblick auf weitere Ausländerdebatten möchte der Bildhauer Andreas Wiesmann aufzeigen, wie interessant, vielfältig, bereichernd und farbenfroh das Gesicht der Stadt Bern dank internationaler Durchmischung geworden ist.

Auf grossen Holzplatten schneidet er mit seiner Motorsäge Portraits von BewohnerInnen Berns mit Wurzeln in anderen Kulturen oder Nationen. Geplant sind ca. 50 Holzschnitte. Eine erste Aktion fand bereits am 8.02, dem Vortag des Abstimmungssonntages zur Masseneinwanderungsinitiative, unter den Arkaden des Kornhauses statt. Sie sollen der Zuwanderung ein Gesicht geben und sind ein Statement und Plädoyer für die multikulturelle Gesellschaft.

Die gesamte Serie zeigt er im Rahmen der Antirassismuswoche der Stadt Bern vom 21.-30. März in der Wifag. www.awiesmann.ch/face-of-berne/

Bewässerung der Bildungswüste , von Sabine Guggisberg Bewässerung der Bildungswüste

Nach den Filmen WE FEED THE WORLD und LET`S MAKE MONEY schliesst Erwin Wagenhofer seine "Triologie der Erschöpfung" mit dem Dokumentarfilm ALPHABET ab. Wagenhofer begreift das Thema "Bildung" sehr viel umfassender und radikaler als dies üblicherweise geschieht. Sein Film geht weit über die Diskussion um Schülerstress und Leistungsdruck hinaus. Wagenhofer sieht in der Bildung den Schlüssel zu einer anderen Gesellschaft. Sein Film macht Mut ganz andere Wege zu gehen!

Wie wir die Welt gestalten, hängt davon ab, wie wir sozialisiert und gebildet wurden, welches "Alphabet" wir übergestülpt bekommen, mit dem wir dann in die Welt hinaus gehen. Ein Film über Bildung - Verbildung - Unbildung oder von der Möglichkeit, alles ganz anders zu machen.

Aufrüttelnd - inspirierend - berührend & echt sehenswert! Läuft nur noch kurze Zeit in unseren Kinos. In Bern im Camera um 18:15Uhr

www.alphabet-film.ch, www.schule-der-zukunft.org

Bähnli- und Skilift-Quiz , von Adrian Garbely Bähnli- und Skilift-Quiz

Wie gut kennen Sie eigentlich die Schweizer Standseil-, Luftseil- und Gondelbahnen, Sessel- und Skilifte?

geo.admin.ch ist die Geoinformationsplattform der Schweizerischen Eidgenossenschaft innerhalb der Bundesverwaltung. Als Anwender können Sie hier direkt auf Geoinformationen, -daten, -diensten und Metadaten des Bundes zugreifen.

Und damit das nicht allzu staubtrocken wird, hat das Bundesgeoportal ein Quiz draus gemacht: Man erkenne einfach das Motiv auf dem Bild links und zeige rechts auf der Schweizer Karte, wo dieses liegt.

Punktemaximum wäre 20'000, ich habs auf 12'700 gebracht. Und Sie?

Geoguesser

Murks? Nein Danke! , von Michael Klesse Murks? Nein Danke!

Unsere Welt bleibt dauerhaft nur lebenswert, wenn wir uns am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren. Der Berliner Stefan Schridde gründete die Aktion und den Blog "Murks? Nein Danke!" gegen schlechte, kurzlebige Produkte. Sie wurde zum Motor einer breiten Bewegung.

"Heute wird vieles als Innovation verkauft, was in Wirklichkeit kaputt erfunden wurde", so Schridde und wirft den Herstellern "geplante Obsoleszenz" (lat. sich abnutzen) vor. Schridde tourte schon als Experte durch Talkshows und wurde vom Bündnis90/Die Grünen für eine Studie beauftragt.

"Wir dürfen uns nicht länger einreden lassen, wir seien eine Wegwerfgesellschaft, und schlechte Produkte seien normal", S. 

Zur Zeit entsteht ein neues Community-Portal, um die wachsende Anzahl von "Murksmeldungen" zu vereinheitlichen und mit Reparaturanleitungen zu verlinken. Ein "Murksbarometer" soll zeigen, wie ernst ein Hersteller das Problem nimmt, geplant sind Tauschbörsen für Ersatzteile und Geschäftsmodelle für Betriebe, die besonders haltbare Haushaltsgeräte herstellen. Zum Nachlesen im Dezemberheft 2013 National Geographic, Das gute Beispiel.

www.repaircafe.de, www.offene-werkstaetten.org, www.reparado.de

Die liebe Freude an der Arbeit , von Patrik Zeller Die liebe Freude an der Arbeit

Über die eigene Arbeit klagen, ist hierzulande ein Volkssport. Da stellt die Werbelegende George Lois mit seinem Buch 120 "Verdammt gute Tipps (für Leute mit Talent)" eine willkommene Abwechslung dar. In Tipp 109 behauptet die streitbare New Yorker Werbelegende: "Arbeitest du nicht locker und lässig, bist Du eine lahme Ente". Er rät zu Leidenschaft und Spass, egal, wie hart die Arbeit ist und schliesset mit dem Satz ab: "Auf vielfache Weise muss die Lebensfreude, die grosse Lust am Leben und am Arbeiten, jeden Aspekt deiner Arbeit durchziehen."

"Schön gesagt, setz das mal um", mag einer denken, oder: "Der hat keine Ahnung von der Welt". Theorien in die Praxis umsetzen ist bestimmt etwas für Fortgeschrittene. Zweifelsohne gibt es Menschen, denen diese Sätze wie Luxusprobleme erscheinen, weil sie nie die Wahl hatten, sich einen Wunschjob zu angeln. Betrachtet man Lois' Lebenswerk, darf man allerdings zum Schluss kommen, dass seine Sätze keine leeren Phrasen sind.

Tipp 109 können wir einiges abgewinnen: Fallen uns schwere Aufgaben nicht leichter, wenn wir sie mit sportlichem Augenzwinkern angehen? Arbeiten wir nicht besser, wenn wir locker und konzentriert sind? Gewinnen wir andere nicht viel eher für uns, wenn wir ihnen gut gelaunt begegnen? Und abseits der Stadt, die nie schläft, in das mir manchmal doch etwas gar protestantisch gepärgte Mittelland gefragt: Sollten wir hinter guter Arbeit nicht grundsätzlich viel mehr Freude als Kasteiung sehen - in Anbetracht dessen, dass wir in unserem Leben sehr viel Zeit damit verbringen?

George Lois, Damn Good Advice (for people with talent)

Erst denken, dann essen! , von Michel Gygax Erst denken, dann essen!

Trüffelschwein ist ein junges Nonprofit-Unternehmen, das ein gesellschaftliches Problem mit einer kleveren Geschäftsidee angeht. Früchte und Gemüse, die aus ästhetischen Gründen nicht im Grossverteiler landen, werden dem Projekt Trüffelschwein von regionalen Bauern kostenlos abgegeben. Sie verwandeln die Produkte in haltbare Essensperlen und geben dem Gemüse eine zweite Chance.

Eine feine, äusserst unterstützenswürdige Idee, die das Problem wahrscheinlich nicht grundsätzlich löst, aber zum Denken anregt. Falls Trüffelschwein einen Gewinn erzielt, wird er in Foodwaste-Projekte reinvestiert.

www.trueffelschwein.ch

Luna Llena - Die Berner Bio Glace , von Michael Klesse Luna Llena - Die Berner Bio Glace

Wenn in Bern über Glace diskutiert wird, dann darf die "Orginale Berner Bio Glace" aus der Gelateria Luna Llena im Breitsch nicht fehlen. Die feiern dort ihr 20 jähriges Jubiläum mit ihrem Erfolgsrezept: Regional, sozial und fair. Nachhaltigkeit steht im Vordergrund.

Angefangen hat es mit einem Stand vor dem Marzilibad. Wohl ein vortrefflicher Standort! Die Gelateria wurde 1996 eröffnet und seit 2002 sind die Glacen Knospe zertifiziert, da ausschliesslich Rohstoffe aus bio. Anbau verwendet werden. Selbstverständlich werden keine künstlichen Farbstoffe und Aromen verwendet. Ausserdem sind sie glutenfrei und die Sorbets vegan.

Das gesamte Sortiment bekommt in diesem Jahr das Fairtrade Zertifikat. Das Rohmaterial des Kartonbechers kommt aus umweltgerechter Forstwirtschaft aus Europa und ist bio. abbaubar.

Diese Glacen schmecken übrigens vortrefflich, sind qualitativ hochstehend und top auf dem Markt in Bern und weit darüber hinaus.

Luna Llena, Gelateria Restaurant Bar, Scheibenstrasse 39, CH-3014 Bern, www.lunallena.ch

Realistische Utopie , von Markus Hochuli Realistische Utopie

Monatlich 2500 Franken für jede in der Schweiz wohnhafte Person - ohne Vorbedingungen! Da stellen sich sofort zahlreiche Fragen: Wer würde da noch einer Arbeit nachgehen wollen? Was geschieht mit Stellen im Niedriglohnsegment? Was wird aus unserer bewährten AHV? Kann das überhaupt finanziert werden?

Wenn dich diese Idee grundsätzlich anspricht, gibt der Film "Bedingungsloses Grundeinkommen - ein Kulturimpuls" von Daniel Häni und Enno Schmidt einen spannenden Einblick in das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens, der dabei hilft, Antworten auf die offenen Fragen zu finden.

Das Organisationskomitee der Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen" hat bis zum heutigen Zeitpunkt die nötigen 100'000 Unterschriften um rund 24'000 übertroffen. Ziel ist es, bis zum 1. August 2013 130'000 Unterschriften zu sammeln.

Grundeinkommen - ein Kulturimpuls. Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt: http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

Offizielle Homepage zur Eidgenössischen Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen": http://www.bedingungslos.ch