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Über Normen und Konventionen , von Stefan Hugi Über Normen und Konventionen

Ein Sommernachtstraum. Shakespeare also. Langweilig, altbacken, brav. Das findet auch die Theatergruppe, die - vom Regisseur verlassen - das Stück selber fertig inszenieren will. Doch während den mühevollen Proben und schier endlosen Diskussionen realisieren die Mitglieder der Truppe, dass der Stoff mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist. Sie werden mit Normen, Schubladisierung und Vorurteilen konfrontiert, müssen ihre eigene Situation schmerzlich reflektieren und letztlich damit umgehen.

«Sommernachtsträumer*innen» ist das erste Stück und zugleich Regiedebüt der 19-jährigen Autorin und Theaterwissenschafterin Nora Steiner. Sie lässt ihre Protagonisten in einem Theater-im-Theater-im-Theater agieren. Ihre Inszenierung ist eine gelungene Kombination aus Schauspiel, Tanz und Livemusik. Das gesamte Ensemble setzt sich aus wunderbaren Jungtalenten zusammen und spielt mit grosser Freude und Kreativität. Die Junge Theaterfabrik zeigt «Sommernachtsträumer*innen» im Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern noch bis am 5. April.