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Der innere Schweinehund , von Stefan Hugi Der innere Schweinehund

Wann mussten Sie letztmals den inneren Schweinehund überwinden? Um endlich die Fenster zu putzen? Endlich ein Fitnessabo zu lösen? Endlich zur Dentalhygiene zu gehen?

Eine Schauspielerin wird in einer Probepause vom Publikum überrascht: ihr Stück ist noch gar nicht fertig! Sie macht ihren inneren Schweinehund für das unfertige Stück verantwortlich. Doch bald zeigen sich Selbstzweifel und Selbstbetrug. Nun will sie ihren Zustand verändern.

In «Überall Schweinehunde!» tritt die Mimin Katharina Lienhard in ein Zwiegespräch mit ihrem animierten inneren Schweinehund. Sie setzt sich gekonnt kritisch, aber mit viel Humor auseinander mit einem sehr alltäglichen Thema. Das ist sehr amüsant, aber zuweilen etwas unangenehm, wenn man sich in den Situationen selbst wieder erkennt.

Crowdfunding noch bis 29. April / «Überall Schweinehunde!» ab 2. Mai 2019 im Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern / Tickets für die Aufführungen auf Ticketfrog

Frischer Fritz , von Maja Boss Frischer Fritz

Jährlich landen über zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel, die in der Schweiz produziert werden, nicht auf unserem Teller sondern im Abfall. In reichen Ländern wie in der Schweiz sind es die Endkonsumenten, die am meisten wegwerfen. Diese Tatsache wollte die Thuner Köchin Sandra Kissling -zu unserem Glück- nicht mehr länger hinnehmen, sondern im Gegenteil aktiv „bekämpfen“. Mit ihrer Geschäftsidee „Frischer Fritz“ rettet sie absolut einwandfreie Nahrungsmittel vor unnötiger Entsorgung und bringt sie täglich in Thun vis-à-vis des Bahnhofs an ihrem Stand an den Konsumenten. "Frischer Fritz" arbeitet dabei mit verschiedenen regionalen Partnern zusammen. Lass auch du dich vom abwechslungsreichen Angebot überraschen!

www.frischerfritz.ch

Frau im Schatten von Regine Frei , von Rosmarie Bernasconi Frau im Schatten von Regine Frei

In der Nähe des Burgernziels wird der zuverlässige Hauswart Manfred Leufinger in seiner Wohnung tot aufgefunden. Früher habe er nicht alleine gelebt, behaupten ehemalige Hausbewohner. Wer war also die Frau in seiner Wohnung und wohin ist sie verschwunden?  Auch Robert Hofer und Lisa Zünd haben ein Problem: Die Mieterin der Dachwohnung ist schon seit Tagen nicht mehr nachhause gekommen. Aber Anna ist volljährig und kann kommen und gehen wie sie will; also kein Fall für die Polizei. So machen sich die beiden auf eigene Faust auf die Suche nach der jungen Frau.

Regine Frei sagt von sich "Ich schreibe Wohlfühlkrimis, ich mag selber auch keine blutigen Krimis." Sie wollte in ihrem 6. Buch selber mal eine "Blutige Szene" schreiben und hat sich dann wieder auf ihre Personen verlassen, die liebenswürdig daherkommen und doch sehr raffiniert sind. Ich mag ihre Art des Schreibens - hintergründig, menschlich und doch sehr spannend.

Übrigens Regine Frei ist am 21. Mai mit Marc Frick, einem Polizisten, im Stiftsgarten zu Gast. Krimiautorin trifft Polizist.

Biohof Heimenhaus am Mercato Slow Food in den Vidmarhallen , von Regula Keller Biohof Heimenhaus am Mercato Slow Food in den Vidmarhallen

Ungefähr ein Drittel aller Lebensmittel gehen irgendwo zwischen Feld und Teller verloren und landen schlussendlich im Abfall. Aus diesem Grund wurde Anfang 2016 durch Olga Hänni und Nicole Weisswange aus einer bereits langjährigen Tradition des Biohofs Heimenhaus das Projekt „Ygmachts & So“ ins Leben gerufen.

Ygmachts & So stellt mit seinen upcycling Produkten aus überschüssigen Gemüse und Früchten nicht nur hochwertige Produkte wie Pestos, Chutneys oder Antipasti her - wir wollen auch etwas gegen Foodwaste tun! Ygmachts & So findet ihr vor allem auf auserwählten Märiten rund um Bern. Die Produkte werden aber auch auf dem Rampenverkauf, welcher alle zwei Wochen auf dem Biohof in Kirchlindach stattfindet, angeboten oder können optional zum Gemüseabo dazu gewählt werden.

Am Mercato Slow Food in den Vidmarhallen beim le beizli jeweils am Mittwoch 10.04. / 01.05. / 29.05. / 19.06. von 17 bis 19 Uhr.

Emmentaler Shrimps , von Sarah Galatioto Emmentaler Shrimps

Auf dem 300-jährigen Bauernhof Eyhof der Familie Kunz in Burgdorf tut sich Einzigartiges. Dort, wo bis 2014 noch 30 Mutterschweine lebten, schwimmen heute Zehntausende Shrimps in umfunktionierten Gartenpools. Der Familie ist es als Erste schweizweit gelungen, in einem umgebauten Schweinestall eine funktionierende Indoor-Shrimpzucht aufzubauen. Familie Kunz wollte einen Nebenerwerb aufbauen mit einem Nahrungsmittel, das in der Schweiz nicht produziert, aber konsumiert wird.

Auf einer Reise durch Kalifornien wurden sie auf einen ähnlich gelagerten traditionellen Bauernbetrieb aufmerksam, der seit einigen Jahren auch erfolgreich eine Indoor-Shrimpzucht betreibt. Das war 2013. Was sie seither „im Hinterkopf“ hatten, setzten sie schliesslich um: 2015 ernten die Familie die ersten Garnelen in der eigenen Anlage. Seither läuft die Produktion auf dem Eyhof pausenlos.

Die Innovation findet nicht nur bei den Kunden Anklang sondern bei vielen renommierten Wirten von Gourmetlokalen. Mit ihrer Shrimp-Aufzucht und -Mast will Familie Kunz umweltfreundlich und nachhaltig produzieren. Die Kunden erhalten nur frische Lieferungen, da nur auf Bestellung geerntet wird. Das Geschäftsmodell von Familie Kunz ist innovativ und zukunftsorientiert. Es ergänzt gleichzeitig auch das Auskommen für zwei Generationen auf dem Eyhof.

www.aemmeshrimp.ch

Weit mehr als eine Schnapsidee – Zingibaer , von Nina Hübner Weit mehr als eine Schnapsidee – Zingibaer

Geschmacksreigen im Mund, die wohltuende Schärfe des Ingwers wärmt und die Süsse streichelt besänftigend darüber – so der allererster Schluck des handgemachten Ingwer-Likörs Zingibaer. Ein Schluck, der unbedingt wiederholt werden muss! Kathrin Flückiger und Christoph Hubacher ist ein überraschendes Getränk gelungen. Die beiden eingefleischten Länggassler aus Bern legten ihren ersten Zingibaer als Geschenk für die Familie unter den Weihnachtsbaum. Zingibaer vereint, was sie lieben: gute Gesellschaft, feines Essen, ausgefallene Getränke und die Natur.

Was als Weihnachtsaktion begann, ist heute ein organisch stetig wachsendes Geschäft. Kathrin und Christoph produzieren den Likör momentan in drei Geschmacksrichtungen: Original Malum, Sweet Aronia und Hot Malum. Der Brombaer Sirup ist die non-alkoholische Variante. In Zusammenarbeit mit der Berner Confiserie Eichenberger kreierten sie zudem die Zinigbaer-Stängeli.

Zingiber ist der wissenschaftliche Name von Ingwer. Wer das Berner Völkchen kennt, weiss um die Bedeutung des Bären – und so liegt die Herkunft des Namens auf der Hand: Zingibaer! Er kann im Online-Shop bestellt werden und steht in einigen Berner Lokalen zum Verkauf. Sowohl bei Produktion wie Verpackung achten Kathrin und Christoph sehr auf Nachhaltigkeit.

Ihre Inspiration holen sich die beiden bei Gesprächen mit Freunden und Familien, auf Reisen und durch Zufallsmomente. Die Tüftelarbeiten gehen also weiter, sie verraten aber noch nichts Genaueres, ausser: «Es hat sicher wieder mit Ingwer als Basis zu tun!»   

Leidenschaftliche Brotkultur , von Michel Gygax Leidenschaftliche Brotkultur

Susan und Marc Haueter mögen gute Dinge. Insbesondere gutes Brot. Sie sollen schmecken und den Menschen gut tun. Das ist der Grund warum ihre Brotteige viel Zeit zum Ruhen und Reifen bekommen. Wie bei gut gelagertem Käse oder gereiften Weinen prägen sich die Aromen stärker aus und werden harmonischer. Die Brote sind feuchter, länger haltbar und für Leib und Seele viel bekömmlicher. Sie werden ohne Zusatzstoffe hergestellt und bestehen aus Adelbodner Quellwasser, Mehl, etwas Meersalz und entweder aus dem selbst gezüchteten Sauerteigstamm oder aus nur sehr wenig beigefügter Hefe.

Diese Brote, ihre Kuchen, die selbst gemachten Schokoladenkreationen und das liebevoll geführte Café sind eine Reise nach Adelboden wert. Alternativ senden Haueters ihre Laibe und Produkte per Post in alle Ecken der Schweiz. Neuerdings kommen Marc oder Susan Haueter auch jeden Mittwoch nach Bern. Am Mercato Slow Food in den Vidmarhallen ums Restaurant le beizli verkaufen sie ihre Brote jeweils zwischen 17 Uhr 19 Uhr. Wir sind begeistert!

www.haueter-adelboden.ch

Über Normen und Konventionen , von Stefan Hugi Über Normen und Konventionen

Ein Sommernachtstraum. Shakespeare also. Langweilig, altbacken, brav. Das findet auch die Theatergruppe, die - vom Regisseur verlassen - das Stück selber fertig inszenieren will. Doch während den mühevollen Proben und schier endlosen Diskussionen realisieren die Mitglieder der Truppe, dass der Stoff mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist. Sie werden mit Normen, Schubladisierung und Vorurteilen konfrontiert, müssen ihre eigene Situation schmerzlich reflektieren und letztlich damit umgehen.

«Sommernachtsträumer*innen» ist das erste Stück und zugleich Regiedebüt der 19-jährigen Autorin und Theaterwissenschafterin Nora Steiner. Sie lässt ihre Protagonisten in einem Theater-im-Theater-im-Theater agieren. Ihre Inszenierung ist eine gelungene Kombination aus Schauspiel, Tanz und Livemusik. Das gesamte Ensemble setzt sich aus wunderbaren Jungtalenten zusammen und spielt mit grosser Freude und Kreativität. Die Junge Theaterfabrik zeigt «Sommernachtsträumer*innen» im Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern noch bis am 5. April.

Natürliche und nachhaltige Kosmetik , von Michel Gygax Natürliche und nachhaltige Kosmetik

ONATAH ist eine kleine Naturkosmetik-Manufaktur, welche vor ungefähr drei Jahren von Patricia Liechti aufgebaut worden ist. Mittlerweile ist es ein Zweifrauenbetrieb, der eng mit einer diplomierten Naturkosmetikern aus Schwarzenburg zusammmen arbeitet. Jedes Produkt wird mit liebevoller Handarbeit in Eigenregie hergestellt. Bei der Produktion sämtlicher Kosmetikprodukte wird auf synthetische Farb- und Duftstoffe, Silikone und jegliche Zutaten auf Erdölbasis verzichtet. Stattdessen werden natürliche Rohstoffe, native Öle und Fette und ausschliesslich naturreine, ätherische Öle, möglichst alles aus Bio-Produktion, verwendet.

Der Name ONATAH kommt aus dem Irokesischen und heisst so viel wie „Tochter der Erde“ oder „von der Erde“. Dieser Name steht als Synonym zur Manufaktur. Er repräsentiert das Anliegen, mit den Produkten sowohl etwas für die individuelle Gesundheit als auch für die Umwelt zu tun. Bravo!

www.onatah.ch

Kretische Köstlichkeiten     , von Sarah Galatioto Kretische Köstlichkeiten

Im Januar war in Palekastro auf Kreta Olivenernte – eine intensive Zeit auch für die Familie Tsimitakis. Der neue Öl-Jahrgang verspricht wieder ein guter zu werden. Das kretische Öl wird kaltgepresst (extra vergine), schmeckt vorzüglich und ist gesund. Grossen Anklang findet jeweils auch der köstliche Thymianhonig von Giannis. Der Wanderimker zügelt seine Völker mehrmals im Jahr hinauf in die Berge und wieder hinunter, immer dorthin, wo es gerade blüht. Für passionierte Köchinnen und Köche gibt es handgeschöpftes Meersalz von Andreas Frangiadakis zu kaufen. Das grobkristalline, schneeweisse und aromatische Salz ist sehr beliebt.

Hinter diesem wundervollen Projekt steht H.U. Trachsel aus Bremgarten. Neben dem Verkauf der typischen kretischen Köstlichkeiten seiner Freunde organisiert er u.a. Reisen für Interessierte, die auf Kreta selber vor Ort bei der Olivenernte mithelfen möchten. Tagsüber unterstützt man die kretische Familie bei der Olivenernte oder je nach Wetter können auch kleine Wanderungen und Besichtigungen in der Region gemacht werden. Abends wird man bei Interesse in die Geheimnisse der griechischen Küche eingeweiht oder man geniesst das feine Essen in einer kleinen Taverne.

Der Aufenthalt ausserhalb der Touristenzeit gibt einen authentischen Einblick in das Leben der Inselbewohner. Normalerweise sind die Temperaturen recht angenehm. Im Januar wenns bei uns schneit, ist in Kreta bei 20 Grad im T-Shirt unter den Olivenbäumen Zmittag zu essen keine Seltenheit.

http://radio-kreta.de/11-fragen-an-hansueli-trachsel/