kggastro facebook rss
Valencia, Valencia! , von Regula Keller Valencia, Valencia!

Während der diesjährigen Spanienreise hat es mich nach Valencia verschlagen. Hier könnte ich leben. Mildes, mediterranes Klima, eine wunderschöne Altstadt, alternative Kneipen und Tapasbars, Gourmetlokale zum Studententarif, ein schöner Stadtstrand und viele Parks und Pärkchen rund um das Stadtzentrum. Grossartig und wunderbar!

Die Jugendstil-Markthalle mitten in der Altstadt lädt zu vielen kulinarischen Inspirationen und gastronomischen Freuden ein. Unter anderem folgender Kaffeestand welcher von einer leidenschaftlichen Barista geführt wird.

Wenn du dich in Städten auch immer besonders an grünen Flecken erfreust, dann wird dich der Jardin del Turia begeistern. Eine zwölf Kilometer lange Oase mit unzähligen Sitz- und Sportgelegenheiten. Von der Altstadt aus kann man durch diesen Park einen ausgiebigen Spaziergang an viele schöne und gepflegte Badestrände unternehmen. Unterwegs triffst Du auf die beeindruckende «Stadt der Künste und Wissenschaften» vom bekannten Architekten Santiago Calatrava. 

www.tabernasenia.nethttp://muez.es / http://retrogustocoffeemates.com/

Wenn das Bier zweimal klingelt , von Reto Hügli Wenn das Bier zweimal klingelt

Online-Shopping ist mittlerweile selbstverständlich: Kleider, Elektroartikel, Lebensmittel und vieles mehr wird mit einem Klick direkt nach Hause bestellt. 

Weshalb dieses Prinzip nicht auch für Liebhaberinnen und Liebhaber von Gerstensäften umsetzen? Diese Frage haben sich die Macher von «Bierliebe» gestellt und bieten seit 2015 Bier im Abo an: Pro Monat werden drei saisonale Biere aus einer Auswahl von aktuell 39 lokalen Brauereien aus der ganzen Schweiz zusammengestellt und per Post verschickt. Die Lieferung erfolgt jeweils in der letzten Woche des Monats. 

Das Monatspaket kostet 26.90 Franken, enthält drei Biersorten mal zwei Flaschen. Für 42.90 Franken erhält man ein «Freunde-Paket» mit drei Sorten à je vier Flaschen. Das entspricht etwas mehr als vier Franken pro Flasche – ein fairer Preis, wenn man sich die grosse Auswahl und die komfortable Hauslieferung vor Augen führt.

www.bierliebe.ch

Design-Bikes aus der Unterwelt , von Reto Hügli Design-Bikes aus der Unterwelt

Hergestellt werden sie in einem Keller im Gewerbegebiet des Berner Wylerquartiers: Wenn Alberto Fernandez‘ individuell zusammengebaute Fahrräder später auf den Strassen unterwegs sind, stellen sie einen Blickfang dar. 

Wie kam Fernandez zu seiner Geschäftsidee? Das Schlüsselerlebnis hatte er in Amsterdam: Die niederländische Metropole ist eine ideale Velostadt, da kaum Höhenunterschiede zu überwinden sind. «Die Stadt pulsiert und lebt, nicht zuletzt wegen den Velofahrern» erzählt er. In seinem damaligen Marketing-Job kam er mit massgeschneiderten Produkten in Kontakt, die Kunden mit einem Online-Konfigurator selber zusammenstellen können. Diese Idee wollte er auf Velos übertragen. Alberto Fernandez begann sich intensiv mit Materialien, Bestandteilen und Konstruktionen auseinanderzusetzen.

Auf seiner Website kann man sich seinen «Drahtesel» konfigurieren und bestellen. Der Eingänger als Grundmodell ist ab 650 Franken zu haben. Lenker, Gabeln, Sattel, Reifen, Felgen, Pedale und vieles mehr können individuell zusammengestellt werden – je nach Budget. Auch Ausgefallenes kann bestellt werden: So etwa das in Griechenland von Hand hergestellte Holzkistchen, die als Gepäckboxen dienen. Oder die Lenker aus kanadischem Nussbaum. Damit unterscheiden sich seine Velos markant von den Modellen der Grossverteiler. Einen beachtlichen Teil des Zubehörs bezieht Alberto Fernandez aber bei Schweizer Grossisten. Vier bis sechs Stunden Arbeit stecken in einem Fahrrad. Die Schrauben werden gefettet, Bremsen eingestellt und die Kette passend gespannt. 

Alberto Fernandez hat viel Zeit und Geld in den Online-Konfigurator auf der Website gesteckt. Überfordert die Vielzahl der Möglichkeiten seine Kunden nicht? «Damit kann ich mir ein teures Ladenlokal sparen» argumentiert er. Viele kämen aber oft auch direkt in seine Werkstatt, um sich über Farben und Formen zu informieren oder das bestellte Rad abzuholen. Fernandez ist es wichtig, eine Brücke zwischen Web-Shop und Werkstatt zu schlagen. Das schaffe einen persönlichen Kontakt: «Ich will kein anonymer Online-Shop sein» betont er.

www.designyourbike.ch

La rossa , von Maja Boss La rossa

Im Mai wurde an dieser Stelle schon einmal von „la rossa“ - der Stadt Bologna - geschrieben und zu recht geschwärmt. Ach, ich kann es mir nicht verkneifen den zukünftigen Besuchern einen weiteren kulinarischen Tipp auf den Weg zu geben.

Ist man in der Emilia-Romagna ist die Piadina - das in der Pfanne ohne Fett gebackene Fladenbrot – ja nicht zu verschmähen und zu vergessen. In einer unbedeutenden Gasse Bolognas, weg vom Touristenstrom und dennoch zentral, findet sich das kleine Lokal, wo Davide Anzillo täglichmit einem kleinen Team und grosser Leidenschaft ausgezeichnete Piadine "zaubert“.

Jede Piadina wird gleich frisch zubereitet und wahlweise gefüllt, sei es mit gebackenem Gemüse, mit Rohschinken aus Modena, mit frischen Pilzen, mit Squacquerone (regionale Frischkäsespezialität) oder gleich mit allem zusammen - an Auswahl fehlt es nicht. Die Wartezeit nimmt man gerne in Kauf, denn frische Zutaten zu verarbeiten braucht seine Zeit. Schade, reicht es nicht, sich durch alle Variationen durchzuessen, aber vielleicht ja beim nächsten Besuch...

www.latuapiadina.it, La tua Piadina, Via Borgonuovo, 17/A, Bologna

Bolsena - Agriturismo Le Vigne , von Rosmarie Bernasconi Bolsena - Agriturismo Le Vigne

Für einmal schweife ich in die Ferne - nachdem ich zwei herrliche Ferienwochen in der Toskana, Umbrien und Rom verbracht habe, ist mir eine Unterkunft speziell aufgefallen. Eine Freundin von mir war im letzten Jahr in dieser Gegend und an diesem Ort und hat mir diesen Tipp gegeben. Wir staunten nicht schlecht - einfach und doch komfortabel - hoch über dem Bolsenasee gelegen mit herrlicher Aussicht zu vernünftigen Preisen. Ich bin und war begeistert.

Der Betrieb wird von Frauen geleitet. So sind Stefania und ihre Mutter dafür besorgt, dass es den Gästen gut geht und man sich wohlfühlen kann. Die Köchin hatte ein Händchen für leckere Kuchen und Süssspeisen.  Freundlich, bescheiden und sehr hilfsbereit haben wir diese Frauen erlebt. Das Essen war hervorragend, auch für Vegetarierinnen geeignet. Es war den Frauen wichtig, dass die Ernährung ausgewogen ist.

Wer die vielen Parks (Tarotgarten, Spörrypark, Sacro Bosco) in der Umgebung besichtigt, findet am Abend Ruhe und kann die Stille und die herrliche Aussicht geniessen.

www.levigne.it

Tauschen statt kaufen , von Reto Hügli Tauschen statt kaufen

Viele von euch kennen das Problem: Die eigene DVD- und CD-Sammlung wächst in den Himmel! Natürlich hat sich mit der Zeit auch der eine oder andere Fehlkauf eingeschlichen oder der Musikgeschmack hat sich verändert. Was tun mit den Silberscheiben, die man nicht mehr braucht oder will?

Eine Lösung heisst Exsila. Das ist eine Tauschbörse für CD, DVD, Blu-Ray, Bücher und vieles mehr. Für jeden «verkauften» Artikel erhält man Punkte, die man für andere Käufe auf der Online-Plattform wieder ausgeben kann. Der Wert dieser Punkte ist nicht fest definiert ist. Jeder kann selber entscheiden, für welchen Punktebetrag er oder sie einen Artikel anbieten will. Die Versandkosten für bestellte Artikel übernimmt jeweils der Verkäufer. Diese Regelung schafft ein Gleichgewicht – wenn man Artikel kauft ist das Porto bereits inbegriffen.

Und es funktioniert: Dank eines Bewertungssystem werden zuverlässige «Exsilaner» belohnt, schwarze Schafe (von denen es fast keine gibt) rasch entdeckt. Sollte es mal zu einem Missverständnis kommen, hilft das Exsila-Team rasch und unkompliziert.

Den Service und die Benutzung der Plattform finanziert Exsila über eine Gebühr, die der Community verrechnet wird – im Gegensatz zu Kontoführungsgebühren von Banken sind diese aber sehr human.

Ich bin seit Jahren Exsilaner und bin schon Artikel «losgeworden», bei denen ich nie mit einem Verkauf gerechnet hatte. Umgekehrt habe ich schon die eine oder andere Trouvaille im grossen Angebot entdeckt – beispielsweise ein längst vergriffenes Album von Udo Lindenberg. Falls ihr immer noch unsicher seid, ob sich das lohnt: Wer sich neu bei Exsila anmeldet, erhält als Willkommensgeschenk einen Artikel im Wert von 50 Punkten.

www.exsila.ch und als App für iOS und Android

urban hairdressers , von Marlis Nattiel urban hairdressers

Der Corner Shop befindet sich – natürlich – in einem Eckgebäude nur wenige Schritte vom Bierhübeli. Evelyn hat sich vor etwas mehr als einem Jahr den Traum vom eigenen Geschäft erfüllt.

 Im Corner Shop Team sind ausserdem Michael und Flor beteiligt – Flor ist vor allem zuständig für Make-up – das Team erhält zahlreiche Aufträge für Hochzeiten, Events und Shootings.    

Das mid-century Interieur erinnert ein wenig an „mad men“. Und Haare-schneiden-lassen ist im Corner Shop immer eine entspannte und angenehme Sache – dabei kommt die Atmosphäre des Quartierladens zusammen mit dem Auge für die individuellen Persönlichkeiten der Kunden und dem handwerklichen Können. 

Evelyn und ihr Team können alles: High Drama-Frisuren und präzise, saubere Haarschnitte, die auch nach der nächsten Haarwäsche noch richtig sind. Übrigens – der Corner Shop ist auch ein Barber Shop: Rasuren und Bart Trimmen für die urbanen Männer.  

The Corner Shop, www.the-corner-shop.ch

Alles Schicksal? , von Michel Gygax Alles Schicksal?

Stell dir vor, es gäbe ein Buch über dich, in dem deine eigene Geschichte niedergeschrieben ist. Vom Leben bis zum Tod. Deine ganz persönliche Geschichte. Würdest du sie dann lesen?

André findet sich nach einem Motorradunfall in einer ihm unbekannten Stadt wieder. Er trifft dort auf skurrile Gestalten und erlebt ein paar unheimliche Begegnungen. Es geschehen seltsame Dinge. Was passiert mit ihm? Wo ist er? Dann findet er in der Bibliothek seine Geschichte. Und liest sie...

Naomi Frei hat als 17-jährige ihre beste Freundin wegen einer Krankheit verloren. Für sie Anlass, ein Jahr später ein Theaterstück zu schreiben und darin grosse Fragen des Lebens zu behandeln. Weitere drei Jahre später hat sie nun ihr Werk als unglaublich junge Regisseurin auf die Bühne gebracht. Das Theaterstück berührt, begeistert und regt dazu an, sich über den Tod, das Leben und die vielen Entscheidungen, die dazwischen liegen, nachzudenken. Grossartig!

Junge Theaterfabrik Bern spielt «Würdest du sie dann lesen?» noch bis am 4. Dezember im Kunst- und Kulturhaus visavis in Bern. Reservationen per Email oder 078 811 62 63.

Honig u so , von Maja Boss Honig u so

Oft geht es vergessen: Die Biene ist eines unserer wichtigsten Nutztiere. Sie ist für mindestens 80 Prozent der Bestäubung heimischer Blütenpflanzen verantwortlich oder anders gesagt: Einheimisches Obst, Wildpflanzen und verschiedene Gemüsesorten können nur wachsen und in ihrer Vielfalt gedeihen wenn die Honigbiene ihre arbeitet rechtzeitig und gründlich macht. Dazu braucht es Imker, wie z.B. Roman Lauper aus Jegensdorf, welche diese grosse Arbeit mit Enthusiasmus und Herzblut in Angriff nehmen. Doch die Honigproduktion allein ist Roman nicht genug: Mit seiner kleinen Imkerei „Honig & so“ startet er im Frühjahr 2017, sobald es wieder brummt und summt auf unseren Wiesen, sein Startup.

Nicht nur die Bienen will er glücklich machen, sondern auch die Menschen: Das soziale Engagement ist ihm in vieler Hinsicht wichtig, seine Bienenkästen lässt er in der geschützten Werkstatt herstellen und spannende Sozialprojekten für Schule und psychisch wie auch physisch beinträchtigen Menschen , Asylbewerber, Jugendliche und Kinder sind ein Schwerpunkt von „Honig & so“. Um die Projekte zu finanzieren setzt er auf Crowdfunding und freut sich natürlich auf Unterstützung. Und last but not least: Warum nicht (vielleicht gar zu Weihnachten) in eine Bienenpatenschaft investieren und den Honig von der eigenen Biene geniessen?

www.honiguso.ch

Kapsel-Kunst , von Stefan Hugi Kapsel-Kunst

Nespresso-Kapseln, einmal gebraucht, landen in der Regel im Müll oder - mit Vorteil - in der Recycling-Sammelstelle. Eine besondere Form der Wiederverwertung hat sich Isabelle Walser aus Bern überlegt: Sie fertigt daraus Deko und Kunst.

Die Idee dazu hatte sie beim Kaffee mit ein paar Nachbarinnen. Seither sammelt sie benutzte Kapseln in möglichst vielen verschiedenen Farben, schneidet die Deckel weg, leert den Kaffee in den Kompost und wäscht sie aus. Danach lässt sie die Alu-Hüllen entweder in ihrer ursprünglichen Form und bastelt daraus zum Beispiel Lichterketten, Weihnachtskränzli oder Töggeli. Oder sie lässt die Kapseln von den kleinen Nachbarskindern mit einem Gummihammer flach hauen - für diese übrigens ein Heidenspass - und gestaltet damit Bilder oder verziert Töpfe, Vasen und Büchsen.

Mittlerweile bekommt sie die gebrauchten Kapseln säckeweise aus der Nachbarschaft geliefert. Man muss also kein Kaffee-Junkie sein und auch nicht in fremden Containern rumwühlen, um diesem Hobby zu frönen.

Isabelle Walser zeigt und verkauft ihre Werke am 19. November von 10 bis 17 Uhr am Weihnachtsmärit in Rapperswil BE. Und stellt sie vom 18. bis 21. November an der Weihnachtsausstellung von Monika Schaedeli in Münsingen aus.

www.farbig.be