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Über Atomkraft, Basisdemokratie und Sprühsahne , von Stefan Hugi Über Atomkraft, Basisdemokratie und Sprühsahne

Der Name «Frühstück auf der Szene» lässt eher an ein hippes Café als an ein Theaterkollektiv denken. Die Gruppe - kurz FRADS - serviert wahrlich feine Happen. Letztes Jahr brachte FRADS «Zehn Wahrheiten» von Miranda July auf die Bühne, aktuell nun das Stück «Geld oder Leben» nach dem Roman von Birgit Vanderbeke.

Inmitten zahlloser Einmachgläser, die den Nachlass von Tante Ida bewahren, nehmen die drei Frauen den Zuschauer mit auf eine Reise durch das Leben der Verstorbenen. Und damit auf eine Reise durch das Deutschland der letzten 50 Jahre: Ideologien, Erfindungen, Krisen, Träume.

Die Produktion überzeugt durch Rhythmus, Tempo und Spiel. Ein wunderbar anregendes Vergnügen.

Frühstück auf der Szene (FRADS), «Geld oder Leben», am 12. Oktober 2012 um 20.30h im Frauenraum der Reitschule in Bern, danach in Zürich und auch anderswo, www.frads.ch

Einblick in den Sozialismus , von Michel Gygax Einblick in den Sozialismus

Barbara. Ein wunderbares Liebesdrama von Christian Petzold. Die Geschichte handelt im Jahre 1980 in der DDR. Ärztin Barbara, die in den Westen flüchten will, landet in einem Provinzspital und lernt dort den idealistischen Arzt André kennen. Der Film bringt mittels einer spannenden und einfühlsamen Geschichte schonungslos die Schwächen des sozialistischen Systems zu Tage. Zeitgeschichte pur und feinsinnige Unterhaltung. Achtung: Der Film läuft wahrscheinlich nicht mehr allzu lange in unseren Kinos.

http://www.youtube.com/watch?v=VFSuQASCM8I

Badespass in historischer Kulisse , von Markus Hochuli Badespass in historischer Kulisse

Herrliche Naturweiher, lauschige Liegeflächen, hölzerne Badehäuser über dem Wasser und kleine Umkleidekabinen mit bunten Vorhängen. So präsentiert sich die historische Badeanstalt „Drei Weihern“ in St.Gallen. Dort vereinen sich Badespass und Nostalgie. Mannen-, Bueben- und Chrüzweiher wurden im 17. Jahrhundert angelegt und dienten ursprünglich der Textilindustrie.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Weiher erstmals zum Baden verwendet; damals noch streng nach der geforderten Geschlechtertrennung für Badeanstalten. Das 1900 erstellte städtische Freibad am Mannenweiher unterliegt heute keiner Zugangsbeschränkung mehr. Am Chrüzweiher befindet sich das Familienbad, das aus einer gemischten Zone und dem heute noch Frauen vorbehaltenen und 1896 erstellten Frauenbad besteht. Badespass in historischer Kulisse. Definitiv ein Grund um wieder mal in die Ostschweiz zu reisen.

Familienbad Dreilinden, Dreilindenstrasse 50, 9011 St.Gallen, http://www.stadt.sg.ch/home/schule_und_sport/sport/Freibad/familienbad_dreilinden.html

Duftende Backstube , von Sophie Frei Duftende Backstube

Bäckereien in denen noch mit Liebe vor Ort gebacken wird, werden seltener. In Deutschland zum Beispiel geht die Backkultur immer mehr verloren: Ketten und Billigbackstationen in welchen gefrorene Backwaren mit wenig Geschmack, viel Luft und "Analogkäse" aufgebacken werden, überwiegen. Nicht so in der Länggass in Bern. Hier sind 5 Konditorinnen mit viel Herzblut in den frühen Morgenstunden am Werk und backen die besten Rosinenbrötchen der Stadt sowie weitere duftende Köstlichkeiten wie Streuselkuchen, Linzerschnitten, Kernenzwirbelbrot… ein früher Besuch lohnt sich!

Coffeebreak Konditorei & Café GmbH, Länggassstrasse 38, 3012 Bern

Paperback nights: zuhören, abtauchen, herbstlesen , von Sarah King Paperback nights: zuhören, abtauchen, herbstlesen

"Lueget nech ume, hautet d’Ouge offe u häbet nech Sorg" schliesst der Berner Jungautor und Mitbegründer vom "Literaturbüro Olten" Patric Marino die Lesung über seinen Nonno. Im Rahmen der "Paperback nights" entführte er uns aus dem Wartsaal Lorraine auf direktem Weg in den Süden, mit dem Bus nach Kalabrien, durch Weinfelder, ans Meer, wo er abtaucht, bis er keine Luft mehr hat, in Nonnas Küche zu den Tomaten. "Die hässlichen sind die besten". Jetzt sollen wir uns umsehen. Ein kleiner, garageähnlicher Raum, 30 Leute, eine Bühne mit Leselampe und Mikrofon, Herbst vor dem Fenster. Der Regen treibt uns nebenan in den Wartsaal. Da lässt sich warten und weiterpoetisieren – wie immer an der Paperback night. Jeden letzten Mittwoch im Monat lesen mehr oder weniger bekannte Autoren Texte jeder Art und durchbrechen für einen kurzen Moment die Schnelllebigkeit.

www.wartsaal-kaffee.ch 

Verweilen zwischen Rebbergen , von Stefan Hugi Verweilen zwischen Rebbergen

Es ist eine Wohltat: Zum Frühstück reicht die Hausherrin selbstgemachten, ungesüssten Kompott aus zehn verschiedenen Apfelsorten, eigene Konfitüre und einen Traum von Früchtekuchen. Die Brötchen sind bereits aufgeschnitten, damit sie sogleich mit verschiedenen hausgemachten Leckereien bestrichen werden können. Der Tee ist frisch aufgekocht, denn Teebeutel sind verpönt. Alles ist schön angerichtet und präsentiert. Wie im ganzen Haus.

Das Maison d'hôtes «La Gerine» liegt hoch über dem Rhonetal mitten in den Weinbergen der Côte Rôtie. Der Blick schweift über den Fluss, die Reben und Dörfer. Nur etwas getrübt durch die Autobahn auf der gegenüberliegenden Talseite und das unablässige Rauschen des Verkehrs.

Die vier Zimmer sind mit viel Liebe eingerichtet und stilvoll dekoriert. Sie kosten für zwei Personen zwischen 90 und 95 Euro die Nacht - mit fantastischem Frühstück inbegriffen.

La Gerine - Maison d'hôtes, 2 Côte de la Gerine, 69420 Ampuis, Frankreich, www.lagerine.com

Beitrag zur Energiewende , von Markus Hochuli Beitrag zur Energiewende

Wie so viele habe auch ich mir in Folge von Fukushima und Atomausstieg so meine Gedanken über meinen Energiebezug und –verbrauch gemacht und noch mehr als früher das Verlangen, selbst etwas zur Energiewende beizutragen. Eine sinnvolle Möglichkeit sich zu engagieren und eine nachhaltige Energiestrategie mitzutragen bietet die 2011 gegründete OPTIMA-SOLAR Genossenschaft. Als Plattform bringt sie investitionswillige Personen mit Dachbesitzern zusammen, die mit Grosssanlagen effizient Solarstrom erzeugen wollen. Geplant ist eine jährliche Vergütung pro Anteilsschein à 1000 Franken von 166 kWh - was rund einem Neuntel des jährlichen Stromverbrauchs eines durchschnittlichen schweizerischen Haushaltes entspricht - und eine 2-prozentige Verzinsung des Kapitals ab dem dritten Jahr. Meiner Ansicht nach ein echt wertvoller Beitrag für eine notwendige Entwicklung.

OPTIMA-SOLAR Genossenschaft - Römerstrasse 16, 4500 Solothurn - info@optima-solar.ch http://www.optima-solar.ch/

Eieiei... , von Sophie Frei Eieiei...

...ist eine wunderbar, kreative Wiederverwertung unterschiedlichster Materialien wie Plastiktüten, Tennistaschen, Jeanshosen etc. Mit viel Muse verwandelt Esther diese an ihrer Nähmaschine in nützliche Utensilien wie z.B. Geldbeutel, Iphone Taschen, Hüte und vielem mehr. Jedes Teil ein Unikat und garantiert Bernmade. Zu finden unter:

www.facebook.com/eieiei.switzerland ; www.etsy.com/shop/eieiei

Der blühende Ort, an dem Fitness, Bio und Kulinarik zusammenfinden , von Patrik Zeller Der blühende Ort, an dem Fitness, Bio und Kulinarik zusammenfinden

Vor nicht allzu langer Zeit als biederer Wochenend-Fluchtort verpönt, geniessen Familiengärten (ehemals Schrebergärten genannt) zunehmende Popularität. Dies nicht ohne Grund, bringt dieses Hobby doch mehrere wohltuende Elemente mit sich: Die Pächterinnen und Pächter betätigen sich draussen, kümmern sich um gesunde, hochbiologische Nahrungsmittel mit kurzen Transportwegen und geniessen diese umso mehr, da jedes kleine Pflänzchen eigens aufgezogen wurde. Die Saison neigt sich dem Ende zu. Der beste Zeitpunkt, sich eine Parzelle für 2013 zu sichern.

Familiengärten Schweiz: http://familiengarten.ch/

Einer unter tausend , von Sarah King Einer unter tausend

Le monde en miniature. Tausend kleine Menschen sind versunken in was immer sie tun: einfach sitzen und warten, dem Wind strotzen, Lastesel sein, in den Spiegel blicken, dem fehlenden Gesicht die Maske aufsetzen oder im Kopfstand verharren. Es sind die alltäglichen Begegnungen des Künstlers Walter Hofer, in Ton verkörpert, in den letzten tausend Tagen vor Millenium. Begegnungen mit anderen, mit sich selbst, oder vielleicht auch mal mit den anderen in sich selbst. „1000 oeuvres“ heisst das Werk, das nur einen kleinen Teil der Kunst ausmacht, die Martha und Walter Hofer in und um ihren gläsernen Pavillon in Cudrefin ausstellen. Eine Welt zum Eintauchen, Miterleben, Fantasieren, Zeitreisen. Und plötzlich ist man einer von ihnen. Einer unter tausend. Menschenscheu?

www.hoferundhofer.ch