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Du bisch e Glünggi! , von Stefan Hugi Du bisch e Glünggi!

Schon mal einen blöde Siech, einen Tubel oder einen Habasch an die Wand gehängt? Wenn nicht, bietet Germaine Egli die beste Gelegenheit dazu: Ihre Acrylbilder enthalten ein Fluchwort nach Wahl vor entwaffnendem Hintergrundmotiv. Die geblümten Beleidigungen stammen aus der Serie «Romantische Fluchwörter» der Ostschweizer Künstlerin und Designerin.

Wer es weniger deftig mag, kann sich seine kahlen Flächen in der Wohnung stattdessen mit maritimen Sujets, wunderbaren Briefmarkengeschichten, den eigenen Ferienföteli auf Leinwand oder mit kunstvollem Getier und Gemüse auf Stoffbrettli dekorieren.

Pinkpool - kreative Rettung: Multimediadesign, Grafik, Malerei, www.pinkpool.ch // Ausstellung «Blinddate mit ONO» vom 1. Juli bis 30. September 2013; ONO, Kramgasse 6, 3011 Bern, www.onobern.ch

Urban gardening , von Michael Klesse Urban gardening

Seit Ende April spriessen auf dem Areal des alten Tramdepots Burgenziel in Bern frische Kräuter, Blumen und frisches Gemüse. Auf einer Brachfläche von 400 qm ist ein temporärer Garten entstanden. Auf Holzpaletten stehen mit Bioerde gefüllte Harassen, Big bag Säcke und Einkaufswagen. Jetzt, im August, kann geerntet werden.

Mit dem Projekt "Temporärer Garten" von Stadtgrün Bern und der QUAV 4 können interessierte  BewohnerInnen des Quartiers 4 einen oder mehrere Behälter günstig mieten (10-20 Fr.) und nach biologischen Grundsätzen bepflanzen.

Mobile Gärten haben auch eine starke soziale Komponente, die einem Bedürfnis der Bevölkerung entspricht. Hier kann man sich ungezwungen und unverbindlich treffen ohne dass man sich verabreden muss. Ein neues Lebensgefühl keimt in dieser neuen Begegnungszone. Graue Zonen dürfen verändert werden.

Tramdepot Burgernziel, bei der Quartierbeiz: Punto, Thunstrasse 104, CH-3006 Bern

www.derbund.ch, unter: "Jedem Berner seinen Garten".

Chopfab und geniessen , von Reto Hügli Chopfab und geniessen

In einer ehemaligen Industriehalle in Winterthur wird seit Februar 2013 feiner Gerstensaft produziert: «Chopfab» heisst das Bier. Philipp Bucher und Jörg Schönberg verwenden in ihrer Brauerei Doppelleu (eine Anspielung aufs Stadtwappen) edlen Hopfen aus Kalifornien, Australien und Deutschland. Ganz neu im Sortiment ist ein nuanciertes Weizenbier. Später sollen auch Liköre und Whiskey hergestellt werden.

Woher kommt der Name? Einerseits das «CH» um die Swissness des Produkts zu betonen, andererseits wird die Flasche beim Öffnen «geköpft».

Doppelleu Brauwerkstatt, Industriestrasse 40, 8404 Winterthur, www.doppelleu.ch

Trend: Offene Bücherschränke , von Patrik Zeller Trend: Offene Bücherschränke

Für unsere skandinavischen Freunde nicht mehr wegzudenken und sich seinen Weg langsam Richtung Süden bahnend sind offene Bücherschränke. Die Idee ist so simpel wie bestechend: Irgendwo im öffentlichen Raum steht ein wetterfestes Bücherregal. Wer daheim ein paar Bücher zu viel rumliegen hat oder Werke unbedingt mit der Welt teilen möchte, stellt sie in dieses Regal. Wer sich eine Lektüre wünscht, bedient sich. Solothurn hat eins, weitere Schweizer Städte folgen bestimmt bald.

Links: Offener Bücherschrank Solothurn, Öffentliche Bücherschränke in Deutschland

An Irishman in Bern , von Stefan Hugi An Irishman in Bern

«The problem is, when I start singing, I can’t stop», meint Luka Bloom - irischer Singer/Songwriter - während seines Konzerts fast entschuldigend. Er spiele heute nicht nach Plan, sondern einfach drauflos. Songs, die ihm gerade in den Sinn kämen. Doch das ist weiss Gott kein Problem. Im Gegenteil, man muss den Mann seine wunderbaren Stücke spielen und von seinen Erlebnissen und Eindrücken berichten lassen. Möglichst lange.

Seit über dreissig Jahren macht er Musik. Seine Tourneen führen ihn dabei regelmässig in die Schweiz. Bern hat es ihm besonders angetan. Er übernachte jeweils im Breitsch. Und er schwimme liebend gerne in der Aare. Mit «Riverdays» hat er gar ein Lied darüber geschrieben.

An einem lauen Sonntagabend im Sommer hat es ihn in den lauschigen Garten des Bären Buchsi verschlagen. Ein Gärtlikonzert mit Luka Bloom: Stimme und Gitarre. Das ist alles. So will man Wochenenden ausklingen lassen.

Luka Bloom, www.lukabloom.com // Bären Buchsi, Bernstrasse 3, 3053 Münchenbuchsee, www.baerenbuchsi.ch, Gärtlikonzerte gibt es noch bis Ende August 2013.

Rote Polstersessel in grüner Hostet , von Michael Klesse Rote Polstersessel in grüner Hostet

Eine Perle im Dschungel der hiesigen Openair-Kinos ist zweifelsohne das Kino-Openair Hof3 in Trubschachen. Zwischen Apfelbäumen und Kühen findet es bereits zum 17. Mal statt und erfreut eine herzhafte Anhänger- und Gönnerschaft. Diese schätzen die attraktive und ländliche Idylle und das vielfältige Filmprogramm seit langem.

Emmentaler Nächte sind schön, frisch und klar. Damit alle Vorzüge voll genossen werden können, stehen zivilschutzgeprüfte Wolldecken mit wärmendem Schweizerkreuz zur Verfügung. In dieser einzigartigen Umgebung kann man sich zusätzlich von einer kreativen, kulinarischen Entdeckungsreise verwöhnen lassen. Jede Kinowoche steht unter einem anderen gastronomischen Motto. Die Übernachtung im Hof3 ist dann das Sahnehäubchen.

Lange liefen die Filme auf altbewährten 35mm Filmrollen. Der Zahn der Zeit steht auch in Trubschachen nicht still. Ab diesem Jahr läuft die digitale Projektionsanlage. Für den Verein gibt es aber witzige Gönnerschaften, die den Betrieb sichern. Regula und Tom Turtschi stehen als kreative Köpfe hinter diesen Film- und Restaurantprojekten mit Herz und Seele.

Kinobetrieb: 23. Juli-17. August 2013, Filmbeginn: Beim Eindunkeln (ca.21.45h)

Verein Kino Openair hof3, CH-3555 Trubschachen, www.hof3.ch

Kino über den Dächern von Bern! , von Michel Gygax Kino über den Dächern von Bern!

Das kleine Dachkino ist eine äusserst charmante Kulturidee. Während der vermeintlich kulturlosen Zeit im Juli werden jeweils von Sonntag bis Dienstag auf verschiedenen Berner Dachterrassen schöne Filme gezeigt. Dazu gibt's Crèpes und Bier. Sonntags spielt vor dem Film noch eine kleine Band. Die Sitzkissen bringt man selber mit. Bei Regen lassen sich die Organisatorinnen was einfallen. Grosses Kino!

http://kleinesdachkino.jimdo.com

Realistische Utopie , von Markus Hochuli Realistische Utopie

Monatlich 2500 Franken für jede in der Schweiz wohnhafte Person - ohne Vorbedingungen! Da stellen sich sofort zahlreiche Fragen: Wer würde da noch einer Arbeit nachgehen wollen? Was geschieht mit Stellen im Niedriglohnsegment? Was wird aus unserer bewährten AHV? Kann das überhaupt finanziert werden?

Wenn dich diese Idee grundsätzlich anspricht, gibt der Film "Bedingungsloses Grundeinkommen - ein Kulturimpuls" von Daniel Häni und Enno Schmidt einen spannenden Einblick in das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens, der dabei hilft, Antworten auf die offenen Fragen zu finden.

Das Organisationskomitee der Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen" hat bis zum heutigen Zeitpunkt die nötigen 100'000 Unterschriften um rund 24'000 übertroffen. Ziel ist es, bis zum 1. August 2013 130'000 Unterschriften zu sammeln.

Grundeinkommen - ein Kulturimpuls. Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt: http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

Offizielle Homepage zur Eidgenössischen Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen": http://www.bedingungslos.ch

In die Ferne schweifen lohnt sich nicht immer , von Michael Klesse In die Ferne schweifen lohnt sich nicht immer

Ein Erlebnis der besonderen Art findet man in unmittelbarer Nähe auf dem Berner Markt am Samstagvormittag von 7.00-12.00h. Es lohnt sich, früher aufzustehen. Hier verschmelzen regionale Köstlichkeiten und Delikatessen ferner Länder vor dem Bundeshaus und in der Münstergasse zum begehrlichen Augenschmaus und Sinnesrausch. Multikultur trifft sich in Bern, öffnet und verbindet. Es darf dekustiert, diskutiert und sogar gefeilscht werden. Und das in Bern!

Das Erleben der opulenten Farbenpalette des Pflanzenmarkts, die Käse-, Fleisch-, Gemüse-, Gewürz- und Brotvariationen des Delikatessenmarkts sind ein pures Vergnügen, wo man sogar Momente des Glücks erleben kann, wenn man beim lebensfrohen Tunesier wie in dessen Land einkaufen kann. Garantiert keine Migrosware. Projekte für die Vielfältigkeit und gegen den Produkteeinheitsbrei.

Jeder Stand hat sein eigenes Konzept, wo, meist mit sehr viel Herzblut, Eigenkreationen vom Händler über die Theke gehen.

www.bernerwochenmarkt.ch

Paradies retour! , von Michel Gygax Paradies retour!

Juri Oppliger und Kelly Kaspar haben sich ans schönste vorstellbare Ende der Welt begeben und setzen ihren Traum von der kleinen, freien und persönlichen Welt mit gastrokulturellen Taten um. Das Restaurant des gorges am Ende der romantischen Bieler Taubenlochschlucht bietet eine ehrliche, hausgemachte Küche zu sehr fairen Preisen. Dazu gibt's kantige Weine, freundliche Menschen, günstige Hotelzimmer und eine lauschige Gartenbeiz am Fluss.

Unbedingt die kleine 30minütige Wanderung von Biel-Bötzingen her durch die Taubenlochschlucht geniessen!

www.des-gorges.ch