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Kaffeeladen yocafe , von Michael Klesse Kaffeeladen yocafe

Auf die Idee des eigenen Online-Kaffeeladens yocafe.ch brachten den Berner Philippe Dentan seine wissenschaftliche Studie in Südwesthonduras und in vielen Gesprächen mit Kleinproduzenten, die ihm über die schwierige Situation im Zusammenhang mit dem tiefen Kaffeepreis berichteten. Philippe Dentan beschloss, eine direkte Verbindung zwischen den Kaffeeproduzenten in Honduras und Kaffeegeniessern in der Schweiz zu schaffen. 

Dazu gründete er yocafe.ch und kreierte den Café Campesino: Kaffeegenuss für höchste Ansprüche, vom Anbau bis zur Röstung. Dieser besteht zu 100% aus seltenen Variationen der edlen Arabicasorte mit einer dezente Zitrus-Kakao-Note und entsteht ohne Einsatz von Pestiziden oder chemischen Düngemitteln in energie- und wassersparender Verarbeitung. Yocafe gewährt die Rückverfolgbarkeit, die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit und die Qualität.

Die Kaffeebauern erhalten von yocafe für ihren Kaffee einen fairen Preis, welcher weit über dem Börsenpreis liegt. So können sie ihre Kinder zur Schule schicken und ihre Familien besser ernähren. Der Café Campesino wird in Bern bei der Rösterei Regina traditionell und in kleineren Mengen und langsamer geröstet, weil dies den Magen schont.

www.yocafe.ch, Verkauf u.a. im Fischermätteliladen, Weissensteinstrasse 29, 3008 Bern

Tierisch gut , von Eleni Meyer Tierisch gut

Bea von Malchus ist das Solotheater mit 1001 Gesichtern, Stimmen und Persönlichkeiten.

Wie ein Kaleidoskop aus Charakteren von den unzähligen Individuen auf dieser Welt zeigt sie unsere eigenen Typizitäten und die der Nachbarn, der Familie, der Geschichte, der Welt. Bea von Malchus spielt und lebt ihre Auftritte abgründig, lebendig, mit gutem Humor und absoluter Präsenz, die ans Herz geht.

Zu empfehlen: „Wind in den Weiden – ein tierisch viktorianischer Abend“ am 10., 11. und 12. Januar im Theater Ticino in Wädenswil. Das Stück wurde bereits in Freiburg zigmal aufgeführt und wird auch weiterhin zu sehen sein.

www.beavonmalchus.de

MeinLebenDeinBlut.ch , von Adrian Garbely MeinLebenDeinBlut.ch

Dem menschlichen Herzen werden ja verschiedene Aufgaben zugehalten. Ob Gefühle darin stattfinden, sei dahingestellt, ganz sicher aber pumpt das Herz, überaus herzhaft, das Blut durch unsern Körper.

Ich finde es selbstverständlich, 3-4x pro Jahr mein Blut zu spenden. Denn eines Tages kommt vermutlich der Moment, in dem ich schampar froh bin, dass der behandelnde Arzt auf genügend Blutreserven zurückgreifen und mich dadurch retten kann.

Dafür mache ich alben beim Blutspendedienst Bern einen Termin, meist morgens vor der Arbeit. Den Fragebogen fülle ich meistens schon im voraus aus, damit das kurze Interview vor der Spende noch zügiger vorüber geht. Anschl. stärke ich mich mit einem Becher isotonischen Getränks bevor ich mich auf die bequeme Liege lege und mir rund 1/2 Liter Blut abnehmen lasse. Das dauert knapp 10 Minuten, während derer ich mit einer Hand auf meinem Smartphone im Gratis-WLAN surfe. Danach erhole ich mich auch noch ein paar Minuten von der Blutspende, denn körperlich ist das schon auch ein bisschen anstrengend. Danach offeriert einem der Blutspendedienst ein feines Frühstück und man geht mit mehreren guten Gefühlen zur Arbeit.

Blutspendedienst Bern, www.bsd-be.ch

Indisch in Windisch , von Stefan Hugi Indisch in Windisch

Das Kugiss Kitchen liegt nur einen Steinwurf vom Amphitheater von Vindonissa und vom Bahnhof Brugg AG entfernt, etwas versteckt in einem Wohnquartier. Das Interieur des Restaurants erinnert eher an ein bünzliges Tea Room als an ein asiatisches Restaurant. Doch was auf dem Teller landet, ist indische Küche vom Feinsten: Curry, Tikka, Tandoori, Korma, Biryani. Mit Fleisch oder vegetarisch. In grosszügigen Portionen zu günstigen Preisen.

Ausserdem sind die Gerichte frei von jeglichen künstlichen Zusätzen wie Geschmacksverstärkern, Konservierungs- oder Farbstoffen. Konsequenterweise findet sich auch kein Aromat auf den Tischen, was die herzliche Bedienung beim Verteilen der Menükarte fast entschuldigend erwähnt. Wer braucht schon Aromat...

Kugiss Kitchen RestArena, Klosterzelgstrasse 17, 5210 Windisch, www.kugisskitchen.ch

Die liebe Freude an der Arbeit , von Patrik Zeller Die liebe Freude an der Arbeit

Über die eigene Arbeit klagen, ist hierzulande ein Volkssport. Da stellt die Werbelegende George Lois mit seinem Buch 120 "Verdammt gute Tipps (für Leute mit Talent)" eine willkommene Abwechslung dar. In Tipp 109 behauptet die streitbare New Yorker Werbelegende: "Arbeitest du nicht locker und lässig, bist Du eine lahme Ente". Er rät zu Leidenschaft und Spass, egal, wie hart die Arbeit ist und schliesset mit dem Satz ab: "Auf vielfache Weise muss die Lebensfreude, die grosse Lust am Leben und am Arbeiten, jeden Aspekt deiner Arbeit durchziehen."

"Schön gesagt, setz das mal um", mag einer denken, oder: "Der hat keine Ahnung von der Welt". Theorien in die Praxis umsetzen ist bestimmt etwas für Fortgeschrittene. Zweifelsohne gibt es Menschen, denen diese Sätze wie Luxusprobleme erscheinen, weil sie nie die Wahl hatten, sich einen Wunschjob zu angeln. Betrachtet man Lois' Lebenswerk, darf man allerdings zum Schluss kommen, dass seine Sätze keine leeren Phrasen sind.

Tipp 109 können wir einiges abgewinnen: Fallen uns schwere Aufgaben nicht leichter, wenn wir sie mit sportlichem Augenzwinkern angehen? Arbeiten wir nicht besser, wenn wir locker und konzentriert sind? Gewinnen wir andere nicht viel eher für uns, wenn wir ihnen gut gelaunt begegnen? Und abseits der Stadt, die nie schläft, in das mir manchmal doch etwas gar protestantisch gepärgte Mittelland gefragt: Sollten wir hinter guter Arbeit nicht grundsätzlich viel mehr Freude als Kasteiung sehen - in Anbetracht dessen, dass wir in unserem Leben sehr viel Zeit damit verbringen?

George Lois, Damn Good Advice (for people with talent)

Holy.Shit.Shopping , von Sophie Frei Holy.Shit.Shopping

Die Weihnachts-Shopping-Lounge in Hamburg war ein Erlebnis. Hunderte von Jungdesignern stellten am 1. Advents-Wochenende ihre Produkte über Mode, Kunst, Schmuck, Buch, Papier, Delikatessen und vieles mehr aus. Namen wie bedeckdich, buchstabenorte, betonscherepapier, dashoerkissen, edelschaum, frau w. aus h., hafenschlammrekords, liebetanz, warmher, frohstoff, strandgutfischer, koltliebtdich… machen neugierig. Wenn man ein handgemachtes, herzhaftes Geschenk sucht, lohnt es sich einen Blick auf die Websiten der Designer zu werfen und mal einen Online-Kauf zu wagen.

Designer: www.holyshitshopping.de/index.php?id=7

Faire Kostbarkeiten , von Michael Klesse Faire Kostbarkeiten

Beim Goldschmiedemeister Jörg Eggimann in Bern kann man sich mit reinem Gewissen und einem gutem Gefühl beringen und beschmücken lassen. Besonders geeignet für Leute die sich trauen sich zu trauen. Er engagiert sich seit Jahren für neue ethische Massstäbe in der Schmuckbranche. Jörg hat sich zum Ziel gemacht, sorgsam und respektvoll mit unserer Umwelt und der betroffenen Bevölkerung aus Entwicklungsländern umzugehen und kann für die entsprechende Herkunft des Rohmaterials garantieren.

Die Menschen dort, welche ohne alternative Arbeitsmöglichkeiten auf die Einkünfte aus dem Bergbau angewiesen sind, können durch faire Bedingungen ihr Einkommen generieren und eine nachhaltige Entwicklung wird möglich gemacht. Faire Kostbarkeiten stehen für menschenwürdige Abbaumethoden, einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, gegen Kinderarbeit, Raubbau, Kriegsfinanzierung und Korruption.

Jörg Eggimann teilt sein Atelier mit dem Geigenbauer, Hans Hofer. Die beiden Herren feiern diesen Herbst ihre 5 jährige Werkstattgemeinschaft. Ich selbst trage mit Stolz meinen Ring von Jörg ohne Schmutz und Blut.

Jörg Eggimann, Hans Hofer, Helvetiastrasse 5, 3005 Bern, www.eggimann-goldschmied.ch, www.hanshofer.ch

Rosie , von Eleni Meyer Rosie

Rosie by Marcel Gisler Switzerland, January 2013 Sybille Brunner, Gewinnerin des Schweizer Filmpreises für die beste Darstellerin.

Ein Film, der Tabus und die verschlackten Organe einer Familiengeschichte nicht aufwärmt oder entsorgt, sondern mit viel Liebe und herzerwärmendem Humor das Licht genau auf die menschlichen Mühsale und Freuden wirft. Authentisch, berührend, mitten aus der Schweiz und einfach mit Herz....

Übrigens: Gesehn im Senioren-TAKino Schaan, Fürstentum Liechtenstein, inmitten eines interessant durchmischten Publikums und einem empfehlenswerten Veranstaltungsprogramm TAKino und TAK-Theater Liechtenstein.

www.tak.li www.takino.li

Mal ehrlich! , von Sarah King Mal ehrlich!

Er singt von Windliechtli, Süsswasserpiraten und von zu fest haftendem „Chläbi“, rezitiert Robert Gernhardts „Erna, der Baum nadelt“ in sieben Rollen: So mutiert Nils Althaus von der Greisin zum Blick-Journalisten. Und immer wieder setzt er sich an den kleinen Stubentisch, in den Schein des Advents-Kerzenlichts. Vier Jahre schon tritt der Berner Liedermacher mit seinem Advents-Programm auf, auch wenn die diesjährige „Premiere“ im November knapp vor dem Advent angesetzt war. Das könnte den einen oder anderen im Publikum irritieren: „Aber mal ehrlich: wenn einer das Plakat sieht – ‚Apfänt, Apfänt!’ – was erwartet er dann? Ein Osterprogramm?“ Nils Althaus grinst. Die Ertappten grinsen. Und andere ebenso.

Am 17. und 18. Dezember ist Nils Althaus mit „Apfänt, Apfänt!“ im La Cappella, Bern.

www.nilsalthaus.ch

Leckereien für Gaumen und Hirn , von Reto Hügli Leckereien für Gaumen und Hirn

Das Apfelgold in der Länggasse in ein Schema zu zwängen fällt schwer. Ist es ein Tea-Room? Oder eine Leselounge? Keines von beidem. Das stilvoll eingerichtete Lokal bietet seinen Gästen alles Feine aus Äpfeln: Vom hausgemachten Apfelkuchen zum Süssmost. Natürlich auch ausgewählte Teesorten und herrlich duftenden Kaffee.

An der Fensterfront sitzt es sich an langen, massiven Tischen. Neben der grossen Glasvitrine und der Theke füllt ein Bücherregal die ganze Wand aus. Einzig für ein alterwürdiges Sofa wurde Platz ausgespart. Die Leseecke lädt zum Verweilen ein, die Kuchen- und Tartespezialitäten zum Schnausen.

Wem das Apfelgold zu abgelegen scheint, kann sich die süssen Versuchungen übrigens auch liefern lassen.

Apfelgold Desserts & Livres, Bonstettenstrasse 2, 3012 Bern, www.schnouse.ch