kggastro facebook rss
Erst denken, dann essen! , von Michel Gygax Erst denken, dann essen!

Trüffelschwein ist ein junges Nonprofit-Unternehmen, das ein gesellschaftliches Problem mit einer kleveren Geschäftsidee angeht. Früchte und Gemüse, die aus ästhetischen Gründen nicht im Grossverteiler landen, werden dem Projekt Trüffelschwein von regionalen Bauern kostenlos abgegeben. Sie verwandeln die Produkte in haltbare Essensperlen und geben dem Gemüse eine zweite Chance.

Eine feine, äusserst unterstützenswürdige Idee, die das Problem wahrscheinlich nicht grundsätzlich löst, aber zum Denken anregt. Falls Trüffelschwein einen Gewinn erzielt, wird er in Foodwaste-Projekte reinvestiert.

www.trueffelschwein.ch

Bei Lina im Wohnzimmer , von Reto Hügli Bei Lina im Wohnzimmer

Eine der gemütlichsten Bars in Winterthur befindet sich in einem 150-jährigen Haus an der Wartstrasse gleich hinter dem Bahnhof. Das Lokal ist nach der Grossmutter der Gastronomin Maya Christen benannt. Ein Bild der Seniorin, die früher im Haus gewohnt hat, gehört ebenfalls zur liebevollen Einrichtung.

Man fühlt sich sofort zu Hause. Das liegt einerseits an der charmanten Bedienung und andererseits am gepflegten Angebot an Cocktails und Drinks. Gegen den kleinen Hunger werden selbstgebackene Kuchen serviert.

In der warmen Jahreszeit lockt der kleine, ruhige Garten im Hinterhof. Genau der richtige Ort, um auf den Feierabend oder das Wochenende anzustossen. Oder auf Lina. 

Lina's Bar, Wartstrasse 38, 8400 Winterthur, www.linas-bar.ch

Wie bretonische Ferien , von Michael Klesse Wie bretonische Ferien

In die Crêperie Le Carrousel in der Berner Länggasse kann man aus dem Alltag entfliehen und sich mit einem süss-salzigen Gaumenschmaus erster Güte belohnen. Dort fühlt man sich in die Bretagne versetzt, die als Wiege der Crêpes und Galettes gilt. Auch im Le Carrousel werden die runden Spezialitäten nach alter Tradition hergestellt und ausschliesslich hausgemachte Teige verwendet.

Mit viel Liebe und Sinn für das Schöne und Feine wird das gemütliche Lokal in familiärem Wohnzimmer-Ambiente geführt. Weitere Spezialitäten direkt aus der Bretagne werden angeboten, sowie ausgewählte Produkte vorwiegend aus der Region Bern. Das Angebot ist reichhaltig und variantenreich. Es wird auf Stil und Orginaltreue geachtet. Die Musik ist selbstverständlich bretonisch. 

Dies alles spielt sich vor und hinter prunkvoller Fassade des "Palazzo Prozzo" ab, wo sich auch das Cafe Parterre befindet. Das ist aber eine andere Geschichte und wird vielleicht ein anderes Mal erzählt.

Crêperie Le Carrousel, Hallerstrasse 1, CH-3012 Bern, www.le-carrousel.ch

Claires Bonheur , von Sophie Frei Claires Bonheur

Wenn die letzten bunten Blätter von den Bäumen fallen und die Tage kälter und dunkler werden, fällt es besonders schwer morgens aus dem warmen Näscht zu schlüpfen. Doch allein der Gedanke an den Duft von warmen Brioches und Zimtschnecken weckt die Geister, und kaum hat man die Tür der Gelateria di Berna zu Claires Backstube geöffnet, ist der Novemberblues wie weggeflogen.

In den frühen Morgenstunden bereitet Claire das köstliche Gebäck liebevoll zu, und schafft es mit einer sinnlichen Vielfalt an Düften und Aromen der Kälte die Stirn zu bieten! Bis Ende Dezember 2013 kann man sich so die kalten Tage versüssen.

Claires Bonheur in der Gelateria di Berna l Hinter der Caffè-Bar Sattler l Öffnungszeiten: Di-So, 8-17 Uhr

Wein vom äussersten Winkel der Schweiz , von Stefan Hugi Wein vom äussersten Winkel der Schweiz

Man möchte stundenlang in der Weinstube mit Giuliano und Ivana Zanolari zusammensitzen. Zuallererst, weil ihre Weine vorzüglich schmecken. Zanolari ist einer der ersten Biowinzer der Schweiz und der erste, der in der Region diesen Schritt wagte. Das Weingut der Familie liegt ennet der Grenze an den Sonnenhängen des Veltlins. Lager und Laden befinden sich in Poschiavo.

Dann möchte man Giuliano Zanolari einfach dabei zuhören, wie er davon schwärmt, den schönsten Beruf der Welt zu haben. Und wie er dabei schmunzelnd erwähnt, wer sonst ausser dem Winzer könne bei der Arbeit Wein trinken. Wie er von sich als «Staibock-Tschinggeli» spricht und Geschichten aus dem Puschlav von früher und heute erzählt. So lassen sich jedenfalls gemütliche Stunden in einem der äussersten Winkel der Schweiz verbringen.

Casa Vinicola La Torre, Via di Curtin 187, 7742 Poschiavo, www.la-torre.ch

Verführung mit Honignote , von Reto Hügli Verführung mit Honignote

Met tranken schon unsere Urahnen – der frühste archäologische Fund stammt von 2000 vor Christus. Im Indogermanischen bedeutet «met» dieser Wortstamm Honig. Damit und mit Wasser, Hefe und Kräutern stellt Alexander Eckert in seiner Metsiederei im Innerberg sein edles Getränk her. Der verwendete Honig ist biozertifiziert und das Wasser stammt aus der hauseigenen Quelle. Eckert liegen die bedrohten Bienen am Herzen, deshalb ist er nicht nur Metproduzent sondern auch Imker.

Das flüssige Gold schmeckt. Ob als altnordische Variante «Norse» beispielsweise zu Käse oder in der süsseren Version «Milfion» zum Dessert. Met ist eine neue Geschmackserfahrung – obwohl das Rezept und die Herstellungsmethode schon Jahrtausende alt ist.

Der Met aus Eckerts Metsiederei ist ein ideales Geschenk für Weinliebhaber mit Entdeckersinn. Unbedingt degustieren! 

Metsiederei Alexander Eckert, Schärgummenstrasse 95, 3044 Innerberg, www.metsiederei.ch

Hühnerhubel , von Stefan Hugi Hühnerhubel

Bis 1941 donnerten noch Züge über diese Stelle. Heute liegt dort - oberhalb der Kreuzung von Dammweg und Polygonstrasse - das Lorraine-Högerli. Es ist ein Ort der Ruhe geworden.

Im wilden Garten wachsen Kräuter, Sträucher und Hecken. Hühner und Hasen leben auf dem Hubel. Kinder können dort spielen, die Tiere beobachten oder in einem Feld eigenes Gemüse pflanzen. Eine kleine Oase mitten im Quartier.

Högerli Lorraine in Bern, http://195.186.81.17/dorlas/gelb.html

Abendtafeln , von Sarah King Abendtafeln

Warum nicht mal Suppe im Kürbis statt Kürbissuppe und ein Berner Bier zu andalusischem Gemüse? Astrid Lipke und Charles Lorenz kreieren einen dem bunten Herbst in nichts nachstehenden Fünfgänger. Das Dessert kommt vom Apfelgold. Gegessen wird an einer langen Tafel, geschöpft aus herumgereichten Schüsseln und geredet ohne Berührungsängste.

Die nächsten Tafelrunden finden am 15.11. und 28.11. im Apfelgold für 75 Franken (inklusive Apéro) pro Person statt. Die Termine für Dezember haben Astrid und Charles noch nicht festgelegt. Auf Anfrage kreieren die beiden auch Abendtafeln für geschlossene Gesellschaften.

Weitere Informationen und Termine erhalten sie direkt von Astrid und Charles: 079 154 12 00 oder abendtafeln@gmail.com.

Apfelgold: www.schnouse.ch

Die besten Plättli der Stadt , von Adrian Garbely Die besten Plättli der Stadt

Wenn die Blätter fallen, der Nebel zur Gewohnheit wird und die Strickmützen auf unseren Köpfen wieder Platz nehmen, ist es höchste Zeit, die kleine Weinbar zwischen Kunstmuseum und dem «Kapitel» zu besuchen.

In Letzterem machen sich die Hipster (oder wie die derzeit grad alle heissen) breit, bei «Moni» in der TaBerna Vinaria gehts nicht um Sehen & Gesehen werden, um laute Musik oder gar um Gerichte, die kaum auszusprechen sind, sondern v.a. um Wein.

Wein aus allen Teilen der Welt, doch nie als Massenware. Monika Flaach kauft nur dort, wo sie selbst schon war, und dann in kleinen Mengen; oft auch explizit von Winzerinnen. Moni empfiehlt Rot- oder Weissweine und hat sich noch nie vertan. Wer Hunger hat und nicht nur dem Wein frönen will, bestellt sich ein «Plättli». Feine Zutaten, ausschliesslich vom Märit, werden zu verschiednen Broten und herrlichem Olivenöl serviert.

Eigentlich sollte ich gar nicht über dieses kleine aber feine Lokal sprechen ... Die Hipster sollen gern nebenan bleiben!

TaBerna Vinaria, Hodlerstrasse 16, 3011 Bern, www.taberna-vinaria.ch

Edle Tropfen und wunderbare Leute , von Markus Hochuli Edle Tropfen und wunderbare Leute

Das Bed and Breakfast le Clos de l'Aigue liegt mitten im Weinbaugebiet der Côte de Beaune und ist ein idealer Ausganspunkt zur Entdeckung der Weinkeller, Restaurants und Leute im Burgund.

Sandrine und Laurent haben das alte Bauerhaus vor zwei Jahren liebe- und geschmacksvoll umgebaut und bieten ihren Gästen vier einmalige Zimmer an. Wir übernachteten im alten Pferdestall und wurden beim ausgiebigen Frühstück in der ehemaligen Metzgerei mit Sandrines selbstgemachtem Clafoutis aux Cerises und anderen Leckereien aus der Gegend verwöhnt. Abends philosophierten wir bei einem Gläschen Chartreuse Verte, einem Kräuterlikör aus über 130 verschiedenen Kräutern, mit unseren Gastgebern.
Wer sich so richtig aufgehoben fühlen will und Lust hat, das Burgund zu entdecken, dem sei das Clos de l'Aigue wärmstens empfohlen.

Le Clos de l'Aigue, rue Sylvestre Chauvelot 4, 21200 Beaune, Frankreich, www.leclosdelaigue.fr