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Vom Opium zum Kaffee , von Sophie Frei Vom Opium zum Kaffee

Eine Kurzgeschichte aus der laotischen Bergwelt und warum es sich lohnt, fair gehandelten Kaffee zu kaufen.

Da der Norden von Laos sehr bergig ist, konnten die Bauern nicht so einfach wie im Flachland Reis anpflanzen. So bauten die laotischen Bergstämme an den dicht bewaldeten Hängen und auf den Hochebenen Schlafmohn an. Als dies von der Regierung verboten wurde, hatten Stämme wie die Hmong oder die Khmu keine andere Wahl, als zur Existenzsicherung Berghänge zu roden und somit Anbaufläche zu gewinnen. Doch die Erträge von Mais und Reis mit dieser althergebrachten Methode sind mager und reichen gerade mal zur Ernährung einer Familie.

Mit der Möglichkeit, Hochland Arabica Kaffee im Schatten des Waldes auf 800 Metern über Meer anzubauen, wird der laotischen Bergbevölkerung eine alternative Einkommensquelle ermöglicht. Saffron Coffee hat mit den Einheimischen vor Ort eine Kaffeebaumschule gegründet und garantiert die komplette Abnahme der Ernte. So ist die Arabicabohne die erste nachhaltige Nutzpflanze seit dem Anbau von Schlafmohn und kann im nahe gelegenen Luang Prabang von Einheimischen und Touristen genossen werden.

Saffron Coffee: www.saffroncoffee.com

Mit scharf und gesund: Frau Ingwer , von Reto Hügli Mit scharf und gesund: Frau Ingwer

Amarilis Bilbeny, die Gründerin von «Frau Ingwer» kommt ursprünglich aus der Romandie und ist klassische Sängerin. Sie stellt in ihrer Werkstatt im Süden Hamburgs feinste Bio-Ingwer-Spezialitäten her.

Die Zutaten werden von ihr sorgfältig ausgewählt. In Handarbeit entstehen so ihre Ingwersäfte nach Rezepten, die die zitrusähnliche Frische der Knolle mit seiner aromatischen Schärfe in Einklang bringen – ein einmaliges Geschmackserlebnis. Die Ingwerwurzel wirkt entzündungshemmend und wohltuend für Atem- und Stimmwege und den Magen.

Den Ingweressig und den Ingwersaft – Tipp: verdünnt mit Apfelsaft geniessen! – verkauft Bilbeny auf den Biomärkten in Hamburg, Altona und Eppendorf.

Frau Ingwer, Zur Seehafenbrücke 20, D-21073 Hamburg, www.frauingwer.de

Dringend zur Nachahmung empfohlen , von Adrian Garbely Dringend zur Nachahmung empfohlen

Jeweils freitags von März bis Oktober verwandelt sich der Pogačarjev trg (Platz) in Ljubliana in eine grosse Open-air-Küche.

Am „odprta kuhna“ genannten kulinarischen Happening messen sich Köche aus ganz Slowenien im friedlichen Wettstreit um die Gunst der Gaumen des zahlreichen Publikums. Die Szenerie ist ein Augenschmaus: Spezialitäten aus dem ganzen Land werden feilgeboten oder frisch zubereitet. Es wird dabei kein Menügang ausgelassen - auch nicht bei den Getränken. Sie finden an der odprta kuhna von den Apérohäppchen mit den passenden Getränken zu den Hauptgerichten aus allen Landesgegenden (und darüber hinaus) bis zu klebrig-süssem zum Dessert alles, was Ihr Gaumen begehrt. Rund um die odprta kuhna stehen Tische und Bänke, wo man sich Gang für Gang gemütlich niederlassen kann. Aber auch die Bars und Restaurants in der Umgebung sind tolerant und lassen Sie ihre Speisen geniessen (sofern sie die Getränke nicht auch noch selber mitbringen).

Als Abschluss des Besuchs der odprta kuhna bietet sich die „Snopc o‘ tecca“ an. Hier ist Degustieren ausdrücklich erwünscht und einen Digestif werden sie nach dem Besuch der odprta kuhna garantiert nötig haben. Dober tek! (Mahlzeit)

Odprta kuhna im Internetz: http://odprtakuhna.si/en/

Diesen Beitrag verdanken wir unserem Leser Tinu Grantig. Vielen Dank!

Kiwis , von Sophie Frei Kiwis

Wenn man in der Schweiz das Wort „Kiwi“ hört, denkt man als erstes an die braune, pelzige Frucht mit dem grünen, saftig-süsssauren und Vitamin-C-reichen Fruchtfleisch. Auch als Chinesische Stachelbeere bezeichnet, wird die exotische Frucht sofort mit Neuseeland in Verbindung gebracht, obwohl sie ursprünglich aus China stammt und sogar in der Schweiz angebaut wird.

Die Neuseeländer selbst nennen sich sogar „Kiwis“. Nicht jedoch - wie man fälschlicherweise annehmen könnte - wegen der Frucht, die in Neuseeland übrigens immer mit „Kiwi fruit“ benannt wird, sondern wegen des braunen, struppigen Vogels mit dem langen Schnabel. Kiwis, auch Schnepfenstrausse genannt, sind nachtaktive, flugunfähige und fast blinde Vögel, beheimatet in den Wäldern Neuseelands. Der braune, struppige Vogel ist ein Nationalsymbol Neuseelands und steht unter Naturschutz.

Mehr über den Kiwivogel: http://www.doc.govt.nz/conservation/native-animals/birds/birds-a-z/kiwi/

Xenia Fachstelle Xxxarbeit , von Michael Klesse Xenia Fachstelle Xxxarbeit

Die engagierten, kreativen und humorvollen Frauen des Vereins Xenia, der Fach- und Beratungsstelle für Xxxarbeit in der Berner Altstadt, setzen sich seit nunmehr 30 Jahren mit grosser Motivation und Herzblut für eine Enttabuisierung der Xxxarbeit, für faire und würdevolle Arbeitsbedingungen und die Schaffung von Rechten und Schutzmassnahmen der Frauen und gegen Menschenhandel, Ausbeutung, Abschaffung und Verbot beim "ältesten Gewerbe der Menschheit" ein.

Xxxarbeit ist nach wie vor das politisch und öffentlich diskutierte Thema in Europa und der Schweiz. Aktuell geht es in den medialen Debatten um die Xxxboxen in Zürich, die Personenfreizügigkeit und die Einführung des Schwedenmodells.

Die Fachstelle kämpft sich mit wenig bestehenden Mitteln durch hohe Berge an Arbeit, da die Nachfrage von Xxxarbeiterinnen, PolitikerInnen, Medienleuten, Privatpersonen und Studierenden stetig steigt. Die Cafeteria "Nr. One" bietet den Xxxarbeiterinnen und auch Frauen aus anderen Berufen einen Treffpunkt und eine Essensgelegenheit für einen kleinen Unkostenbeitrag an. Zum Jubiläum gibt es eine grosse Benefizfeier mit namhaften Musikbands am 1. November in der Aula des Progr.

Verein Xenia, Langmauerweg 1, 3011 Bern. www.verein-xenia.ch

Festival urbaner Gastrotrends , von Michel Gygax Festival urbaner Gastrotrends

Mobile Restaurants erobern die städtischen Landschaften und erheben die Zunft des Gassen-Gourmets und dessen Ausprägungen zu einer globalen Bewegung, die auch vor der Schweiz nicht halt macht. Das erste Zürcher Street Food Festival soll eine Plattform dafür bieten.

Mit seinem Auftakt am 29. August 2014 ab 17 Uhr werden drei Tage des Schlemmens eingeläutet. Während sich der Freitag mit einem Dinner-Set-up präsentiert, ist der Samstag ein ganztägiger klassischer Food-Market, wie man ihn aus den Metropolen der Welt kennt. Am Gourmet-Sonntag zeigen ausgewählte Spitzenköche ihre mobilen Gastroideen. 

Der Anlass wird auf dem Gelände der sympathischen Weinhandlung Smith and Smith Company unter anderem von der kreativen Eventgestaltungsfirma "Montagsmarkt" organisiert.

www.smithandsmith.ch  www.montagsmarkt.ch

Ferien im Baudenkmal , von Patrik Zeller Ferien im Baudenkmal

Dass der Heimatschutz über eine beeindruckende Sammlung an schön erhaltenden Bauten verfügt, ist kein Geheimnis mehr. Kürzlich durfte ich eine Wohnung aus dem Fischerhaus in Romanshorn kennen lernen und gebe diesen Tipp auf der Stelle weiter: Diese Wohnung sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie aus einem Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert eine stilvoll renovierte Ferienwohnung entstanden ist, die sich erst noch zu fairen Preisen zu mieten ist.

Die Highlights aus Wohnung Nummer 1: Nebst dem spärlich, aber gemütlich eingerichteten Wohnzimmer mit altem Ofen brilliert im ersten Schlafzimmer eine alte Tapete aus dem 19. Jahrhundert. Vintage in echt also. 

Weitere Infos zum Fischerhaus finden sich hier.

Gewürz pur , von Stefan Hugi Gewürz pur

Wer zu Hause sein Gewürzgestell nur mit einem Dösli Aromat und einem Fläschli Maggi bestückt hat, den wird die Auswahl beim Gewürz Profi schlicht überfordern. Allen anderen sei der Laden in der Aarauer Altstadt oder der Onlineshop wärmstens ans Herz gelegt: Gewürze, so weit das Auge reicht - von überall her, von süsslich-mild bis höllisch scharf, ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker und von Hand portioniert. Im Laden berauschen die Düfte und Farben die Sinne. Die charmante Bedienung gibt Tipps und offeriert nach dem Kauf als Dankeschön das Müsterli einer Gewürzmischung. Spice up your life!

Gewürz Profi, Graben 24, 5000 Aarau, www.gewuerzprofi.ch

Gump-& Drahtesel-Arbeit mit Perspektiven , von Michael Klesse Gump-& Drahtesel-Arbeit mit Perspektiven

Als buntes, multikulturelles und soziales Unternehmen integriert der Gump- & Drahtesel in Bern-Liebefeld erfolgreich Menschen in den Arbeitsmarkt und betreibt dazu eine Velorecycling- und Metallwerkstatt. Die Teilnehmenden der Arbeitsintegrationsprogramme reziklieren alte Fahrräder und produzieren aus Veloteilen wertvolle Produkte, die im Verkaufsladen "Pico Bollo" im Berner Bollwerk als sinnvolle Unikate und Sürprisen gekauft werden können.

Der G&D engagiert sich zudem mit dem Programm "Velos für Afrika" seit Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. Dort und in Partnerwerkstätten in der ganzen Schweiz werden die gesammelten Fahrräder durch Arbeitslose oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufbereitet. 

Seit 1993 sammelt, verarbeitet und exportiert "Velos für Afrika" ausgediente Drahtesel. Das Programm stiftet mehrfach Nutzen. Das Velorecycling in der Schweiz ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern fördert auch die soziale und berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. In Afrika sichern die Velos schliesslich CO 2-freie Mobilität und Einkommen. Einfach anrufen und die "ausgedienten" alten Velos werden gratis abgeholt. 

Gump- & Drahtesel, Waldeggstrasse 27, 3097 Liebefeld, www.gumpesel.com, www.velosfuerafrika.chwww.picobollo.ch

Die Perle am Vorderrhein , von Eleni Meyer Die Perle am Vorderrhein

"Surselva" heisst auf rätoromanisch "über dem Wald", doch für mich ist Sevgein schon eher etwas "über der Welt". Das schmucke Bergdorf Sevgein liegt auf einer Terrasse in der Surselva mit Weitblick in die Gipfel und übers Vorderrheintal. Hier hat die Familie Aubry eine Perle geschaffen.

Gemeinsam und mit grosser handwerklicher Familienkompetenz (Steinbildhauerei, Schreinerei, zeichnerische Planung, biologisch dynamischer Gartenbau und Kochkunst aus Frischprodukten) wurde der am alten Wohnhaus angebaute Stall neu gestaltet und zum kleinen Ferienhaus umgebaut. Umrundet von Blumen sowie Kräutern, Beeren und Gemüse, die - ganz Selbstversorger - für das feine Mehrgangmenü verwendet werden. Es ist ein Ort zum Staunen, Ausruhen und Geniessen entstanden.

Papaver33, Marlen Aubry, Fir 33, 7127 Sevgein, www.papaver33.ch