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Eine moderne Genossenschaft , von Eleni Meyer Eine moderne Genossenschaft

Die Burgdorfer Genossenschaft blokk ist ein Verband von Menschen, die sich in ihrer Haltung bestens verstehen. Sie ist auch ein Netzwerk. Es verbindet Architektur, Bauhandwerk, Möbelbau und textiles Schaffen. Ideell beruft sich blokk auf die mittelalterlichen Bauhütten, die verschiedenste Handwerker in einer Organisation vereinten, um gemeinsam Grosses zu schaffen. Die Übergänge zwischen Entwurf, Planung und Ausführung sind fliessend, der gesamte Prozess eine Einheit.

blokk legt grossen Wert auf die Materialität seiner Werke und Werkstücke, auf die Haptik der Oberflächen, die Qualität des darunter Liegenden und arbeitet bezogen auf den Bau, wo immer möglich mit baubiologisch wertvollen Stoffen. Bei den textilen Arbeiten werden biologische Stoffe und Recyclingstoffe verwendet. Das Ziel in der Architektur ist es, Raum für Menschen zu schaffen, zu ergänzen und an Bestehendes anzuknüpfen. Mit ihrem Wirken will die Genossenschaft Geradliniges, Ehrliches und Dauerhaftes erzeugen.

www.blokk.ch

Im Rosenpark , von Rosmarie Bernasconi Im Rosenpark

Im Rosenpark - Entwicklungsroman von Hans Schelling. Das Leben von Marielouise, einer erfolgreiche Modejournalistin und Besitzerin einer Ostschweizer Modeagentur, verläuft nicht so harmo­nisch, wie sie sich dies vorgestellt hat. Sie heiratet den erfolgreichen Zementfabrikanten Harald von Stockenberg. Beider Glück scheint perfekt, ihre Liebe einmalig. Gemeinsam mit Harald bauen sie ihre neue Heimat, die Villa «Im Rosenpark» auf. Als ihr Sohn Christian zur Welt kommt, ist ihr Leben vollkommen. Doch nach einem schweren Schicksalsschlag gerieten die Gefühle der beiden in ernsthafte Turbulenzen.

Die Geschichte berührt und der Autor Hans Schelling ist behutsam mit seinen Protagonisten umgegangen. Ein Buch zwischen, Leidenschaft, Humor aber auch Tragik und vielen unkonventionellen Wendungen. Das Buch ist im November 2014 erschienen und  in Buchhandlungen erhältlich - oder auf www.einfachlesen.ch.

Urban, der Weingott , von Michel Gygax Urban, der Weingott

Der Berner Sascha Pauli - charismatischer, herzlicher und leidenschaftlicher Weinfreak - hat vor knapp zwei Jahren seinen Traum wahrgemacht und die Weinhandlung "Urban und ich" gegründet. Das Angebot ist gespickt mit Produkten von talentierten und biologisch produzierenden Klein- und Kleinstwinzern. Vorwiegend aus Frankreich. Mit spannenden Ergänzungen aus Italien, der Schweiz und Deutschland.

Seine Auswahl ist vorwiegend an Weinausstellungen und in einer Ecke der sympathischen Biobäckerei "Backbord" in Ostermundigen ersichtlich und erhältlich. So ist auch ein Umweg in die Berner Vorstadtpampa mal ganz lohnenswert.

www.urbanundich.ch

Schöne Aussichten , von Reto Hügli Schöne Aussichten

Bern ist schön. Aber warum nicht mal nach Fribourg ausfliegen? Die Saanemetropole – ebenfalls eine Zähringerstadt – lockt mit einer weitläufigen Altstadt und mit zahlreichen Cafés und Bistros. Eines mit einer besonderen Aussicht liegt an der Grand-Rue 36: Das Café du Belvédère.

Die Grundmauern des Gebäudes datieren von 1181, das Innere wurde sanft renoviert. Möbel aus den 1960er Jahren kontrastieren mit den Holzböden und Steinmauern. Die grosse Terrasse mit den hundertjährigen Kastanienbäumen lädt zum Verweilen ein. Die Getränkekarte ist klein und fein. Tipp: Ein Fri-Mousse aus der nahegelegenen Mikrobrauerei bestellen und den Blick schweifen lassen...

Café du Belvédère, Grand-Rue 36, 1700 Fribourg, www.facebook.com/cafebelvedere

Mir stinkt das Glück , von Maja Boss Mir stinkt das Glück

Marjolaine Minot spielt die liebenswürdige, schrullige, auch etwas skurrile Claudine, welche alleine in einer kleinen Wohnung, vollgestopft mit Büchern und mit weiteren von ihr geliebten Gegenstände, haust. Ihr stinkt das Glück, weil es immer dort ist, wo man selber nicht ist. Und doch scheint sie ihres inmitten ihrer Wohnung gefunden zu haben. Eine tragische „Ein-Schauspieler-Komödie“ mit viel Charme und Poesie über eine eher ruppige alte Frau unter deren Weste, viel Menschlichkeit steckt.  Brillant gespielt von Marjolaine Minot.

Marjolaine Minot wurde in Frankreich geboren, ist ausgebildete Clownin und Wahlbernerin.   

www.marjolaine-minot.com

Nähkunst aus Bern , von Michel Gygax Nähkunst aus Bern

Miriam Cavegn alias Fräulein Mimi näht unaufhörlich und ohne Hilfe von asiatischen Kindern im Berner Weissenbühlquartier wunderbar überraschende Kleinigkeiten. Mit viel Liebe und Gelassenheit produziert sie verschiedene Textilien sowohl für Schön als auch für den täglichen Gebrauch. Alle handgefertigten Endprodukte verkauft sie jeweils donnerstags (Nachmittag) und freitags (am Morgen) und jeden zweiten Samstag in ihrem hübschen und schlichten Laden. Wer will kann ihr gleich beim Wirken zuschauen, denn der Laden ist zugleich auch Mimi's Atelier.

Das Zielpublikum ist eindeutig das weibliche Geschlecht. Männer finden orignielle Geschenke für die Dame und ihren Nachwuchs. Zu unverschämt fairen Preisen. Mittlerweile bietet Madame Cavegn allerdings Nähkurse an. Auch für den modernen Herrn. 

Wer nicht gleich den Weg ins Weissenbühl auf sich nehmen möchte, schaut sich doch am Besten auf der untenstehenden Homepage Mimi's Blog und die Fotogalerie an. (WDH)

Mimi's Laden, Seftigenstrasse 23, 3007 Bern, www.mimisladen.ch

Euphorie in der Länggasse , von Sarah King Euphorie in der Länggasse

Und dann diese Schoggibombe – „Marquise au Chocolat.“, korrigiert Donat Berger, Berns aus Leidenschaft gewordener Dessert-Profi mit einem Profil eines Leichtathleten. Nun steht er bereits über zwei Jahren ins seinem Kaffeehaus „Apfelgold“.

Apfelschaumwein statt Prosecco, mindestens ein Apfeldessert in der Vitrine und viel anderes. Keine Entscheidungsqual zwischen Sünde und Gesünde. Neben allerlei Getränken und Büchern zum sofort oder später Lesen gibt es nichts als Desserts. Aber was für welche: die Schoggibombe eben: flüssiger Schoggiguss überzieht Schoggimousse gefolgt von Schoggi mit Biss. Macht übermütig. Wers nicht zu den Öffnungszeiten ins Apfelgold schafft, der kann die Schoggibombe über Donat Bergers weitbekanntes „Schnouse“-Catering bestellen. „Sag einfach Schoggibombe II“ unterbricht der Meister. „Die echte Schoggibombe hat Schokoladen-Späne oben auf.“ Er nimmt es genau. Darum gelingen die Desserts. Und so ist die Länggasse seit Sommer 2012 ein Euphorie-Mekka. Besonders auch in der Weihnachtszeit... (WDH)

Apfelgold, Bonstettenstrasse 2, 3012 Bern, www.schnouse.ch

Rad Saft , von Sophie Frei Rad Saft

Man nehme vier Beine, zwei umfunktionierte Fahrräder, eine Obstpresse, viel Energie, frische Früchte und tritt heftig in die Pedale. Das Ergebnis ist ein erfrischender, 100% natürlicher, direkt gepresster Schweizer Bio-Saft hergestellt mit viel Hand, Herz und Beinarbeit. Verteilt wird der Saft in der Stadt Zürich ebenfalls per Rad. Berner können ihn z.B. im Café Kringel Tingel geniessen.

www.rad-saft.ch; Video: www.rad-saft.ch/video

Schweizer Helden , von Michael Klesse Schweizer Helden

Wer ist ein echter Held, was ist wirklich wichtig, was zählt im Leben?

"Schweizer Helden" ist der neue Kinofilm von Peter Luisi, Schweizer Regisseur der jungen Generation, welcher auf Anhieb den Publikumspreis in Locarno gewonnen hat.

Die Story: Sabine, eine seit kurzem von ihrem Mann getrennte Hausfrau, findet sich über die Weihnachtszeit plötzlich allein. Um bei ihrer Familie und ihren Freundinnen Anerkennung zu gewinnen, entschliesst sie sich, mit einer Gruppe von Asylbewerbern die Geschichte von Wilhelm Tell aufzuführen. Ein Unterfangen, auf welches sie in vieler Hinsicht nicht vorbereitet ist. Die Asylbewerber im Durchgangszentrum haben ihre eigenen Probleme und nicht auf Sabine gewartet. Als die Tell-Aufführung plötzlich ins mediale Scheinwerferlicht gerät, geht Sabine an ihre Grenzen und darüber hinaus, um das Theaterstück zum Erfolg zu führen. Erst dann merkt sie: Was wirklich zählt, ist etwas ganz anderes.

Dieser absolut sehenswerte Film für alle Weltbürger über Menschlichkeit, Schicksal und Lebendigkeit entflammt die Herzen der Zuschauer, hat mich zutiefst gerührt und berührt und ist von einer wahren Begebenheit inspiriert. 

www.schweizerhelden.ch, läuft ab sofort in den Schweizer Kinos.

La cuisine corse , von Reto Hügli La cuisine corse

Calvi an der korsischen Nordwestküste hat zwar nur rund 3'700 Einwohner, bietet aber nebst der mächtigen Zitadelle mit seiner pittoresken Altstadt einige kulinarischen Trouvaillen.

Das Restaurant U Fornu liegt auf halbem Weg zwischen dem Bahnhof und dem alten genuesischen Gouverneurspalast in einer kleinen Sackgasse. Am schönsten sitzt es sich draussen, die Tische sind liebevoll dekoriert und ausgewählte Möbel und Antiquitäten setzen Akzente. 

Gekocht wird traditionell korsisch mit eigenen Kreationen: Brocciu (Käse), Lamm, frischer Fisch. Empfehlenswert: Der Linseneintopf mit Wildschweinwurst und als Dessert Fiadone, den korsischen Käsekuchen. Menüs gibts bereits ab 19 Euro. Dazu auserlesene Weine aus der Balagne. 

Die Gastgeberin Pierra Simoni organisiert übrigens auch das Musikfestival Calvi on the rocks, das jeweils im Juli stattfindet.

U Fornu, Boulevard Wilson/Impasse Bertoni, F-20260 Calvi, Website