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Das grosse Los , von Michael Klesse Das grosse Los

Was passiert, wenn frau ein grosses Los gewinnt und sich ihren Traum erfüllen kann?  "Also wirf die Leinen los und segle sofort aus dem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln, forsche, träume, entdecke!", schreibt Mark Twain.

Diese wahre Geschichte hat die Journalistin Meike Winnemuth erlebt und in ihrem Buch nun aufgeschrieben. Sie ist darin zu ihrem Kern und ihren wichtigsten Lebensfragen vorgestossen. Wer bin ich, was will ich, wie gehe ich mit Freiheit um, was traue ich mir zu, was ist im Leben alles möglich, was soll das alles hier überhaupt? Nichts, was man sich nicht auch zuhause versuchen könnte zu beantworten, aber in der Ferne weitet sich der Blick, dort kriegt man, je nach Bedarf, eine Lupe oder ein Fernglas in die Hand gedrückt und damit auch ein paar andere Perspektiven serviert.

Meike Winnemuth hat es getan, in 12 Städten in 12 Monaten gelebt. In ihrem Buch hat sie diese Zeit auf eine frische, kluge und emotionale Weise dokumentiert, die mir die Gänsehaut wachsen und die Tränen der Rührung in die Augen trieb (ich gebe es zu). Sie ist verändert nach diesem Jahr zurückgekommen und hat gemerkt, dass sie das Geld vom grossen Los gar nicht gebraucht hätte, die Ängste und Schranken, es davor nicht zu tun, waren nur in ihrem Kopf. Absolut lesenswert!

www.zeit.de/angebote/buchtipp/winnemuth

Die Fee, die Süsses zaubert , von Reto Hügli Die Fee, die Süsses zaubert

Stephanie Corradi – oder eben die Dessertfee – experimentiert in ihrem Zuckerlabor im Berner Mattenhofquartier mit allerlei Kalorienlastigem. Corradi Lieblingsort ist seit ihrer Kindheit die Küche. Obwohl sie bereits als Kind lieber gebacken hat, ist sie doch zuerst Primarlehrerin geworden.

Heute stellt sie in feiner Handarbeit Torten, Cupcakes, Muffins und Petits fours her. Besonders angetan hat es ihr das Cake Design. Und die Ergebnisse lassen sich im Laden bewundern oder am Besten einfach versuchen. Falls dann Lust aufkommt, selber solche Wunderwerke herzustellen, kann bei der Dessertfee ein Kurs besucht werden. Sogar ein Catering hat sie im Angebot. So oder so – die Fee verzaubert. Wir staunen und geniessen...

Dessertfee Cake Design & more, Gartenstrasse 6, 3007 Bern, www.dessertfee.ch

Pumpen statt kaufen , von Reto Hügli Pumpen statt kaufen

Jeder von uns besitzt Dinge, die er nur selten benutzt. Gleichzeitig wären wir oft froh, ein Werkzeug, ein Küchengerät oder eine Velopumpe ausleihen zu können. Genau das ist das Ziel des Vereins Pumpipumpe: Die verleihbaren Gegenstände sichtbar zu machen und deren gemeinsame Nutzung zu fördern. 

Das Konzept funktioniert mit Aufklebern am Briefkasten. So sieht jede Nachbarin und jeder Quartierbewohner, was er ausleihen kann. Das schafft neue Kontakte und wir müssen weniger Geräte zu Hause horten. Die gewünschten Sticker können kostenlos online bestellt werden. Einfach aufkleben und mitmachen!

Verein Pumpipumpe, Headquarter Bern und Hub Zürich, www.pumpipumpe.ch

Entspannt rotieren , von Sarah King Entspannt rotieren

Auf die kälteren Tage hin ein entspannender Tipp: "Lomi". Der Name lässt es erahnen: lang, voll und sanft. In diese Richtung entwickeln sich Körper und Seele während zwei Stunden hawaiianischer Massage. Wie sich das anfühlt? Als hätten Hände Augen. Unweigerlich entdecken sie jede angespannte Muskelfaser, erspüren steife Gelenke und machen selbst die eine oder andere Seelenblockade ausfindig. Sie streichen von Kopf bis Fuss, lassen Bänder und Sehnen wachsen, Gelenke rotieren, und geben jedem der 34 Rückenwirbel einen Moment lang das Gefühl, er sei einzigartig. Und der Kopf? Der räumt sich derweilen auf, stellt seine Gedanken auf die Seite, vergisst sich selbst, bis er meint, er döse am Meer, 27 Grad, die Wellen rauschen, selbst wenn die zwei Stunden um sind.

Die Lomi-Massage bietet Andreas Hänzi in seiner dezent, aber liebevoll eingerichteten Praxis in der Länggasse an. Für seine Arbeit verwendet er ausschliesslich Bio-Produkte. Raumtemperatur und Musik passt er den individuellen Bedürfnissen an.

www.andreashanzi.ch.

Nachhaltig essen und trinken , von Sophie Frei Nachhaltig essen und trinken

In der Schweiz werden fast 30% der Umweltbelastungen durch die Ernährung verursacht. Was wir essen und trinken, hat nicht nur einen Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf die Umwelt, die soziale Gerechtigkeit und das Tierwohl. Mit unserer Wahl beim Einkaufen oder im Restaurant, können wir das Angebot und die Produktionsbedingungen von Lebensmitteln beeinflussen: „Wir können die Welt mit der Gabel verändern. Dreimal am Tag haben wir die Möglichkeit eine Stimme abzugeben“ (Michael Pollan). Wer nicht weiss wie, dem können die im Bild oben aufgeführten Tipps zum nachhaltigen Essen und Trinken weiterhelfen!

Weitere Informationen: FOODprints®, www.sge-ssn.ch/foodprints

Neuland , von Maja Boss Neuland

Zeitungen und Nachrichten sind voll von traurigen Nachrichten aus Kriegsgebieten. Flüchlingsströme bewegen sich nach Europa und auch zu uns in die Schweiz. Darunter sind zunehmend minderjährige Jugendliche. Sie sind weit gereist und müssen sich hier rasch in einer unbekannten Kultur und Sprache zurechtfinden. Selten liest oder hört man jedoch, wie sich die jungen Menschen hier behaupten und wie sie diese Herausforderungen meistern. 

Anna Thommens mehrmals ausgezeichneter Dokumentarfilm “Neuland” (2014) begleitet junge Migranten während der zweijährigen Schulzeit in der Intergrationsklasse in Basel und zeigt den Zuschauern auf eindrückliche und einfühlsame Weise, eine uns nahe Welt, die wir dennoch kaum kennen. Der Film fesselt, berührt, entkräftet Vorurteile und regt zum Nachdenken an. Sehenswert.

 www.neuland-film.ch / www.movies.ch/de/kinoprogramm/f/neuland/

Der Sommer ist vorbei! , von Maja Boss Der Sommer ist vorbei!

Sich vom Sommer zu verabschieden fiel dieses Jahr wohl leichter als auch schon, wir wurden ja heuer nicht gerade von ihm verwöhnt! Aber der Herbst meint es gut mit uns. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, kann mit wenig Aufwand das Gold des Herbstes zu sich in die Wohnung holen. Solche Herbstdekorationen sind hübsch ökonomisch, (Ende Saison) biologisch abbaubar und fördern erst noch die eigene Kreativität. Ab nach draussen!

In der Natur, überall.

Stadtgemüse , von Sophie Frei Stadtgemüse

Bis zum 2. November 2014 ist die Sonderausstellung zum Thema Stadtgemüse für Menschen mit und ohne grünen Daumen im Museum Mühlerama, in der Mühle Tiefenbrunnen in Zürich noch geöffnet.

Urban Gardening-Projekte spriessen weltweit aus dem Boden: Eine Bewegung rund um das Säen, Anpflanzen und Ernten von Pflanzen auf öffentlichen städtischen Grünflächen, in Schrebergärten, auf Dächern oder auf dem eigenen Balkon.

In der Ausstellung in Zürich erzählen begeisterte StadtgärtnerInnen auf einem Hörspaziergang von ihren Erfahrungen, es gibt einen Hofgarten mit fast 100 Gemüsesorten sowie geheimnisvolle und bedrohte Samen zu entdecken. Wer möchte kann zum Schluss selbst aktiv werden, einen Samen pflanzen und ihm zu Hause beim Wachsen zusehen!

Museum Mühlerama: Ausstellung Stadtgemüse

Buonissimo! , von Stefan Hugi Buonissimo!

Am Dorfausgang von Niederscherli in Richtung Schwarzenburg steht er: der Sternen. Eine Beiz. Behäbig und bodenständig. Man erwartet Rösti, Berner Platte und Gnagi. Doch drinnen wird man eines Besseren belehrt. Das Wirtepaar Gianni und Silvia Alfano tischt den Gästen in ihrem Restaurant Sternen-Taufeld italienische Gerichte auf, die keine Wünsche offen lassen.

Im Säli lockt ein gewaltiges Buffet mit Antipasti, das einem schier die Sinne raubt. Während man sich mit den kalten Leckereien selber verwöhnt, erklärt Silvia am Tisch freundlich und aufmerksam die Spezialitäten des Tages. Eine Karte gibt es nämlich nicht. Und Gianni zaubert danach die hausgemachte Pasta, das Fleisch oder den Fisch mit stets frischen Zutaten sowie die kreativen Dolci auf den Teller. Für eine kulinarische Reise nach Bella Italia reicht ein Abstecher nach… Scherli. Così è!

Restaurant Sternen-Taufeld, Schwarzenburgstrasse 878, 3145 Niederscherli, 031 849 02 12, www.taufeld.ch

Wo sich Bambi Mut antrinkt , von Reto Hügli Wo sich Bambi Mut antrinkt

Ottensen ist unterschätzt: Der Hamburger Stadtteil schliesst im Westen an Altona an und liegt direkt am Elbufer. Das ehemalige Arbeiterviertel wurde sanft saniert und so blieb der Charme des Quartiers erhalten. Ehemalige Fabriken beherbergen heute originelle Läden und Kneipen.

Eine davon ist die Rehbar in der Ottenser Hauptstrasse. Ihr Name ist Programm: Den Weg zur Toilette säumen diverse Porträts der Paarhufer, oberhalb des Pissoirs hängt ein Geweih. Das Interieur ist schlicht, dunkelbraunes Holz dominiert. Das verleiht der Bar Ruhe und der Besucher wird sofort entschleunigt. Im Kampf gegen den Durst steht eine motivierte Crew im Einsatz.

Wer das rauhe Nordseeklima nicht fürchtet, setzt sich auf eine der Sitzgelegenheiten vor dem Lokal und entdeckt vielleicht einen der zahlreichen Prominenten, die sich in Ottensen niedergelassen haben. Prosit!

Rehbar, Ottenser Hauptstrasse 52, D-22765 Hamburg, www.rehbar.de