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Barbière im Breitsch , von Michael Klesse Barbière im Breitsch

Aus einer Bieridee und der alten Jura-Apotheke wurde die Bierbar Barbière am Breitenrainplatz in Bern. Was lange angekündigt wurde (auch schon auf herz-haft.ch), durch zähe Baubewilligungsverfahren und Einsprachen aufgehalten, ist nun seit diesem März der wahr gewordene Traum der sechs Gründerväter. Mit ihren selbst zusammengeschraubten Maschinen kreieren die beiden Braumeister Matthias Kernen und Christoph Häni Biere und Ales in Eigenkreation.

Sie brauen, was ihnen schmeckt oder was sie neu ausprobieren wollen. Stout, Porter oder India Pale Ale sind ihre Favoriten. Alte englische und belgische Sorten werden neu interpretiert, das Weizenbier kann durchaus mit Koriandersamen und Orangenschalen versetzt sein oder ein Sud landet im Barrique, wo er ein Jahr lang reift. Ihrer Experimentierfreudigkeit setzen sie keine Grenzen. Bei der Herstellung werden Produkte aus der Region bevorzugt und das Malz kommt vom zertifizierten Biobauern.

Die Biere stehen im Vordergrund von Barbière, das kein Pub sondern auch ein neuer Quartiertreff sein will, wo gute Getränke und feines Essen in einem schönen Ambiente serviert werden. Mittlerweile wurde dort der erste Geburtstag gefeiert und kulturelle Perlen erweitern die Angebotspalette. (WDH) 

Bierbar Barbière, Breitenrain 40, 3014 Bern, www.barbiere-bern.ch

Brägu mit Peekli - Peter Lerch , von Rosmarie Bernasconi Brägu mit Peekli - Peter Lerch

Anekdoten aus dem Emmental: Peter Lerch versteht es ausgezeichnet, die Leserschaft in eine Zeit mitzunehmen, die einige von uns noch kennen. Er beschreibt viele Anekdoten aus seiner Kinderzeit, in Heimiswil im Emmental, in einer blumigen und humorvollen  Sprache und manchmal bleibt einem das Lachen im Hals stecken. Dann, wenn Peter Lerch eine Forelle töten sollte und dies fast nicht übers Herz bringt oder er mit Freunden die ersten Rauchversuche startet.

Man könnte diese Geschichte aber auch ins Glarnerland, ins Luzerner Hinterland oder wo auch immer ansiedeln. Beim Lesen findet sich der eine oder die andere in seiner eigenen Geschichte, in seiner Vergangenheit wieder. Ein Buch, das man in einem Zuge lesen aber auch in kleinen Portionen geniessen kann.

www.peter-lerch.ch

Brot in Reinkultur , von Michel Gygax Brot in Reinkultur

Patrik Hersberger übernahm vor mehr als 25 Jahren als gelernter Psychiatriepfleger und backtechnischer Anfänger die Reformbäckerei Vechigen. Noch heute arbeitet er und sein mittlerweile siebenköpfiges Team mit einem altmodischen Holzofen ohne elektronische Temperaturkontrolle.

Viel menschliches Gespür und gute Grundprodukte sind die Basis grossartiger und äusserst schmackhafter Bio-Holzofenbrote, die schmecken wie Brot zu Grosmutter's Zeit geschmeckt hat. Erhältlich in vielen Bioläden in und um Bern. Oder direkt ab Backstube. (WDH)  

www.reformbaeckerei.ch

Nimm dir Zeit! , von Stefan Hugi Nimm dir Zeit!

Februar in Bern. Es ist oft grau und kalt. Man eilt durch die Strassen. Und doch entdeckt man sie im Vorbeigehen an etlichen Pfosten und Elektrokästen - die etwas anderen Kleininserate. Sie kommen daher wie unzählige andere Annoncen am schwarzen Brett: Nachmieter gesucht, Katze entlaufen, Polstergruppe zu verkaufen. Wer sich angesprochen fühlt, reisst einen Streifen mit den Kontaktangaben ab.

Diese ganz speziellen Zettel bieten keine Waren feil, doch sie erfreuen die Passanten mit kleinen Denkanstössen. Sie fragen nach «Grauer Alltag?» und offerieren bunte Papierschnitzel. Oder fordern «Nimm dir Zeit…» und warten auf mit «Zeit zum Aufräumen», «Zeit zum Nachdenken» und vieles mehr zum Abreissen und Mitnehmen. Danke den unbekannten Initianten für diese schöne Idee!


Patinamöbel , von Sophie Frei Patinamöbel

Wer sich in der Mitte des Quartiers mit der längsten Strasse Berns rumtreibt, gerade keine Lust hat, in der Schlange vor der Gelateria di Berna anzustehen, auf der harten Mauer beim Sattler zu sitzen oder sich vom süssen Backwerk im Kringel Tingel verführen zu lassen, dem empfehle ich patinamöbel. Ein bunter Laden ausgestattet mit stylischen Vintagemöbeln, wunderbaren Klassikern, feinem nordischen Design aus den 60er Jahren und Wohnaccessoires. Es erwartet einen viel fürs Auge, aber auch ein erstklassiger, sympathischer Service! (WDH)

www.patinamoebel.ch

Das Glarner Geheimnis , von Maja Boss Das Glarner Geheimnis

Wer Magenträs mit einem Hausmittelchen gegen Magenbrennen assoziiert, hat weit gefehlt. "Zucker, Sandelholz, Zimt, Vanillezucker, Muskat, Nelken, Ingwer“ liest man auf der Magenträs-Verpackung. Die Gewürzmischung ist ein Liebhaberprodukt und wird seit über 100 Jahren im Glarnerland, genauer in Näfels, hergestellt. 

Auf dem Cappucino, zu Milchreis oder Fruchtsalat, zum Apfelmus oder auf "Öpfelstüggli", zum Backen oder einfach für aufs „Ankeschnitteli“... Magenträs gibt allem das gewisse Etwas.

www.trietolt.chwww.kulinarischeserbe.ch   

Silvias Besenbeiz am Scheiahöhenweg , von Michael Klesse Silvias Besenbeiz am Scheiahöhenweg

Es lohnt sich mehrfach, Flims im Graubünden zu entdecken. Wer den Scheiahöhenweg oberhalb von Flims bewandert, demjenigen sind atemberaubende Blicke auf die Wunder der Natur beschert.

Genau am richtigen Ort und zur richtigen Zeit, wenn der Magen knurrt, trifft der Wanderfreund auf Silvias Besenbeiz. Sie führt mit Leidenschaft und Herzblut dieses winzige Lokal im Holzschopf von Freitag bis Montag. Hier gibt es keine Speisekarte. Alles was sie anbietet ist angeschrieben und sind lokale Spezialitäten: Gerstensuppe, Käseplatte, Käsekuchen, Salzis, Schafwurst und Hauswurst von den eigenen Biosuissekühen, die sich direkt vor der Beiz in der Sonne wärmen und die man noch streicheln kann.

Zum Trinken gibt es Bündner Weine und natürlich Surselvabräu aus Flims. Die Brauleute feiern dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum.

Silvias Besenbeiz oberhalb vom Dorf, 7017 Flims; www.surselva-bier.ch

Unter Verdacht wegen dem Äusseren , von Stefan Hugi Unter Verdacht wegen dem Äusseren

Stell dir vor, du wirst immer wieder von der Polizei angehalten und kontrolliert wegen deiner Hautfarbe. Ohne konkreten Verdacht. Ohne Grund. Man nennt das Racial profiling. Ob es das in der Schweiz gibt? Ja, das gibt es.

Mohamed Wa Baile kennt diese Kontrollen zur Genüge. Denn er ist schwarz. Er ist in Kenia geboren, vor 15 Jahren in die Schweiz gekommen und in Bern daheim. Regelmässig wird er grundlos von Polizisten überprüft: auf seinem Arbeitsweg an die ETH Zürich oder vor der Kita, wo er seine Kinder abholt. Weil er sich mittlerweile weigert, den Ausweis zu zeigen, wird er aufgehalten und sein Gepäck untersucht.

Diese Erlebnisse hat Wa Baile nun im Theaterstück «Mohrenkopf im Weissenhof» festgehalten. Es wird ein einziges Mal aufgeführt im Rahmen der Aktionswoche der Stadt Bern gegen Rassismus, soll die Zuschauer zum Nachdenken anregen und gängige Vorurteile zur Diskussion bringen.

«Mohrenkopf im Weissenhof» am Freitag, 27. März um 18.00 Uhr im ONO in Bern, Eintritt frei - www.facebook.com/mohamedwabaile / www.onobern.ch

Der letzte Tanz! , von Michel Gygax Der letzte Tanz!

Am Freitag, 27. März 2015 kreisen im Restaurant im Quadrat letztmals die Schwingbesen in der Küche, die Silberlinge im CD-Spieler und die Hüften auf dem Tanzparkett. Um 18.00 Uhr startet das Menü in drei Gängen. Ab 21.00 Uhr feiert das DJ-Kollektiv von Tanzen im Quadrat die finale Disko. Wie immer hin und her, kreuz und quer und mit viel Leidenschaft. Danach werden die Lichter gelöscht und das Restaurant im Quadrat geht in andere Hände über.

Die Tanznacht zügelt danach ins Schloss Köniz. Am 29. Mai heisst es dort erstmals «Helga! Tanzen im Kulturhof». Wie gewohnt kann man sich bei einem Dreigangmenü auf den Abend einstimmen, danach legt die DJ-Schar von Tanzen im Quadrat friedlich, beschwingt und mit viel Liebe Musik auf – querbeet und ohne grosse Berührungsängste. (WDH)

Restaurant im Quadrat, Bernstrasse 178, 3052 Zollikofen, www.imquadrat.ch

Lost & Found Accessoires , von Patrik Zeller Lost & Found Accessoires

Das neue Smartphone neben mir klickte ich auf "Kaufen", da war mir bewusst, dass ich einen Fehler begangen hatte: Die bestellte Smartphonehülle liess ich aus Japan einfliegen. Dabei wäre das Glück so nah gewesen: Meine sympathische Nachbarin führt mit ihrer Schwester ein Label mit praktischen, aber gleichwohl stilvollen Accessoires aus Leder und bunten Stoffen. Auf die Idee gekommen sind die beiden auf Reisen, als sie eben genannte Utensilien vermissten. Nachdem die in Grossfirmen tätigen Schwestern sich beruflich nach Kreativität und Leidenschaft sehnten, wurde Lost & Found 2011 ins Leben gerufen. Versprochen: Auf der Suche nach dem nächsten Accessoire klingle ich auf jeden Fall an Lara's Haustür. 

Die Produkte sind über die Lost & Found Webseite und verschiedene Verkaufsstellen erhältlich. 

www.lostandfound-accessoires.ch