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Zeitlos in Yverdon , von Adrian Garbely Zeitlos in Yverdon

Man(n) kennt das: Die holde Begleitung rauscht durch die Läden als ob es kein Morgen gäbe und man wünscht sich ein Ende des Einkaufsrausches oder doch zumindest ein kühles Blondes.

In Yverdon habe ich einen guten Kompromiss für dieses Problem erlebt: Die Fussgängerzone/Einkaufsstrasse bietet die üblichen Läden und Stores und an der Rue du Lac 8 im Obergeschoss gibts im «Café Intemporel» eine überaus erwähnenswerte Bier-Auswahl. Sowohl Interieur als auch verschiedene Biere und Cidres aus der Bretagne, aus Belgien und aus Québec verschlagen einen schlagartig aus der Schweiz hinaus.

Unter dem Namen «Squat à Bières» werden diese Biere, der Cidres aber auch Sirups und Limonaden aus England und Frankreich online vertrieben.

L'Intemporel Café, Rue du Lac 8, 1400 Yverdon-les-Bains, www.intemporel-cafe.ch, www.squat-a-bieres.ch

Nicht Hauptsache Fleisch , von Michael Klesse Nicht Hauptsache Fleisch

Hier sind nicht die "Damen vom Grill" am Werk, sondern die Initiantinnen von Goldburger. Im Oldtimer Verkaufswagen aus der ehemaligen DDR werden Burger mit Fleisch oder vegetarisch gebraten, auf der Strasse oder an Veranstaltungen unter die Leute gebracht.

Ihr Schwerpunkt ist die Herkunft des Fleisches. Es stammt ausschliesslich von Rindern, die ganzjährig im Freien leben, in sogenannter Mutterkuhhaltung, wo Kalb und Kuh zusammen sind. Die Tiere ernähren sich von Gras, werden im Winter mit Heu zugefüttert und bekommen auf natürliche Weise Mineralstoffe.

Hier geht es auch um die Ethik und wie wir das Töten von Tieren zur Nahrungsmittelgewinnung und -erzeugung als gegeben hin nehmen und wie wir töten. "Behandle andere so, wie du auch von ihnen behandelt sein willst." (Teutsch, 1987) Dies wird von den Goldburger-Betreiberinnen als sogenannte "goldene Regel" verstanden. Nach ihrer Meinung ist der Kugelschuss auf der Weide im vertrauten Herdenverband, ohne Anwendung von Zwangsmassnahmen durch Betäubung, "Gold" wert. Die Frage der Ethik, der Qualität und der Menge; sollte bei allen, die beim Fleischkonsum bleiben wollen, wesentlich bleiben.

www.goldburger.net, www.innovative-schlachtsysteme.de

Exklusives Olivenöl , von Patrik Zeller Exklusives Olivenöl

Als das in Bern wohnhafte Ehepaar Giovanni und Dorothea - so nennen sie sich jetzt - pensioniert werden, beginnt ihr Abenteuer: Sie wandern nach Apulien aus. Das frisch erworbene Haus beinhaltet einen Olivenhain mit wunderschönen, alten Bäumen. Die Pflanzen werden mit Liebe gepflegt, geerntet wird mit einfachsten Mitteln. Aus den Früchten entsteht köstliches, traditionell kalt gepresstes Olivenöl, das an die verbliebenen Familienmitglieder in der Schweiz geliefert, abgefüllt und mit einer kunstvoll gestalteten Etikette versehen wird. Das "Olio d'oliva del Salento" findet seinen Weg alsdann zu jenen, die das Produkt im Wissen um die Geschichte geniessen und erfahrungsgemäss bald wieder nach Neuem fragen. 

Eine Webseite zu diesem Tipp gibt es nicht. Das liegt an der Exklusivität: An das Öl kommt Frau und Mann nur durch persönlichen Kontakt. Mir wurde gesagt, einige Herz-haft-Schreibende wüssten mehr...

Rösterei , von Sophie Frei Rösterei

Kaffee weckt bekanntlich die Lebensgeister. Vor allem dann, wenn er von professionellen Baristas zubereitet wird, die sich mit viel Leidenschaft und Begeisterung jahrelang mit Kaffee auseinandersetzen. In Bern dösen meine Lebensgeister diesbezüglich zugegebenermassen ab und zu ein, wurden nun aber wieder einmal wach gerüttelt: In der Rösterei, einer liebevoll gestalteten und geführten Kaffee Bar mit Verkaufsladen im Industriestil in der Güterstrasse.

Hier gibt es täglich frisch gerösteten Kaffee, eine deliziöse heisse Schoki die erfreulicherweise mal nicht mit C anfängt und mit a endet, feine Mittagsmenus, sowie Events und Kurse die Interessierte in die Welt des Kaffees entführen.

Rösterei – Kaffee und Bar, Güterstrasse 6, 3008 Bern, www.roesterei.be

Säbi Zyt , von Maja Boss Säbi Zyt

Susanna Schwager erzählt das Leben des Metzgers Hans Meister – ihrem Grossvater – welcher anfangs des letzten Jahrhundert im Emmental zur Welt kam. In wunderbar authentischer Sprache lässt sie „säbi Zyt“ aufleben und schildert den damaligen Alltag mit den Augen eines „einfachen“ Mannes der mit Klugheit und einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn seinen Weg geht. „Ich möchte, dass das frühere Leben noch ein bisschen in Erinnerung bleibt. Aber so, wie es wirklich war, ich will nichts beschönigen“, zitiert Susanna Schwager ihren Grossvater. Ein berührendes Buch über eine beinahe verschwundene Zeit.

www.susannaschwager.chwww.chronos-verlag.ch 

Erlebnis Agrovision , von Sophie Frei Erlebnis Agrovision

Es ist ein wahres Erlebnis auf mehreren Sinnesebenen: Ein Bio-Bauernhof, eine Bio-Käserei, ein Bio-Markt, eine Bio-Holzofen-Bäckerei und zur perfekten Vollendung des Werks ein Restaurant, in welchem alle hauseigenen Produkte zu genussvollen Gerichten verarbeitet werden.

Agrovision Burgrain in Alberswil in der Nähe von Willisau ist ein Beispiel für einen zeitgemässen und zukunftsorientierten Landwirtschaftsbetrieb, bei dem Mensch, Tier und Natur zusammenwirken. «Vom Feld zur Gabel» wird hier jeden Tag leidenschaftlich gelebt und umgesetzt.

Hinter dem Burgrain steht die Stiftung Agrovision Muri. Sie will landwirtschaftlichen Betrieben nachhaltige Perspektiven aufzeigen. Ein weiteres erfolgreiches Projekt der Stiftung Agrovision Muri und der Zentralschweizer Bio-Vereine ist die Marke «RegioFair». «RegioFair» steht für biologische, faire und regionale Produktion. Dank einer Plattform werden Bioproduzenten, -verarbeiter und -händler optimal vernetzt und die Produkte in der ganzen Schweiz in Bio- und Lebensmittelfachgeschäften, Hofläden und auf Wochenmärkten verkauft. (WDH)

Erlebnis agrovision: agrovision.ch, Restaurant Burgrain-Stube und Bio-Markt geöffnet von Mittwoch bis Sonntag / RegioFair: regiofair.ch

Suppenwägeli , von Stefan Hugi Suppenwägeli

Dienstagmittag um 11.30 Uhr. Im Büro in Zürich. Draussen ist es eisig kalt. Ein Hüngerchen kommt auf. Da fährt es unverhofft vor: das Suppenwägeli! Immer am Dienstag- und Donnerstagmittag steuert die charmante Bedienung den putzigen Simply Soup Food Truck an die Kreuzung Langstrasse und Röntgenstrasse, klappt den Laden hoch und bietet leckere Suppen und Bagels feil. An besagtem Dienstag zum Beispiel eine indische Schälerbsensuppe, eine Rüebli-Ingwer-Süsskartoffel-Suppe, Rindsgulasch und Tom Yum mit Garnelen und Champignons. Stets frisch und hausgemacht. Zu unglaublich fairen Preisen zwischen 9.50 und 15.50 Franken. Da kann man nicht widerstehen.

Simply Soup Food Truck, www.simplysoup.ch

Sag Suppe! "Suppe". , von Michael Klesse Sag Suppe! "Suppe".

Eine gesunde, sättigende und heisse Mahlzeit im Winter, täglich frisch zubereitet mit Produkten vom regionalen Gemüsehändler, gekocht von einem innovativen Koch und zu einem fairen Preis, ohne jegliche Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker. Diese Idee steht hinter den Sag Suppen. Die Kunden sollen von der hohen Qualität genauso begeistert sein wie Thomas Kurt, der Suppenkoch.

In Wabern an der Tramendstation sind die Sag Suppen von Montag bis Freitag von 11-14h im Angebot. Täglich gibt es zwei verschiedene Varianten zum Preis von 7.50 Fr. Für Getränke, sowie für frische Backwaren ist auch gesorgt. Das rote Zelt, welches schon von weitem die Sag Suppen ankündigt, baut Thomas Kurt dazu jeden Tag auf und wieder ab!

Sag Suppe, Thomas Kurt, www.sagsuppe.ch

Mehrweg beim Fastfood , von Stefan Hugi Mehrweg beim Fastfood

Wer kennt das nicht. Schnell zum Fastfood-Laden um die Ecke. Dort einen Salat, ein Thai-Gericht, einen Burger oder Wasauchimmer in einen Behälter aus Kunststoff, Sagex, Karton oder Wasauchimmer verpacken lassen. Schnell essen. Schnell den Müll entsorgen. Schnell zurück zur Arbeit.

Wer hat sich dabei schon einmal Gedanken zum Verpackungsmüllberg gemacht? Ja? In Bern bietet sich nun eine gelungene Alternative: die Bring Back Box! In einem Dutzend Takeaways gibt es das Essen in Mehrweg-Geschirr. Nach dem Essen retourniert man die gebrauchten Behältnisse, sie werden eingesammelt, zentral gewaschen und danach wieder sauber an die so genannten Grüne Tatze-Takeaways verteilt. Gut, nicht?

Grüne Tatze, www.gruenetatze.ch // Wer beim Crowdfunding spenden will, tut dies hier.

Eros im Hörsaal , von Sarah King Eros im Hörsaal

Die Römer nennen ihn Amor, die Griechen Eros und beide verkörpern sie die Leidenschaft. Was uns antike Mythen lehren, damit befasst sich die Psychoanalyse. Sie hinterfragt auch das Wesen der persönlichen Identität und zeigt auf, dass Entwicklung kein mit der Kindheit abgeschlossener, sondern ein lebenslanger Prozess ist. Im Rahmen einer dreiteiligen Ringveranstaltung bieten Psychoanalytiker aus Basel, Bern und Zürich Einblick in ihre Arbeit und in das Wesen der Psyche. Für Studierende und an Psychoanalyse Interessierte ist dies nicht nur eine einmalige Möglichkeit, Einblick in Freuds Gedankengut zu erhalten, sondern auch in einen über hundert Jahre alten Hörsaal. Während Ornamentmalereien und ein Skelett an die Vergänglichkeit erinnern, bilden die Vorträge eine Brücke zur Gegenwart. 

02. März: Wer bin ich? Gedanken zur Identität. Alexander Wildbolz, Bern / 30. März: Der Ödipuskomplex – Kern unserer Neurosen. Markus Fäh, Zürich / 04. April: Amor und Psyche: Der Eros aus der Sicht der Antike und der Psychoanalyse. Joachim Küchenhoff, Basel. Jeweils 19.30 Uhr im alten Hörsaal der Anatomie, Bühlstrasse 26, 3012 Bern

Weitere Infos: www.freud-zentrum.ch