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Vom Sammeltrieb zum Spieltrieb , von Sarah King Vom Sammeltrieb zum Spieltrieb

Ein Flipperkasten hat zwei Hebel, ein paar Löcher und silbrige Kugeln. Er blinkt und produziert verschiedene Klänge. Er gehört der Vergangenheit an. So die Vorstellung vom Flipperkasten vor einem Besuch im Tropicana-Flipperclub. Auf 100 Quadratmeter stehen Seite an Seite gegen die 50 Flipperkästen aus den letzten 40 Jahren, schlicht und handbemalen aus den 70ern, modern und ein Sammelsurium an Sinnesreizen aus den 90ern. Sie heissen Cosmint, Twilight Zone, Cirqus Voltaire, Wizard oder Black Knight und wecken beim einen nostalgische Gefühle, beim anderen den Spieltrieb. Die beiden Sammler führen auf Anfrage gerne durch die Flipperlandschaft, lüften den Deckel und damit das Geheimnis hinter dem koordinierten Leuchten, Blinken, Hupen, Punkten. Nicht aber am 23. Mai – da ist Pfingstflippern angesagt. Mit einer Tages-Mitgliedschaft von 15 Fr. inkl. Getränk stehen die Kästen in Steffisburg ab 17 Uhr den ganzen Abend kostenlos zum Spiel frei. 

www.tropicana-pinball.ch

Unfassbar , von Stefan Hugi Unfassbar

Braucht man ein eigenes Fass? Kaum. Ausser, man möchte daheim Wein ausbauen, ein ausgefallenes Möbelstück in die gute Stube stellen oder sich todesmutig in einer Tonne einen Wasserfall hinab in die Tiefe stürzen. In diesen Fällen empfiehlt es sich, bei der Küferei Thurnherr in Berneck vorbeizuschauen. Der kleine Familienbetrieb produziert Fässer für jeden Zweck: klassische Barriques, kleine bis riesengrosse Lagerfässer oder Hot Tubs für den Badespass im Garten. Für Freunde von apartem Mobiliar gibt es eine Fass-Bar für den Weinkeller. Wer es eher handlicher mag, bestellt einen Weinkühler oder ein Schnapsfässli.

Der Küfer Martin Thurnherr lernte sein Handwerk bei seinem Vater und Grossvater und führt nun den Betrieb in fünfter Generation. Mit viel Leidenschaft verarbeitet er das Schweizer Holz, das er selber im Wald aussucht, zu Fässern in allen Grössen und Formen. Von A bis Z. Und von Hand, versteht sich.

Küferei Thurnheer, Kirchgass 11, 9442 Berneck, www.kueferei.com

Rhythm 108 , von Sophie Frei Rhythm 108

Rhythm 108 ist keine Band. Auch keine Tanzgruppe. Sondern ein Good-for-you-Dessert-Bar oder auch "Riegel" genannt. Die Legende des Yogi begann in der Rhythm 108 Höhle, beziehungsweise in der Küche von Siddhi Mehta in Lausanne. Siddhi ist eine ambitionierte Multitaskerin, der es nach 108 Überarbeitungen des Good-for-you-Dessert-Rezepts gelang, einen vollwertigen Riegel in Bio-Qualität mit maximal 8 Zutaten ohne Zusatzstoffe zu kreieren.

Die fünf leckeren Riegel mit Zutaten wie Datteln, Mandeln, Amaranth, Äpfeln, Zimt und Zitronen und mit Namen wie lemon cake, apple pie oder banana muffin, findet man in Bioläden in der Schweiz. Abgesehen davon, dass man hier ein herzhaftes Projekt unterstützt, eignen sich die Riegel ideal für unterwegs, auf Wanderungen, Reisen, Ski-, Velotouren etc.

www.rhythm108.com

Herzerwärmendes aus dem Osten , von Karin Müller Herzerwärmendes aus dem Osten

Die Temperaturen und Farben draussen erinnern an Sibirien, wo nur Wodka die Menschen vor der totalen Verzweiflung zu retten scheint. Doch halt! Der Osten bietet mehr als rotnasige Trunkenbolde. Wer gerät nicht ins Schwärmen beim Gedanken an Doktor Schiwago, wo der russische Winter lediglich als Kulisse für reinste und schönste Romantik fungiert.

Nicht aus Russland aber aus dem Osten kommt Helenka Romantickova. Ihre Mission: den kalten Schweizer Februar mit Liedern aus ihrer Heimat Slovensko und tragikomischen Geschichten aus ihrem Leben etwas zu erwärmen!

"Manchmal skurril, manchmal schräg, immer auf subtile Art witzig – das ist Helenka Romantickovas tragikomische Revue."

Wer Helenkas Alterego Helena Danis schon mal auf einer Bühne gesehen hat, zum Beispiel als Sängerin der Berner Band Electric Blanket, weiss, dass sie ihre Solo-Show nicht verpassen darf und pilgert ins Kaffee Montag in Bern.

Helenka Romantickova ist am 8. Mai um 19 Uhr im Kaffee Montag in Bern zu Gast. (WDH)

www.helenka.ch

ello. Eine Alternative , von Patrik Zeller ello. Eine Alternative

Ich mag virtuelle soziale Netze. Aber im grössten sozialen Netz im www plagte mich die Belanglosigkeit. Ich wünschte mir mehr Beiträge, in denen inspirierende Werke kreativer Menschen zu finden sind. Mein Glück fand ich diesbezüglich bei ello.co, kreiert von einer kleinen, in der Welt verstreuten Gruppe Kunstschaffender. Bei ello findet sich weder Werbung, noch dürfen die persönlichen Daten zu Werbezwecken verwendet werden. Simple, beautiful & ad-free, so der Claim. Statt Prahlfotos aus dem Urlaub, Bildern von lustigen Haustieren, mit Nahrung verzierten Babies und mit Bier und Wein entrückten Erwachsenen, finden sich auf dieser Plattform ideenreiche Arbeiten aus allen möglichen Bereichen. Der einzige Nachteil für den Moment: Auf den Zugang wartet man. Gerade weil ello von einem kleinen Kollektiv betrieben wird, muss gegenwärtig angeklopft werden, bevor eingetreten wird.  (WDH)

www.ello.co

Dekoration für grosse Momente , von Sophie Frei Dekoration für grosse Momente

Wer ein Geburtstags- oder Hochzeitsfest plant und bereits mit Organisatorischem beschäftigt ist, dennoch nicht auf eine liebevolle und kreative Dekoration verzichten möchte, dem helfen Fabienne und Laura von Out of a Box.

Zwei Kunsthistorikerinnen, die schöne Dinge lieben und gerne vieles selber machen, entwickeln Ideen und konzipieren individualisierte Hochzeits- und Festdekorationen. Ob Raum- und Tischdekorationen, Namensschilder, Photobooth, thematische Vintage-Elemente, die richtige Beleuchtung oder ein passender Blumenschmuck. Lassen Sie sich von den Ideen der beiden auf ihrer dekorativ gestalteten Website outofabox.ch inspirieren.

Dekoration für die grossen Momente im Leben: www.outofabox.ch

Abholen lassen und retour , von Reto Hügli Abholen lassen und retour

Es ist wissenschaftlich bewiesen: Noch immer landen zu viele Wertstoffe im Hauskehricht statt in der Sammelstelle. Oft fehlt uns fürs gewissenhafte Entsorgen die Zeit, oder wir sind einfach zu bequem. Für Behinderte und Betagte ist der Weg zur Sammelstelle oft beschwerlich.

Genau hier setzt die Dienstleistung von &retour an: Was sich wiederverwerten lässt, kann in einen speziellen, giftgrünen Abfallsack gesteckt werden. Dieser wird einmal pro Woche vor der Haustür abgeholt – gegen eine Gebühr von CHF 5.–. Die Mitarbeitenden trennen Glas, Kork, CDs, Kaffeekapseln, Aluminium und vieles mehr fachmännisch für die Wiederverwertung. 

&retour ist ein Projekt der gad-Stiftung. Beschäftigt werden ausgesteuerte Sozialhilfeempfänger, die so eine sinnvolle, marktnahe Arbeit erhalten.

Alle Informationen zur Dienstleistung: &retour

John Baker , von Sophie Frei John Baker

Eine Bäckerei wie man sie sich wünscht: Beim Reinkommen duftet es nach frisch gebackenem Brot, das Wasser läuft einem im Mund zusammen, die Brotlaibe werden gerade heiss aus dem Ofen geholt und die Entscheidung zwischen klassischem Weissbrot, traditionellem Ruchbrot, einem echten Sauerteigbrot oder dem feinen Biodinkelzopf fällt schwer.

Aufgewachsen in einer bekannten Zürcher Bäckersfamilie hat Jens Jung alias John Baker in Zürich seinen eigenen Traum verwirklicht. Sein Rezept heisst Authentizität, Qualität und Leidenschaft. Vor Ort kann man den ganzen Prozess vom Mehl bis zum Brötchen beobachten, die Milch kommt von Kühen mit Hörnern aus biodynamischer Freilandhaltung und die Hefe zieht er selber. Oder wie es Michèle Rothen treffend formulierte: «(…) die Hefe ist natürlich kein speedgezüchtetes Gen-Monster wie bei den anderen, nein, unser Bäcker hat Marvin Gaye aufgelegt und eine Duftkerze angezündet und ist dann diskret verschwunden, damit die Pilze ganz in Ruhe süsse, süsse Vermehrung betreiben konnten.»

Hingehen und probieren: Direkt beim Bahnhof Stadelhofen, Stadelhoferstrasse 28, Zürich 1, www.johnbaker.ch

A ta santé! , von Reto Hügli A ta santé!

In den letzten Jahren sind Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber auf den Geschmack feiner Produkte aus kleinen Brauereien gekommen. Das zeigt sich auch an der Anzahl registrierter Schweizer Brauereien: Es sind derzeit über 400 und die Tendenz ist weiter steigend.

Eine speziell sympathische Brasserie stellt ihre Gerstensäfte an schönster Lage in der Fribourger Altstadt her: Fri-Mousse. Und das bereits seit 1993! Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Biere tragen wohlklingende Namen wie «La Dzodzet», «Barberousse» und «Barbeblanche». Nebst den ganzjährig erhältlichen Sorten gibts auch Saisonbiere.

Tipp: Am Schönsten trinkt sich das Fri-Mousse auf der Terrasse des Café de Belvédère, unweit der Brauerei...

Fri-Mousse, Brasserie Artisanale de Fribourg, 1707 Fribourg, www.fri-mousse.ch 

Barbière im Breitsch , von Michael Klesse Barbière im Breitsch

Aus einer Bieridee und der alten Jura-Apotheke wurde die Bierbar Barbière am Breitenrainplatz in Bern. Was lange angekündigt wurde (auch schon auf herz-haft.ch), durch zähe Baubewilligungsverfahren und Einsprachen aufgehalten, ist nun seit diesem März der wahr gewordene Traum der sechs Gründerväter. Mit ihren selbst zusammengeschraubten Maschinen kreieren die beiden Braumeister Matthias Kernen und Christoph Häni Biere und Ales in Eigenkreation.

Sie brauen, was ihnen schmeckt oder was sie neu ausprobieren wollen. Stout, Porter oder India Pale Ale sind ihre Favoriten. Alte englische und belgische Sorten werden neu interpretiert, das Weizenbier kann durchaus mit Koriandersamen und Orangenschalen versetzt sein oder ein Sud landet im Barrique, wo er ein Jahr lang reift. Ihrer Experimentierfreudigkeit setzen sie keine Grenzen. Bei der Herstellung werden Produkte aus der Region bevorzugt und das Malz kommt vom zertifizierten Biobauern.

Die Biere stehen im Vordergrund von Barbière, das kein Pub sondern auch ein neuer Quartiertreff sein will, wo gute Getränke und feines Essen in einem schönen Ambiente serviert werden. Mittlerweile wurde dort der erste Geburtstag gefeiert und kulturelle Perlen erweitern die Angebotspalette. (WDH) 

Bierbar Barbière, Breitenrain 40, 3014 Bern, www.barbiere-bern.ch