kggastro facebook rss
Lamawurst aus Mamishaus , von Sarah Galatioto Lamawurst aus Mamishaus

Aromatisch, gute gelagert und bekömmlich geräuchert – so umspielt die Lamawurst den verwöhnten Gaumen. Das Fleisch der Lamas zeichnet sich durch eine dunkelrote Farbe, eine feine Faserung und einen herausragend geringen Cholesterin- und Fettgehalt aus. Geschmacklich ähnelt es dem von Kalb oder Wild.

Bereits 7000-5000 Jahre v. Chr. wurden die Wildformen Guanako und Vikunja jagdlich genutzt. Die Indios des südamerikanischen Andengebirges domestizierten die Wildformen der Neuweltkameliden. Aus dem Guanako züchteten sie gezielt grossrahmige, robuste und willige Lamas, die als Fleischlieferant und als Lastenträger genutzt wurden. Bei entsprechendem Training können sie eine Last von bis zu 20% ihres Körpergewichtes tragen. Als Grundfutter bekommen die Lamas aus der Region Schwarzenburg neben Gras auch Heu und Silage, die noch durch Mineralstoffe ergänzt wird.

Robert Gartner aus Mamishaus liefert diese Köstlichkeiten, die immer rasanten Absatz finden.

Nachhaltiger Tourismus , von Michel Gygax Nachhaltiger Tourismus

Wir entdeckten im letzten Jahr die sanfte und alpine Region Bregenzerwald im österreichischen Vorarlberg. Unweit der Schweizer Grenze bietet diese Region mit ihren rund zwanzig kleinen Dörfern eine unglaubliche Dichte spannender Architekturleistungen und ein gepflegter und nachhaltiger Tourismus, der Kulinarik, Gesundheit und Sport vereint.

So lohnt es sich beispielsweise einige Tage in Bizau im Hotel Schwanen mit seiner hochstehenden und regionalen Bioküche zu nächtigen. Wer sich gerne sportlich betätigt und ein hochstehendes Wellnessangebot schätzt, ist im Hotel Post in Bezau genau richtig aufgehoben. Auch dort isst man regional, trinkt biologisch und logiert in einem Gebäude aus einheimischer Architektur, umgesetzt von der regionalen Handwerkszunft. So geht Terroir-Tourismus!

‚Bim Nachbar’ in Köniz , von Urs Hoschi Hostettler ‚Bim Nachbar’ in Köniz

Aufmerksam gemacht worden bin ich über eine Einladung eines Biersommeliers, wo ich ein Bild der schönen Bar gesehen habe. Wie es der Zufall so wollte, durfte ich kurz darauf bei Freunden einspringen, die ‚Bim Nachbar’ eine Reservation hatten. Die Überraschung war gross, dass es zwar nicht wirklich zum Nachbarn von diesen Freunden ging, sondern ins Lokal ‚Bim Nachbar’ und erst recht, dass man nebst einer vielfältigen Bierauswahl – besonders angetan hat es mir als Radfahrer das Kurbelbier aus Oberbottigen – auf einer kleinen Karte auch gegen den grösseren Hunger etwas unternehmen konnte.

Die zweistöckige Apéro-Platte war mit verschiedenen Käsesorten aus der Region und mit gutem Fleisch vom Fachgeschäft aus der Nachbarstadt belegt, die holländischen Speisen von der Mutter des Betreibers direkt aus dem sympathischen Nordseeland importiert und der Hamburger nicht etwa aus dem Tiefkühler des direkten Nachbarn – der mit dem gelben M – und sowie alle Speisen frisch zubereitet. Wie sich im Gespräch mit den Wirtsleuten später herausgestellt hat, legt der Fleischlieferant nicht nur Wert darauf, beste Qualität zu liefern, sondern zeigt auch, wie man z.B. das bei unserem Besuch saisonale ‚Vitello Tonnato’ fachgerecht zubereitet.

Überzeugt hat die frische Küche alle Mitessenden, auch die zwei Kinder, denen ein einfacher Kinderteller mit den kindertypischen Gerichten mit genau derselben Sorgfalt zubereitet und gereicht worden ist. Letztendlich fühlten sich alle wirklich ein bisschen wie ‚Bim Nachbar’, denn Essen und Trinken war ehrlich und gradlinig und die Geselligkeit mit andern Gästen war eben auch ‚nachbarschaftlich’.

Ein Ort für Geiss und Kind! , von Maja Boss Ein Ort für Geiss und Kind!

Nach über zwei Jahren intensiver Vorarbeit wird in diesem Sommer endlich der LernOrt und die neue Kitagruppe auf dem Bauernhof in der schönen Elfenau in Bern eingeweiht. Eine Kleingruppe von Kindern wird im LernOrt mit Hilfe von unseren tierischen Helfern neue Wege im Lernen entdecken und eine neue Kitagruppe der Waldkita wird den Alltag auf dem Bauernhof hautnah miterleben dürfen. Genauere Infos findet man unter www.kitamurifeld.ch.

Nun braucht es für die Ziegen, die momentan auf der Alp sind, dringend neue Zäune! Deshalb haben die beiden Initiantinnen Franziska Engel und Veronika Singa eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die gerne unterstützt werden darf!

Wo das Piemont in Bern liegt , von Nina Hübner Wo das Piemont in Bern liegt

Die Berner Rathausgasse beherbergt viele kulinarische Perlen. Eine ist ohne Zweifel das Tredici – Küche und Wein. Das sympathische Kellerlokal lädt zu Gaumenreisen ins Piemont ein – Abstecher in andere italienische Regionen inklusive.

Julia Gurtner schwingt den Kochlöffel, klopft Fleisch und manchmal auch flotte Sprüche. Das Menü wechselt alle paar Wochen und kann mit einem Käsegang und Dessert veredelt werden. Ihre Produkte bezieht Julia, wenn immer möglich, aus der Region. Und natürlich dürfen zu den erlesenen Speisen die passenden Tropfen nicht fehlen: Es stehen grösstenteils Weine aus Italien, Deutschland und der Schweiz zur Auswahl. Und wer sich nicht entscheiden kann, ist gut beraten, den Empfehlungen des Hauses zu folgen.

Das Ambiente ist ungezwungen, Gespräche und Musik erfüllen das Lokal und im Frühsommer lockt die Terrasse zum Apéro und Dinieren. Überhaupt fühlt man sich im Tredici wie bei Freunden daheim. Zum Glück wechselt das Menü regelmässig, so dass einem weiteren Ausflug nach Italien nichts im Weg steht!

PS: Das Tredici macht jeweils Sommerpause (5. Juli - 31. August 2019). Reservation empfohlen.

Popup ‘Anibal’s situation’ im Bigote Verde , von Urs Hoschi Hostettler Popup ‘Anibal’s situation’ im Bigote Verde

Jeden Montag bis Ende September schafft im Bigotte Verde - an den restlichen Tagen der Woche spezialisiert auf mexikanische Tacos, tequila y mezcal - der Venezolaner Anibal Gamez grossartige Kochkunstwerke. Ab 18.00 Uhr kann man sich an verschiedenen asiatisch inspirierten vegetarischen Kreationen, einem Fisch- oder Fleischgang und einer leckeren Nachspeise auf wunderschön angerichteten Tellern oder Plättchen delektieren. Die Speisen auf seiner monatlich wechselnden Karte sind für das Auge und den Gaumen ein grosser Genuss. Und weil ein wahrer Kochkünstler am Schaffen ist, wird man sicherlich in der Abfolge oder mit einem anderen Gericht als auf der Karte überrascht, denn Anibals Kreativität lässt sich nicht einfach so in den klaren Rahmen einer gedruckten Speisekarte zwingen.

Für unseren Besuch war ein Tisch im gut beschatteten Garten reserviert, bei weniger gutem Wetter findet man im mit mexikanisch inspirierten Wandmalereien üppig dekorierten Lokalinnern einen gut beschallten Platz, denn der Künstler kocht gerne bei hörbarer Musik.

Popup ‘Anibal’s situation’ im Bigote Verde an der Laupenstrasse 57, 3008 Bern

Aus Streifen geflochten , von Rosmarie Bernasconi Aus Streifen geflochten

Monika Künti war mit ihrem Flechtwerk rund 15 Jahre an der Schifflaube im Mattequartier. Sie verabschiedete sich 2017 von ihrer Ladenwerkstatt vor dem Umbau der Liegenschaft.

Das neue Buch der Flechtexpertin ist aus Streifen geflochten - aus Naturmaterialien, Papier, Geschenkbändern oder veganem Leder. Es enthält Techniken und Anleitungen für Projekte: vom Armreif bis zum Henkelkorb.

Ein Buch für alle handwerklich begabten Menschen. Auch diejenigen, die von sich sagen, sie seien nicht begabt, finden hier das Eine oder Andere, das selber hergestellt werden kann. Ein wunderschönes Buch mit vielen Tipps und Tricks und vielen kreativen Ideen.

Möbel Unikate aus dem Sense-Oberland , von Sarah Galatioto Möbel Unikate aus dem Sense-Oberland

Sein Grossvater hatte eine kleine Autogarage am Lac Léman, sein Vater hat eine Holzwerkstatt oberhalb von Vevey, wo in der Freizeit wunderschöne Schnitzereien entstehen. Beide widmeten resp. widmen sich mit Leib und Seele ihrer handwerklichen Passion. Aus diesen Jahrzehnten seiner Vorfahren findet man heute viele Werkzeuge als Zeitzeugen in der Metall & Holz-Werkstatt von Raphaël Gingins in Plaffeien.

Das Handwerk liegt ihm im Blut dies merkt man sofort wenn man in seinem Reich – seiner liebevoll eingerichteten Werkstatt – steht. Hier fühlt er sich wohl und kann seine Kreativität frei ausleben. Unter seinen geschickten Händen entstehen aus altem verwittertem Holz, knorrigen Bäumen, altem Metall, verrostetem Eisen und vielem mehr, neue Möbel. Möbel die man sonst nirgends kaufen kann – denn alle sind zeitlose Unikate und werden auf Wunsch angefertigt.

Menox Gingins Lattion, Sommerbüel 12, 1716 Plaffeien

Foto, Film und Kaffee , von Michel Gygax Foto, Film und Kaffee

Seit 2011 setzt der Berner Fabian Schmid Projekte in den Bereichen Fotografie und Video um. Am liebsten fotografiert und beschäftigt er sich mit Genusskultur und Reisen. Die Mehrheit seiner Arbeiten setzt Fabian Schmid heute mit analogen Kameras auf Negativ-Film um, die dann aber zeitgemäss digitalisiert werden. Seine Werke kann man somit online als sorgfältig gedruckte Version erstehen oder digital verwenden. In der digitalen Welt verfolgt er einen eigenständigen Editorial-Stil. Seine Tätigkeit bringt ihn denn auch oft auf Reisen. Letztes Jahr verbrachte er über sechs Monate im Ausland und besuchte dabei über zwanzig Länder.

Dieses Jahr nahm er sich vor, weniger unterwegs zu sein. So hat sich vor kurzer Zeit eine weitere Passion zum Beruf gemacht und mit seinem Bruder in Bern eine Rösterei für Spezialitäten-Kaffee gegründet. Als Drip Roasters beliefern die beiden seit Anfang Jahr Kaffeeliebhaber und Gastronomen. Dabei setzen sie den Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und fairen Handel. Leidenschaft pur!

Rein in den Wald! Raus das Herz! , von Stefan Hugi Rein in den Wald! Raus das Herz!

Es ist sind kauzige, skurrile Figuren, die sich im tiefen Wald begegnen - die hart arbeitenden Dorfbewohner, die aufgedrehten Glasmännchen oder der mysteriöse Holzfällermichel. Nahe dran an der Szenerie sind rund 50 Zaungäste, die sich von der geheimnisvollen Stimmung in den Bann ziehen lassen.

Düstere Gestalten? Zaungäste? Willkommen im Theater! Doch nicht im Saal. Beim Stück «Das kalte Herz» der Theaterfabulaktur ist der Wald die Bühne und die Zuschauerinnen und Zuschauer befinden sich mittendrin im Geschehen.

Die sieben Spielerinnen und Spieler der Theaterfabulaktur kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim Theaterzirkus Wunderplunder. Letztes Jahr brachten sie mit «Das kalte Herz» nach dem Märchen von Wilhelm Hauff ihr erstes Stück auf die Bühne - oder eben in den Wald. Dieses Jahr nimmt die Compagnie ihre Freilicht-Inszenierung wieder auf und spielt in Bern, Winterthur und Wynigen.

Theaterfabulaktur - «Das kalte Herz»⎜29. Juni bis 7. Juli im Dählhölzliwald in Bern, 12. bis 14. Juli beim Walcheweiher in Winterthur, 31. August bis 7. September im Hirserewald in Wynigen⎜www.theaterfabulaktur.ch