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Radiesli - Dein Gemüse kennt dich , von Michael Klesse Radiesli - Dein Gemüse kennt dich

Radiesli ist neben einem Stadt-Land-Projekt, einem "Sowohl-als-auch", eine Gemüseanbau-Initiative im Raum Bern, nämlich bei Worb. Radiesli will neue Wege gehen: Gemeinsam biologisch anbauen, gemeinsam ernten und gemeinsam bestimmen. Die Trennlinie zwischen Produktion und Konsum will Radiesli ausserdem aufheben. 

Wer Mitglied wird, steht ein paarmal pro Jahr auf dem Feld und hilft den beiden engagierten Gärtnerinnen vom Pflanzen bis zum Ernten. Hier kann tatkräftig mit angepackt werden, so dass jede/r sein Gemüse kennen kann, wenn es auf dem Teller landet. Dies schafft Raum für Austausch, Begegnung und Eigeninitiative.

Die Ernte wird in verschiedenen Depots in der Umgebung von Worb und der Stadt Bern verteilt, wo die Mitglieder ihre Gemüsetaschen einmal pro Woche abholen können. (WDH)

www.radiesli.org 

Schweizer Musik zum Entdecken , von Maja Boss Schweizer Musik zum Entdecken

Die beiden Zanella Brüder Samuele und Mattia zogen als Jugendliche von Rom nach Thun, von der Metropole über die Alpen in die Provinz. Hier fanden sie ein Zuhause, Freunde und die Freude an der Musik. Zu unserem Glück. Unterdessen führen sie die sechsköpfige Thuner Band „The Two Romans“ an und ziehen einem live, ungeachtet von Alter und Geschlecht, mit ihrem römischen Temperament sofort in ihren Bann und übertragen ihren Enthusiasmus für die Musik auf das Publikum. Schweizer Musik zum Entdecken, am besten live.

www.thetworomans.com

Unser Michel - Die schwierige Suche nach einem menschenwürdigen Platz , von Rosmarie Bernasconi Unser Michel - Die schwierige Suche nach einem menschenwürdigen Platz

Michel, ein zwanzigjähriger junger Mann mit frühkindlichem Autismus, lebt heute ohne Psychopharmaka in einer offenen Wohngruppe in der Chasa Flurina im Unterengadin. Ein Glücksfall!

Als bei Michel die Pubertät einsetzte und eskalierende Situationen zu Hause, in der Heilpädagogischen Schule und in der Wohngruppe zunahmen, wurden seine Eltern mehrmals vor die Wahl gestellt, ihrem Sohn Neuroleptika und Antidepressiva zu verabreichen oder sonst einen neuen Platz zu suchen, weil sein Verhalten nicht mehr tragbar sei. In der Krisensituation sahen die Eltern keinen anderen Weg, als dem Vorschlag der Fachpersonen zuzustimmen, allerdings mit grossen Bedenken.Die Autorin erzählt von bedingungsloser Liebe, Überforderung, Verzweiflung und Einsamkeit. Sie findet kompetente Betreuungspersonen mit beachtenswerten Fähigkeiten: ihnen gelingt es, den «leicht erregbaren» Michel ohne Abgabe von Psychopharmaka zu beruhigen und sein Vertrauen zu gewinnen. Das Buch erschliesst den sogenannt «Normalen» einen Lebensbereich, der für die meisten weiter entfernt liegt als das Ende der Welt – und uns trotzdem alle angeht.

Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, denn es zeigt auf, dass auch heute noch in vielen Institutionen einen einfachen Weg gewählt wird. Eveline Bachmann hat dieses Buch nicht mit mahnendem Zeigefinder geschrieben, sondern aus dem Bedürfnis heraus, aufzuzeigen, dass man mit Hartnäckigkeit und Mut auch zum Ziel kommen kann.

Lesen im Grünen , von Reto Hügli Lesen im Grünen

«Nimm eins, gib eins!» – das ist die Idee hinter dem von den Kornhausbibliotheken Bern und Stadtgrün Bern lancierten Projekt «Offene Bücherschränke in Parkanlagen». Ein wetterfester Schrank wird mit einem Anfangsbestand an Büchern, Hörbüchern und Filmen bestückt. Ihr könnt jederzeit ein Exemplar mitnehmen. Das gelesene Buch bringt ihr entweder wieder zurück, oder behaltet es und stellt dafür ein anderes in den Schrank.

Das Angebot besteht bereits seit 2016, mittlerweile an neun Standorten: Im Marzilibad, am Marziliplatz, im Senkgarten der Parkanlage Elfenau, auf der Kleinen Schanze, dem Falkenplatz, dem Lorraineplatz, im Bachmätteli, im Wylerbad und in der Parkanlage Brünnengut.

Ich freue mich schon jetzt auf den Sommer und viele Mussestunden mit interessanten Büchern unter freiem Himmel im Grünen!

Standorte der offenen Bücherschränke in Bern

Und ab die Post... , von Eleni Meyer Und ab die Post...

Nina Binkert, Mutter von fünf Mädchen, kreiert Postkarten, Poster, Kuverts, Notiz- und Bilderbücher, Kalender, Wickelpapiere, Sticker und Stempel mit Bildern vom Zirkusesel bis zur Glücksrakete. Im Grossatelier, in welchem auch die Kinder aus dem Vollen schöpfen, entstehen farbige und lebenslustige Sujets. Die Motive sind selbstsprechend. Auch nur mit schönen Grüssen ausgestattet, erhellen die Postkarten die Gemüter ihrer Empfänger. Die Produkte aus und auf Papier werden mit verschiedensten Zutaten gemalt, geschnitten und geklebt und sind farben- und überhaupt froh. Wie findet Nina in unserer schnelllebigen Zeit ihre Zeit für die Zeit im Atelier? Diese Antwort gebe ich aus reiner Vermutung: Kreativität und Kinder sind zeitlos – etwas von dieser Qualität springt unmittelbar mit den «schönen Grüssen» auf uns über.

www.schönegrüsse.ch

Sportferien? , von Maja Boss Sportferien?

Sportferien? Noch kein Programm? Keine Lust auf den Skirummel und die Massen von Leuten? Dann heisst die Lösung vielleicht Saxeten. Im kleinen idyllischen Dörfchen unterhält eine unabhängige Interessengemeinschaft einen Top-Schlittelweg. Beim einstündigen Marsch in der malerischen Winter-Berglandschaft - die Autorin empfiehlt dies abends zu tun und bei Wetterglück den irrsinnig schönen Sternenhimmel zu bewundern - wärmt man sich auf, bevor man 4 km runtersausen kann. Und unterwegs begrüsst einem im urichgen Hexenhäuschen die Familie Balmer mit warmen Getränken und auf Vorbestellung mit herrlichem Fondue.

Pistenbericht

Was macht eigentlich der Glaceverkäufer im Winter? , von Maja Boss Was macht eigentlich der Glaceverkäufer im Winter?

Er schenkt Suppe aus! Zumindest in der Stadtbad-Gelateria in Olten. Die Gelateria inmitten der Altstadt, gleich bei der alten Holzbrücke, wird im Winter zur Suppenstube umgebaut. Täglich werden vier hausgemachte Suppen angeboten, zum Mitnehmen oder zum „vor Ort“ Essen, wozu sich die Autorin entschieden hat. Die im „Chacheli“ ausgeschenkte Suppe schmeckt herrlich und in der kleinen Räumlichkeit ist es gemütlich.

Auch wer satt ist, kann ruhig vorbeischauen: Am exquisiten Teeangebot könnte sich mancher Restaurationsbetrieb ein Vorbild nehmen. Wer den Weg erst im Sommer in die Oltner Altstadt finden sollte, wird bestimmt ebenfalls nicht enttäuscht: 21 Sorten hat die kleine aber feine Gelateria laut Website, alle Glacés sind hausgemacht und für die Zubereitung werden nur regionale Produkte, wie zum Beispiel Bio-Milch aus Madiswil, verwendet. Soll es ruhig bald wieder Sommer werden!

www.suppenstube.com

Metsiederei , von Sarah Galatioto Metsiederei

Hinter dem Met von Alexander Eckert steckt eine starke Mischung: Überzeugung, Handwerk, Niveau. In seiner Metsiederei in Innerberg bei Bern entstehen aus Wasser, Honig, Kräutern und Hefe phantastisch gute Honigweine. Frei nach einem alten Rezept.

2012 bildete sich der ehemalige Softwareentwickler zum Imker aus, um seinen Met von Grund auf herstellen zu können. Unterdessen produziert er rund 4000 Liter pro Jahr; klassischen Milfion (gälisch, Honigwein), herberen Norse (altnordisch, Nordmannmet), und seit 2015 auch Fleur de Met und den Metbrand Vitum (germanisch, Weisheit).

www.metsiederei.ch (WDH)

 Aaregeflüster , von Rosmarie Bernasconi Aaregeflüster

An den Ufern und in der Umgebung der Aare in Bern diskutieren zwei Erbsen darüber, wer sie wären, wenn sie eine andere sein könnten. Derweil Jonas auf dem Markt die ältere Frau erkennt, die energisch in den Radieschen wühlt, wartet eine Statue beim Loebegge auf ihre neuen Freunde, beschliesst Otto Schnabelhut, nichts zu tun, schwebt vom Himmel ein lila Brief in Oma Friedas Schoss. Solche verträumten, skurrilen und surrealen Geschichten aus dem Leben schnappt die Aare auf und flüstert sie weiter.

Désirée Scheidegger hat dem Fluss dabei zugehört und hält die Geschichten in ihrem Erstling Aaregeflüster in einer schnörkellosen und gleichzeitig verspielten Sprache fest. Gekonnt führt die Autorin sie zu einer in sich geschlossenen Erzählung zusammen – eindrücklich, kraftvoll, subtil, fliessend und mit mehr als nur einem Augenzwinkern.

Ich mag dieses Buch, weil es in einer einfachen und flüssigen Sprache geschrieben ist. Manchmal ist es so skurril, dass man einfach Schmunzeln muss. Manchmal Bärndüütsch, manchmal Englisch, manchmal ein Dialog, manchmal eine Geschichten und ab und zu auch ein Gedicht. Dies alles findet man im Aaregeflüster.

Und ja - ich habe mir auch Gedanken gemacht, woher die Autorin all diese Geschichten her nimmt. Tja - die Aare fliesst durch die Matte, durch Bern und auch durch Désirees Gedanken.

Erschienen ist das Buch im Knapp Verlag in Olten über Désiree Scheidegger - Bernerin, Linkshänderin, Reisende, Stier, Primarlehrerin, Altstadtbewohnerin - und in Buchhandlungen erhältlich.

Leidenschaftliche Brotkultur , von Michel Gygax Leidenschaftliche Brotkultur

Susan und Marc Haueter mögen gute Dinge. Insbesondere gutes Brot. Sie sollen schmecken und den Menschen gut tun. Das ist der Grund warum ihre Brotteige viel Zeit zum Ruhen und Reifen bekommen. Wie bei gut gelagertem Käse oder gereiften Weinen prägen sich die Aromen stärker aus und werden harmonischer. Die Brote sind feuchter, länger haltbar und für Leib und Seele viel bekömmlicher. Sie werden ohne Zusatzstoffe hergestellt und bestehen aus Adelbodner Quellwasser, Mehl, etwas Meersalz und entweder aus dem selbst gezüchteten Sauerteigstamm oder aus nur sehr wenig beigefügter Hefe.

Diese Brote, ihre Kuchen, die selbst gemachten Schokoladenkreationen und das liebevoll geführte Café sind eine Reise nach Adelboden wert. Alternativ senden Haueters ihre Laibe und Produkte per Post in alle Ecken der Schweiz. Wir sind begeistert!

www.haueter-adelboden.ch