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Sportferien? , von Maja Boss Sportferien?

Sportferien? Noch kein Programm? Keine Lust auf den Skirummel und die Massen von Leuten? Dann heisst die Lösung vielleicht Saxeten. Im kleinen idyllischen Dörfchen unterhält eine unabhängige Interessengemeinschaft einen Top-Schlittelweg. Beim einstündigen Marsch in der malerischen Winter-Berglandschaft - die Autorin empfiehlt dies abends zu tun und bei Wetterglück den irrsinnig schönen Sternenhimmel zu bewundern - wärmt man sich auf, bevor man 4 km runtersausen kann. Und unterwegs begrüsst einem im urichgen Hexenhäuschen die Familie Balmer mit warmen Getränken und auf Vorbestellung mit herrlichem Fondue.

Pistenbericht

Was macht eigentlich der Glaceverkäufer im Winter? , von Maja Boss Was macht eigentlich der Glaceverkäufer im Winter?

Er schenkt Suppe aus! Zumindest in der Stadtbad-Gelateria in Olten. Die Gelateria inmitten der Altstadt, gleich bei der alten Holzbrücke, wird im Winter zur Suppenstube umgebaut. Täglich werden vier hausgemachte Suppen angeboten, zum Mitnehmen oder zum „vor Ort“ Essen, wozu sich die Autorin entschieden hat. Die im „Chacheli“ ausgeschenkte Suppe schmeckt herrlich und in der kleinen Räumlichkeit ist es gemütlich.

Auch wer satt ist, kann ruhig vorbeischauen: Am exquisiten Teeangebot könnte sich mancher Restaurationsbetrieb ein Vorbild nehmen. Wer den Weg erst im Sommer in die Oltner Altstadt finden sollte, wird bestimmt ebenfalls nicht enttäuscht: 21 Sorten hat die kleine aber feine Gelateria laut Website, alle Glacés sind hausgemacht und für die Zubereitung werden nur regionale Produkte, wie zum Beispiel Bio-Milch aus Madiswil, verwendet. Soll es ruhig bald wieder Sommer werden!

www.suppenstube.com

Metsiederei , von Sarah Galatioto Metsiederei

Hinter dem Met von Alexander Eckert steckt eine starke Mischung: Überzeugung, Handwerk, Niveau. In seiner Metsiederei in Innerberg bei Bern entstehen aus Wasser, Honig, Kräutern und Hefe phantastisch gute Honigweine. Frei nach einem alten Rezept.

2012 bildete sich der ehemalige Softwareentwickler zum Imker aus, um seinen Met von Grund auf herstellen zu können. Unterdessen produziert er rund 4000 Liter pro Jahr; klassischen Milfion (gälisch, Honigwein), herberen Norse (altnordisch, Nordmannmet), und seit 2015 auch Fleur de Met und den Metbrand Vitum (germanisch, Weisheit).

www.metsiederei.ch (WDH)

 Aaregeflüster , von Rosmarie Bernasconi Aaregeflüster

An den Ufern und in der Umgebung der Aare in Bern diskutieren zwei Erbsen darüber, wer sie wären, wenn sie eine andere sein könnten. Derweil Jonas auf dem Markt die ältere Frau erkennt, die energisch in den Radieschen wühlt, wartet eine Statue beim Loebegge auf ihre neuen Freunde, beschliesst Otto Schnabelhut, nichts zu tun, schwebt vom Himmel ein lila Brief in Oma Friedas Schoss. Solche verträumten, skurrilen und surrealen Geschichten aus dem Leben schnappt die Aare auf und flüstert sie weiter.

Désirée Scheidegger hat dem Fluss dabei zugehört und hält die Geschichten in ihrem Erstling Aaregeflüster in einer schnörkellosen und gleichzeitig verspielten Sprache fest. Gekonnt führt die Autorin sie zu einer in sich geschlossenen Erzählung zusammen – eindrücklich, kraftvoll, subtil, fliessend und mit mehr als nur einem Augenzwinkern.

Ich mag dieses Buch, weil es in einer einfachen und flüssigen Sprache geschrieben ist. Manchmal ist es so skurril, dass man einfach Schmunzeln muss. Manchmal Bärndüütsch, manchmal Englisch, manchmal ein Dialog, manchmal eine Geschichten und ab und zu auch ein Gedicht. Dies alles findet man im Aaregeflüster.

Und ja - ich habe mir auch Gedanken gemacht, woher die Autorin all diese Geschichten her nimmt. Tja - die Aare fliesst durch die Matte, durch Bern und auch durch Désirees Gedanken.

Erschienen ist das Buch im Knapp Verlag in Olten über Désiree Scheidegger - Bernerin, Linkshänderin, Reisende, Stier, Primarlehrerin, Altstadtbewohnerin - und in Buchhandlungen erhältlich.

Tavolata in der Casa Merogusto , von Sophie Frei Tavolata in der Casa Merogusto

Im schönen Tessiner Bleniotal in Malvaglia bietet die leidenschaftliche Köchin, Kochbuchautorin und Gastronomin Meret Bissegger in ihrer Casa Merogusto genussvolle Tavolate an.

An einer grossen Tafel kommt man gemütlich zusammen und lässt sich von einem fantastischen Surprise Menu aus saisonalen Produkten überraschen. Meret Bissegger, die Gastgeberin, möchte bei ihren Gästen die Lust am Geschmack und die Neugier am phantasievollen Kochen mit natürlichen Saisonprodukten wecken. Die Herkunft der Produkte liegen ihr besonders am Herzen: wenn möglich verwendet sie Zutaten in Bioqualität, saisonal vollwertig und von regionalen Produzenten. So kamen wir z.B. in den Genuss von Taglilien aus dem eigenen Garten mit Farina-bona Crème, Crêpes aus Kastanienmehl gefüllt mit Ricotta von der Alpe Gualdo oder einem Sorbet aus Fichtenschösslingen.

Wer mehr über Merets beeindruckendes Wissen z.B. rund um essbare Wildpflanzen oder Herbst- und Wintergemüse erfahren möchte, der kauft am besten eines ihrer Kochbücher oder besucht einen Kochkurs. Und wem die Reise ins Tessin zu lang erscheint, der macht es sich einfach in einem der gemütlichen Zimmer der Casa Merogusto bequem und geniesst den Aufenthalt im sonnigen Tessin.

Weitere Informationen: www.meretbissegger.ch

Le petit couteau , von Reto Hügli Le petit couteau

Im Laden «Le petit couteau» an der Monbijoustrasse in Bern ist vereint, wozu wir meistens viel Zeit und Geduld brauchen: Das Rezept und die dafür nötigen Zutaten in der richtigen Menge – vom Käser, Metzger und Bauern aus der Region. Ein Ort, an dem Kochinspiration bei einem Kaffee oder einem Glas Wein geschieht: Sei es ein einfaches und günstiges Alltagsgericht oder eine festliche Mahlzeit.

Die Macherinnen und Macher sind überzeugt, dass «Kochen so viel mehr sein kann als tägliche Pflicht. Beim Kochen kann man Künstlerin sein, Erfinder, Philosophin oder gar Zauberer». Es gilt, aus der Routine auszubrechen und ungewöhnliche Zutaten kennen zu lernen. Nicht nur an speziellen Anlässen, sondern gerade auch im Alltag.

Nebst inspirieren soll Kochen auch zum Nachdenken anregen: Woher kommen meine Lebensmittel? Wen und was möchte ich mit meinem Geld unterstützen? Wie und mit wem verbringe ich meine Zeit?

Denjenigen unter euch, die Inspiration brauchen, seien die Rezepte ans Herz gelegt. Den Kochfaulen empfehle ich den Pasta-Takeaway am Mittag zu ihrem Glück.

www.petitcouteau.ch

Das spezielle Reisebüro im Marzili , von Rosmarie Bernasconi Das spezielle Reisebüro im Marzili

Seit 1984 besteht das Familienunternehmen Vaglio Reisen AG. Seit Januar 2017 ist Sergio Maurice Vaglio, der den Familienbetrieb weiterführt, am neuen Standort im Berner Marzili unterhalb der Talstation bei der Marzilibahn anzutreffen. Sergio, der früher an der Badgasse 4 eine Filiale führte, hat im Januar 2017 das Reisebüro als Geschäftsführer übernommen. Ferien ab dem Belpmoos und auf die griechischen Kykladeninseln sind seine Spezialität. Sergio ist es wichtig, Reisen ausserhalb des Massentoursimus anzubieten, deshalb hat er sich auch auf die kleineren Inseln in Griechenland spezialisiert.

Selbstverständlich besucht er die Inseln regelmässig und man spürt seine Leidenschaft und sein Engagement für dieses Land.

Im Reisebüro Vaglio Reisen AG, kann man selbstverständlich jede andere Reise buchen und eine hervorragende Beratung ist garantiert. Ein kleines Team mit Herz.

Vaglio Reisen AG, Brückenstrasse 14 E, 3005 Bern, 031 802 12 50, info@vaglio-reisen.ch

Le Festin , von Michel Gygax Le Festin

Im charmanten und neu eröffneten Restaurant Marzer im Berner Marzili-Quartier werden jeweils Werke von bekannten und weniger bekannten Künstlern kulinarisch interpretiert. Zudem werden die Gerichte mit kurzen Anekdoten untermalt. So wird am 11. Januar 2018 die nächste Premiere mit einem Abstecher in den Surrealismus gefeiert. Das Team um Betriebsleiterin Naima Borchert und Küchenchef Kay Veitlbauer interpretiert das Werk der Lyrikerin und Künstlerin Meret Oppenheim kulinarisch und setzen es abends als Vier- bis Sechsgangmenü (vegetarisch oder mit Fleisch) um. Das Menü ist jeweils abends von Dienstag bis Samstag zwischen dem 11. Januar und dem 3. März erhältlich.

Dies ist ein Hinweis in eigener Sache. Hinter diesem neuen kulturellen Engagement und dem Restaurant Marzer steht die KG Gastrokultur GmbH, die wiederum die Betreiberin des herz-haft-Blogs ist.

www.marzer-bern.ch

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. , von Rosmarie Bernasconi Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen.

Eleanor Oliphant - als ich zu lesen begann, dachte ich für mich „wieder so eine Lebensbeichte“. Ich wurde eines besseren belehrt. Eleanor ist anders als andere. Wer kennt das nicht? Nicht dazuzugehören, sich emotional nicht zurechtzufinden. Eine Beziehung aufbauen zu anderen Menschen.

Eleanor verliebt sich hoffnungslos in einen Musiker, der für sie nicht erreichbar ist. Sie flüchtet sich in ihre Träume und entfernt sich immer mehr von der Realität, bis ihr ein guter Freund hilft, wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren.

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth) erschienen 2017 Sprache: Deutsch ISBN 978-3431039788, in Buchhandlungen erhältlich.

Kompromisslos Wallis , von Léa Urben Kompromisslos Wallis

Brauchst du noch Fleisch für das Fondue Chinoise am 24. Dezember - gut gelagert, somit butterzart und saftig? Oder vielleicht eine Walliser Hauswurst mit vielsagendem Namen wie der Klassiker, die Urtümliche, die Scharfe oder die Reine zum Weihnachtsapero?

All dies und noch viel mehr bietet die Valais Prime Food AG, welche sich auf die Herstellung und den Vertrieb von regionalen Produkten ausschliesslich aus dem Wallis spezialisiert hat. Sie stellt damit eine bewusste Alternative zu den absurden Zuständen in der Massenproduktion dar. Beispielsweise wird tonnenweise Lammfleisch aus dem 19'000 Kilometer entfernten Neuseeland importiert, während gleichzeitig vier von fünf Oberwalliser Lämmer ausserhalb des Wallis im Fleischzwischenhandel verschwinden.

Die Valais Prime Food AG produziert deshalb kompromisslos Walliser Produkte, setzt dabei auf den Vertrieb von regionalen Produkten und tut dies in Kooperation mit den Produzenten vor Ort. Auf diese Weise wird das Prinzip "direkt ab Hof" weiterentwickelt und gelebt.
Das Angebot ist gross und reicht vom Fleischpaket à 2 oder 5 kg über Wurstwaren und Frischfleisch bis zu Walliser Spezialitäten wie Hamma, Trockenspeck oder Coppa – ein Blick auf die Website lohnt sich auf jeden Fall.

www.valaisprimefood.ch