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Wildbienen – pflegeleichte Balkonbewohner , von Reto Hügli Wildbienen – pflegeleichte Balkonbewohner

Wildbienen sind vom Aussterben bedroht. Mit einem Bienenhäuschen auf dem Balkon oder im Garten trägst du zur Vermehrung dieser wertvollen Tiere bei. Ohne Bienen haben wir es schwer: Ein Drittel unserer Nahrung landet nur auf dem Teller, weil Bienen Blüten bestäuben.

Das Zürcher Startup «Wildbiene + Partner» hat deshalb ein Konzept entwickelt, um dem Bienensterben Einhalt zu gebieten: Es versendet im Frühling Bienenhäuschen und rund 15 Bienenkokons. Auf Balkonen und in Gärten der «Bienenpaten», schlüpfen die Tiere, bestäuben die umliegenden Pflanzen und vermehren sich. Ein einziges Weibchen besucht und bestäubt circa 40’000 Blüten. Eine ungefährliche Sache: Mauerbienen sind harmlos und stechen – anders als etwa Honigbienen oder Wespen – nicht. Deshalb eignen sich die Wildbienen gut für die Haltung in der Stadt, beispielsweise eben auf dem Balkon.

Im Herbst schickst du die Bienenkokons zurück. «Wildbiene + Partner» pflegt, reinigt und überwintert die Tiere fachgerecht. Das Beste: Im nächsten Frühjahr bekommst du kostenlos eine neue Startpopulation und der Bestäubungszyklus beginnt von vorne!

Informationen und Bestellungen: www.wildbieneundpartner.ch

Welchen Wert hat temporärer Genuss? , von Michel Gygax Welchen Wert hat temporärer Genuss?

Vier Abgänger der Hotelfachschule Thun beleben das Ristorante Tiramisù im Berner Mattenhofquartier mit einem Pop-Up Projekt. Unter dem Motto „Wir tischen auf. Du bezahlst, was es Dir wert ist.“ zelebrieren sie ihre Vorstellung von Gastgebertum während vier Wochen. Die 4 Ragazzi, wie sie sich nennen, übernehmen im Mai das Ristorante Tiramisù an der Belpstrasse 34 nahe des Berner Eigerplatzes. Sie bringen eine wunderbare Ladung an Wissen, Motivation und Gastfreundschaft mit.

Während des Pop-Ups werden die Gäste mit einer mehrgängigen Tavolata verwöhnt. Mittags kürzer und abends länger. Da die vier Gastgeber bestimmen, was es zu essen und zu trinken gibt, überlassen sie den Gästen freie Hand bei der Bezahlung und vertrauen darauf, dass die Gäste dies wertschätzen und sie fair und angemessen entschädigen. Nur im Mai 2016.

www.ristorante-tiramisu.ch

Von der Leidenschaft für schöne Bücher , von Reto Hügli Von der Leidenschaft für schöne Bücher

Die Journalistin Tina Uhlmann, der Kommunikationsfachmann Godi Huber und der Gestalter Viktor Näf haben sich in den Dienst der schreibenden Zunft gestellt. Mit ihrem Kleinverlag «Sage und Schreibe» im Breitenrain bieten sie unbekannten Autorinnen und Autoren mit ihrem Geschäftsmodell die Möglichkeit, ihren Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen.

Das Dreierteam engagiert sich mit Leidenschaft für ausgewählte Buchprojekte: «Wir veröffentlichen Texte mit inhaltlichen, sprachlichen oder formalen Besonderheiten in Form schöner, individuell gestalteter Bücher». Damit besetzen sie eine Nische, werden doch die meisten dieser Manuskripte bei Grossverlagen abgelehnt. «Wir gehen für den gesamten Publikationsprozess eine Partnerschaft mit unseren Autorinnen und Autoren ein» erläutert Uhlmann. Damit fördert der Kleinverlag Newcomer. Mit dieser Partnerschaft geht der Autor aber auch Verpflichtungen ein: Er übernimmt die Finanzierung der Verlagsleistungen (etwa Prüfung des Manuskripts, Lektorat, Satz, Gestaltung des Covers, Druck und Marketing). 

Da die Bücher in einer kleinen Auflage von 500 Exemplaren produziert werden, hält sich der finanzielle Aufwand für frischgebackene Autoren in Grenzen. Wenn die Hälfte der Auflage verkauft ist, sollten die Produktionskosten in der Regel wieder eingespielt sein. Bis dahin gehen die Einnahmen aus dem Buchverkauf vollumfänglich an die Autorin oder den Autor. Nachdem die Gewinnschwelle erreicht ist, wird der Gewinn zwischen Verlag und Autor aufgeteilt. Eine für die Branche äusserst autorenfreundliche Zusammenarbeit, wie Uhlmann betont.

Was macht einen guten Text aus? «Wir sind offen für alles – von Lyrik bis Krimi». Es müsse eine spannend erzählte Geschichte sein, der Text müsse den Leser packen und Tiefgang aufweisen. Uhlmann: «Der Text muss zugänglich sein, darf aber ruhig einen eigenen Stil und eine eigene Sprache pflegen. Der Autor soll seinen persönlichen Weg finden und gehen».

Wer weiss, vielleicht bekommen einige Leserinnen und Leser Lust, ihre Manuskripte einzureichen? Wir bleiben dran.

Verlag Sage und Schreibe, Waffenweg 15, 3014 Bern, www.sageundschreibe-verlag.ch

Archaische Naturküche , von Michel Gygax Archaische Naturküche

Stefan Wiesner präsentiert in seinem Gasthof Rössli in Escholzmatt eine aussergewöhnliche Naturküche. Mit Kochkunst auf höchstem Niveau, gepaart mit viel Wissen über die Natur und radikaler Produkteregionalität hat er im beschaulichen Entlebuch ein Zentrum für anspruchsvolle Gourmets geschaffen.

Mit scheuer Präsenz orchestriert der "Hexer von Escholzmatt" im kleinen Feinschmecker-Raum sein Gesamtkunstwerk mit dem Wiesner-Achtgangmenü, während in der Gaststube die Einheimischen eine Bratwurtst essen oder ihr Feierabendbier geniessen. Ein gastronomischer Spagat wie man ihn noch selten findet. Hut ab!  

www.stefanwiesner.ch

Liebevolle Gastronomie auf dem Lande , von Regula Keller Liebevolle Gastronomie auf dem Lande

Käpt'n Holger ist eine wunderbare Café-Bar in Langnau. Gemütliche und sehr stilvolle Einrichtung, freundlicher und aufmerksamer Service, gute Produkte und faire Preise. Was will man mehr in einer Café-Bar auf dem Lande. Dazu präsentiert das junge Betreiber-Team ein abwechslungsreiches Kulturprogramm und im Sommer eine lauschige Aussenbesthuhlung.

Unter dem Namen "zum Topf" bieten leidenschaftliche und junge Hobbyköche eine kleine Auswahl an vegetarischen und veganen Mittagsmenüs und einen monatlich stattfindenen Sonntagsbrunch an.

Ein stimmungsvoller Ort zum Hingehen. Immer wieder und für alle! Peace & love!

www.zumtopf.ch / www.kaeptnholger.ch

Kafi Franz , von Sophie Frei Kafi Franz

Das Kafi Franz in St. Gallen ist eine wahre Oase des guten Geschmacks. Ob das Café wohl nach dem berühmten Konditor und Erfinder der weltbekannten Sachertorte, Fanz Sacher, benannt wurde? Oder steckt vielleicht doch Franz von Assisi dahinter?

Wie auch immer, das Kafi Franz bietet auf jeden Fall nicht nur ausgezeichneten, selbst gebackenen Kuchen, auch die herzhaften Quiches und der frisch geröstete Kaffee sind vom Feinsten. Das sonntägliche Brunch-Angebot ist alles andere als 0815 und lockt mit kreativen Köstlichkeiten wie der salzigen Brunchwaffel oder dem Avocadobrötchen mit pochiertem Ei. Jeden Samstagabend nimmt das Kafi Franz Geniesser mit auf eine kulinarische Reise in romantischem Ambiente mit Weinbegleitung. Also, auf nach St. Gallen ins Linsebühlquartier, nur 5 Minuten zu Fuss vom Markplatz. Denn neben all den Gaumenfreuden lädt das Café mit seiner geschmackvollen Einrichtung und der sympathischen Bedienung auch zum Verweilen ein. Und vielleicht findet man ja vor Ort heraus, was es mit dem mysteriösen Franz auf sich hat…

www.kafifranz.ch / facebook.com/kafifranz  in der Linsebühlstrasse 35 in St. Gallen.

Blumenmeer , von Regula Keller Blumenmeer

Miriam Hans sprengt mit ihren Blumenkreationen die Grenzen konventioneller Floristik. Als Gefäss können Tassen und Saucieren dienen. Sogar Schuhe lässt sie floral bestücken. All dies kann für eine Hochzeit, einen Firmenanlass und auch für eine Trauerfeier bestellt werden.

Ihre Leidenschaft, unterschiedlichste Materialien, Farben und Düfte zu kombinieren, ist mir bereits an mehreren Märkten positiv aufgefallen. Auch wenn in naher Zukunft kein Fest ansteht, möchte man lange von den fantasievollen Blumenkreationen umgeben sein und ab und zu über ein gelungenes Detail staunen. (wdh)

www.fleurdeluxe.ch

Bänz – natürlicher Durstlöscher aus der Region , von Sophie Frei Bänz – natürlicher Durstlöscher aus der Region

Gut schmecken sollte das Getränk und echt sollte es sein! Also aus Direktsaft, ohne Zusatzstoffe und ausschliesslich mit regionalen Zutaten zubereitet. Yves Bütikofer aus Bern verwirklichte sich diesen Traum und entwarf im Berner Breitsch-Quartier die Bänz-Kollektion: Erfrischende Getränke wie Apfel-Cassis, Apfel-Kirsche, Apfel-Erdbeere, Apfel-Traube oder purer Apfelsaft.

Ein wahrer Mehrwert auf dem Getränkemarkt! Denn für die hochwertigen Bänz Getränke werden nicht nur 100% Früchte aus der Region verwendet, sondern es wird auch ein Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln geleistet: Früchte, die der Detailhandel zurückweist, werden zu Bänz-Getränken verarbeitet. Auf jeder Flasche kann man nachlesen, von welcher Bauernfamilie die Früchte stammen. Mittlerweile sind die auffälligen Glasfläschli mit Schraubverschluss in vielen Berner Cafés und Läden zu finden.

www.baenz.ch / www.fb.com/baenz.ch

Bagels im Bett , von Pascal Sennhauser Bagels im Bett

Der vorliegende Artikel führt wieder einmal nach Winterthur. Der kulturell-gastronomische Reichtum dieser vergleichsweise kleinen Stadt spiegelt sich mit einigen hübschen Beiträgen ja auch in diesem Blog wider. 

Mitten in der historisch-schmucken Altstadt von Winterthur steht das Bed & Breakfast Bagels, welches seinen Gästen drei luxuriöse und grosszügige Doppelzimmer in einem charmanten, stilvoll renovierten Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert bereithält. Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche, WLAN und TV, einem Kühlschrank und einem Safe ausgestattet. Schwedische Federkern-Matratzen sorgen für Bequemlichkeit und einen erholsamen Schlaf. Auf Wunsch stehen Extra-Betten für Kinder zur Verfügung. Zum Haus gehört ein wunderschöner Innengarten, der sommersüber zur exklusiven Benutzung einlädt.

Wer Wert auf ethische und ökologische Grundsätze legt, ist als Gast im «Bagels» nicht an der falschen Adresse. Die Menschen hinter dem gesunden Betrieb setzen auf ein «Wirtschaften mit langfristigem Substanzerhalt» und führen ihr Geschäft nach Kriterien der Nachhaltigkeit, des Verzichts und der Zweckmässigkeit. «Simple, pure, local», wie sie sich neudeutsch ausdrücken. Trotzdem – oder gerade deshalb – wirkt das Haus und dessen Gastgeber nicht unterkühlt, langweilig oder gar realitätsfern.

Die gleiche prinzipientreue Haltung wird selbstredend auch den Mitarbeitenden und den Gästen zuteil. Respekt, Ehrlichkeit und eine leistungsgerechte Entlöhnung gehören intern ebenso zum Credo wie die Überzeugung, dem temporär Bleibenden eine makellose Leistung zu einem fairen Preis zu bieten und mit ihm einen möglichst persönlichen Umgang zu pflegen.

Bed and Breakfast Bagels, Oberer Graben 8, 8400 Winterthur, Tel. +41 (0)52 213 18 88, www.bagels.ch

Schlemmen in Palma , von Michel Gygax Schlemmen in Palma

Ich empfehle hier wärmstens ein verlängertes Schlemmerwochenende in Mallorcas unterschätzter Hauptstadt Palma. Eine grossartige, lebensfrohe, bunte und weltoffene Stadt am Meer, die zu langen Spaziergängen, wunderbaren Ausflügen ins Landesinnere und zu ausgedehnten Schlemmertouren einlädt.

Wir nächtigten gepflegt im geschmackvoll renovierten Altstadt-Hotel Santa Clara mit Dachterrasse und Wellnessbereich. Wir schlemmten uns im neuen Lokal von Adrian Quetglas durch ein grossartiges, jederzeit überraschendes und unwahrscheinlich günstiges Siebengangmenü mit Sterne-Niveau.

Wir entdeckten die alternative One-Man-Show von Albert Medina im La juanita (keine Website) und tafelten viergängig in den Nachmittag. Wir schauten dem Wirt beim Kochen zu und tranken ein stark gehopftes Weizenbier ohne Etikette, gebraut in der Garage von einem Freund von Albert.

Wir empfehlen weiter das Duke, ein lockeres Surferrestaurant mit  feinem und frischem Ethno-Food, das Quina creu, ein hippes und äusserst stilvoll eingerichtetes Quartier-Tapaslokal (Bild), das 13 %, eine alternative Tapasbar im Zentrum und nicht weit entfernt eine belebte Weinbar, die mit 48 verschiedenen Weinen im Offenausschank lockt. Wow!