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Jung, wild und inspirierend , von Christoph Meinen Jung, wild und inspirierend

Zwischen Industrie- und Wohngebäuden blüht seit bald einem Jahr im Mattenhofquartier von Bern die Kulturbar Werkhof102. Wer den Werkhof betritt, staunt. Schwer zu beschreiben, was dieser Ort genau ist. Er ist fast alles: Eine Kaffeebar in erster Linie, aber auch ein Kulturlokal, ein Restaurant, ein Arbeits- und Spielzimmer, ein Raum für Tanz, Yoga, Pilates, Fitness, eine Bühne für Lesungen, Konzerte und Poetryslams. Letztlich sei es vielleicht so etwas wie das Wohnzimmer für das Quartier. 

Dass der Werkhof in dieser Vielfältigkeit funktioniert, hat verschiedene Gründe: Zum einen eine sorgfältige Planung, viel Engagement und eine moderne und professionelle Infrastruktur. Zum Anderen eine gute Portion Blauäugigkeit, auch genannt: Mut. Valentina und Kim haben die Kulturbar nach abgeschlossener Matura im April 2016 eröffnet. Der Ort wächst mit jedem Tag, sagt eine Mitarbeiterin des Teams, das sich aus fünf jungen Menschen zusammensetzt. Jeden Tag bieten sich neue Ideen von Gästen und Inhaberinnen, und was noch keine Hände und Füsse hat, kriegt welche. Der Werkhof102 ist ein eigenes, kleines Universum, das nach eigenen Gesetzen funktioniert. Vielleicht steht deshalb auf der Toilettenspülung in kleinen Lettern zur Erinnerung geschrieben: «Hallo Wäut».

www.werkhof102.com

Wasser für Wasser! , von Michel Gygax Wasser für Wasser!

Wasser für Wasser (WfW) ist eine junge, gemeinnützige Organisation, die mit Schweizer Gastrobetrieben den täglichen Umgang mit Wasser neu definiert und das Spenden für Wasserprojekte in den Alltag integriert. Mit Schweizer Spendengeldern ermöglicht WfW im südostafrikanischen Staat Sambia Trinkwasserzugang und Berufsbildung im Wassersektor. Die Umsetzung der Projekte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen. 

Die Berner Gastrobetriebe Du Nord und Eiger setzen seit Anfang Oktober auf das WfW-Green Konzept. Dabei verzichten Sie im Sinne der Nachhaltigkeit auf Markenwasser aus der Flasche und schenken stattdessen hauseigenes Leitungswasser aus; frisch gezapft und gut gekühlt, mit oder ohne Kohlensäure versetzt. Ein Teil des Wasser-Umsatzes geht an die WfW-Projekte in Sambia.

www.wasserfuerwasser.ch

Wasser unser , von Sarah Galatioto Wasser unser

Wasser ist Energie, ist Leben, ist Alltag, ist Gut, ist da. Die Vorstellung der Schweiz als alpines Wasserschloss Europas lernen wir bereits in der Schule. Wiederkehrende Hitzesommer oder schneearme Winter stellen dies in Frage. Fest steht: die gesellschaftliche Entwicklung und der Klimawandel werden die Verfügbarkeit von Wasser auch bei uns beeinflussen. Wird künftig ein Chip unseren persönlichen Wasserverbrauch kontrollieren? Wird sich der Wintertourismus auf ein riesiges Schneeresort im Hochgebirge beschränken? Lässt sich das Recht auf Wasser irgendwann vor Gerichteinklagen? Die Ausstellung wagt den Blick in die Zukunft und verbindet Forschung mit Fiktion. Sechs begehbare „Zukünfte“ laden dazu ein, in mögliche Wasserrealitäten einzutauchen.

Die Ausstellung und die Podiumsgespräche laufen noch bis am 17.9.2017 im Alpinen Museum Bern.

Weinberg der Zukunft, der biologische Joint venture , von Felix Woodtli Weinberg der Zukunft, der biologische Joint venture

Delinat will Markführer beim Import von Bioweinen werden und geht deshalb eine enge Zusammenarbeit mit der Bataillard-Gruppe unter dem Titel Weinberg der Zukunft ein. Delinat importierte zusammen mit der Weinhandlung Küferweg, die Delinat 2011 übernahm, im Jahr 2016 1‘008‘957 Liter Wein. Bataillard ist hinter Coop und Denner die Nummer 3 (7'668'396 Liter Wein) im Schweizer Markt vor Garnier, Lidl und Aldi. Zur Bataillard-Gruppe gehören auch Steinfels und das Wyhuus Belp.  Bataillard verfügt als einzige Kellerei über eine Spinning Cone Columne, die es ermöglicht Weine zu fragmentieren und zu trinkbaren „Juwelen“ zu machen. Bataillard-Weine waren lange Zeit sehr erfolgreich weil sie auf den gut erforschten Konsumenten-Geschmack zugeschliffen sind und über schöne Etiketten verfügen. Im Detail- und Getränkehandel sind sie weit verbreitet. Beide Unternehmens-Gruppen erlitten in der Vergangenheit starke Einbussen und suchen nun die Offensive mit dem Projekt Weinberg der Zukunft. Was soll dieses Zusammengehen unter dem Titel Weinberg der Zukunft?

Stefan Keller, CEO von Bataillard, sieht im Biobereich ein interessantes Marktsegment das stark wachsen wird. Ein paar Kleinwinzer sollen für das Image sorgen, die Kohle verdient man mit Weinen von Gross-Betrieben oder mit industriellen Billig-Bio-Weinen. Bataillard liefert das Knowhow und die Technik um diese auch Vorort in der Schweiz abzufüllen und etwas aufzupeppen. Bei bis unter 20 Cent Einkaufspreis pro Liter in Spanien ein lukratives Geschäftsmodel. Dabei geht’s wohl kaum um die Förderung von Bio-Spitzenweinen sondern um die Belieferung der Bataillard-Kunden (Detail- und Getränkehandel sowie Gastronomie) mit Bio-Weinen. Man hofft Coop, Lidl und Aldi die Stirne bieten zu können. Ähnlich wie Coop suggeriert das Projekt Qualität, Nachhaltigkeit und Fairness und blendet die Kehrseite der Medaille aus. Vorgeführt und zelebriert werden einige selektionierte Spitzenwinzer. Ihre Rolle dient liegt darin das Ganze als super Sache zu legitimieren. Bei 12 Mio Flaschen die beide zusammen 2016 importierten, dienen diese Vorzeige-Betriebe höchstens als Spotlights. Kleine Schummelgeschichten voller Nichtgesagtem, Märchen von intimen, familiären Strukturen und Schönrederei punkto Qualität wie sie seit Jahren in wunderprächtigen Prospekten verbreitet werden, sorgen sicher für das schnelle, anhaltende Einlullen der Kunden. Tönt gut, ergo ist alles gut, sehr gut sogar Bestens.

Ich denke sowohl für die Gastronomie, alle Wiederverkäufer und den gewerblichen Weinhandel ist dies eine mörderische Entwicklung deren Ziel einzig die Konzentration einiger grosser Player zum Ziel hat. Ich rate: Sinnieren über Strukturen die den eigenen Wünschen und Träumen gerecht werden. Investieren in unabhängige und handwerklich arbeitende Bio-Winzer kann sich lohnen – so erhalten wir echte Vielfalt, mit den Big-Players mit marschieren lohnt sich selten! Money makes the world go trump oder industrie-biologisch geht die Wein-Kultur zugrunde! 

Ein Buchladen zum Verlieben , von Rosmarie Bernasconi Ein Buchladen zum Verlieben

Ein herrliches Buch. Mit viel Witz geschrieben. Eine Liebeserklärung an das Lesen. Die Protagonistin Sara muss man einfach lieb gewinnen, wenn sie auch nicht nur willkommen ist. Doch was sie aus einem Dorf von "Nichtlesern" alles erreichen kann - einfach herrlich. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen.

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher - mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung eine Buchhandlung. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: "Keine unnötigen Wörter", "Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel zu lesen - währenddem Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern.

Ein wunderbarer, ganz erstaunlicher Roman. Man wird noch viel von Katarina Bivald hören! Dieses Taschenbuch ist in vielen kleinen Buchhandlungen erhältlich und auch zum Verschenken geeignet.

Pistenstübli Gauchern , von Sarah Galatioto Pistenstübli Gauchern

Es gibt sie noch, nicht unweit von Bern entfernt, die kleinen Skilifte wo man noch die 10-Fahrten Karten ab 5.50 bekommt. Der Skilift Chuderhüsi ist so einer. Ein klein wenig als wäre die Zeit still gestanden, seit ich als Kind dort den ganzen Winter jeden Nachmittag Skifahren war, so kommt es mir heute vor. Keine Spur von Jubeltrubel und Menschenmassen dass Gegenteil ist Fall.  Direkt beim Skilift Chuderhüsi ist das kleine Restaurant Pistestübli. Dort wo man sich trifft und einen Jass klopft. Es bietet preiswerte Mittagsmenüs sowie Snacks und Desserts an. Ob Schnipo, Bratwurst oder ein feines Fondue,  für das leibliche Wohl ist auch am Abend gesorgt. Zum Aufwärmen gibt's feinste Kafi Schnaps oder Glühwein. Das Pistestübli und Wanderstübli ist ganzjährig geöffnet und veranstaltet gelegentlich volkstümliche „Stubete“ -Abend mit Örgeliformationen aus der Region.

www.skilift-chuderhuesi.ch

Wunderwelt im Schwarzseetal , von Sarah Galatioto Wunderwelt im Schwarzseetal

Sie schimmern in allen möglichen Farben und ihre Erschaffung ist Kunst in Vollendung: die Eispaläste in Schwarzsee. Der selbsternannte „Eisgärtner“ Karl Neuhaus schafft hier jeden Winter von neuem Wunderwerke aus Eis und Schnee. Bei Dunkelheit werden die Eispaläste in farbiges Licht getaucht. In der Nähe der Skistation Schwarzsee in einem Wald auf rund 1000 Meter über Mehr zwischen Plaffeien und Schwarzsee können die Eispaläste bestaunt aber auch durchwandert und bestiegen werden; voraussichtlich bis im März 2017. Sie schimmern in allen möglichen Farben und ihre Erschaffung ist Kunst in Vollendung. Der 80-jährige Tüftler und Bastler, ehemals Schuhmacher von Beruf,  hat seine Technik in den vergangenen 32 Jahren perfektioniert. Unter den bizarren Eisgebilden verbergen sich massive Gerüste aus Metall. Ist das Wetter kalt setzt Karl Neuhaus seine Sprinkler jeweils in Gang und die Vereisung setzt ein. Der Zufall steuert das seinige bei. Die begehbaren Iglus sind mit Eis überzogene Treibhäuser und die eisigen Wunderkerzen hat Neuhaus aus Wäscheständern gebaut. Bei der passender Witterung können die Eisbauten bis zu 15 Meter hoch werden. Ein bisschen Kitsch gehört dazu: In den Höhlen und Iglus sitzen überall bunte Tiere und Figuren aus Plüsch. Neuhaus Ehefrau führt das „Eispalaststübli“ und verkauft an die Gäste warmen Tee, Kaffee und Cervelats, die man an einer Feuerstelle selber braten kann. Dank der fan­tas­ti­schen Beleuch­tung sind die Eis­pa­läste nachts am schönsten. Aller­dings ist es dann auch oft auch beson­ders kalt. Gute Klei­dung ist also von Vorteil.

Pullis für Bergler , von Maja Boss Pullis für Bergler

Textilien zu kaufen, die ethnische aber auch umeltverträgliche Kriterien erfüllen, ist eine immer wiederkehrende Herausforderung. Etwas Abhilfe schafft Marianne Lehner aus dem Toggenburgischen Hemberg. Mit Schweizer Bergsilhouetten - aber auch Bergsport- und Alpentiersujets sind zu finden - vertreibt sie sportliche und dennoch filigran gestaltete Pullis und T-Shirts. Jedes ihrer Kleidungsstücke ist Handarbeit, wo immer möglich verwendet sie Produkte aus biologisch produzierten oder rezyklierten Materialien, sowie aus fairem Handel und für den Siebdruck ungiftige Farben. Jeder Berg und jedes Bergpanorama ist einzigartig, steht auf ihrer Homepage, was durchaus auch für ihre Kreationen gilt.

Zweites Leben für Apple-Produkte , von Reto Hügli Zweites Leben für Apple-Produkte

Sie spalten meine Freunde in Pro und Contra. Beide Lager haben warten mit nachvollziehbaren Argumenten auf. Man mag über iPhone, iPad und Mac geteilter Meinung sein, zwei Dinge stehen fest: Apple-Produkte sind teuer ‒ und langlebig.

Diese Eigenschaften haben sich Basler Jungunternehmer zu Nutze gemacht und Revendo gegründet. Denn Wiederverwenden ist nachhaltiger als Recycling.

Du willst dein altes Apple-Gerät loswerden? Klick dich auf der Revendo-Website zum MacBook-, iMac-, iPhone- oder iPad-Modell durch, das du verkaufen willst. Du beantwortest Fragen zur Akkukapazität, zum Display- und Gehäuse-Zustand, Tastaturlayout usw. Findest du den offerierten Preis interessant, verschickst du dein Gerät portofrei. Revendo prüft deine Angaben zum Zustand und das erhaltene Gerät. Stimmt alles, bekommst du innerhalb einer Woche das Geld.

Die erhaltenen Geräte werden gesäubert, neu installiert, auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt und mit sechsmonatiger Garantie wieder verkauft ‒ auf der gleichen Website. Oder in einem der Läden in Basel, Zürich, Dietikon und Bern (Bollwerk 17/19).

www.revendo.ch

Lieblings - Café Bar , von Christoph Meinen Lieblings - Café Bar

Haben Sie einen Lieblingsplatz? Einen Ort an dem sie sich wohl und frei fühlen, der ihnen vertraut ist, den sie mit vielen schönen Erlebnissen verbinden und an den sie immer wider gerne zurückkehren? Genau so einen Ort haben die Geschwister Andrina und Pascal Zaugg mit ihrer Café Bar Lieblings geschaffen: ein kleines, gemütliches Kellercafé an der Gerechtigkeitsgasse 13 in der unteren Berner Altstadt. Mit viel Herz, Leidenschaft und einem feinen Gespür für liebliche Details haben sie das ehemaligen Ladenlokal in einen Ort verwandelt, der zum verweilen einlädt. Die Einrichtung ist charmant – weder protzig, noch übertrieben chic. Man fühlt sich sofort heimelig. Auch das Angebot an Essen und Getränken ist sehr persönlich. Alles wirkt wie eine Empfehlung guter Freunde, die Produkte stammen aus nachhaltiger und fairer Produktion. Man fühlt sich wirklich als Gast hier, nicht als Kunde. 

lieblings.be