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Aufguss in der Badi , von Stefan Hugi Aufguss in der Badi

Das temporäre Sauna-Dörfli steht auf der Liegewiese im Lorrainebad. Vier Jurten laden zum wohltuenden Entspannen - davon zwei zum Saunieren, eine zum Ruhen und eine für den Empfang. Hartgesottene kühlen sich nach dem Schwitzbad füdliblutt in der nahen Aare ab. Die Stimmung ist ungezwungen, der Umgang unkompliziert.

Mit viel Leidenschaft, Einsatz und Hartnäckigkeit - «Steter Schweisstropfen höhlt den Stein», steht treffend auf der Website - und mit Geld aus einem Crowdfunding realisierten die Macher des Vereins Sauna Lorrainebad ihren Traum. Noch bis Ende März können die Bernerinnen und Berner bei mitunter klirrender Kälte im Lorrainebad schwitzen. Und danach ab November wieder.

www.saunalorrainebad.ch

Bochtija , von Sarah Galatioto Bochtija

We umundum va Bärga umarmet bisch, chum de schtell dini Bochtija mitsch ufu Tisch.

Die Einzigartigkeit der Walliser Bergwelt und das Authentische der Region inspirierten die Umundum-Gestalterinnen Rosmarie Clausen-Salzmann und Regula Feller-Oester zu einem gekonnten, kunsthandwerklichen Alltagsgegenstand – der Bochtija. Beflügelt von den hohen Walliser Berggipfeln rund um das Atelier in Brig, entstehen die kreativen Arbeiten der beiden Künstlerinnen. Wenn Regula nicht am töpfern ist, amtet sie mit ihrer Familie in der Hollandiahütte und Wiwannihütte als Hüttenwartin.

Die „Bochtijen“, wie die schalenartigen Tassen von ihren Schöpferinnen genannt werden, eignen sich ganz wunderbar für den herrlichen morgendlichen Milchkaffee, für ein ergiebiges Birchermüesli oder für einen kräftigen Kräutertee. Ob als Geschenk, als Apéroschale oder zur Zierde auf dem Fenstersims – die Bochtija ist multifunktional. Insgesamt stehen 15 Bergpanoramas zur Auswahl. Die Gipfel sind mit Namen und Höhe angegeben. Die Innenbänder, Sujets der alpinen Flora und Fauna, sind spielerisch farbenfroh gestaltet. Die Bochtijen werden per Transferfolientechnik bemalt und sind dauerhaft, sogar spülmaschinenfest; ganz nach Walliser Manier – unverwüstlich. Die kleinen Kunstwerke bereiten Freude und machen täglich glücklich.

www.umundum.ch

SolinArt:Kultur in Steffisburg , von Maja Boss SolinArt:Kultur in Steffisburg

Auch dieses Jahr habe ich den Vorsatz gefasst, einmal pro Monat eine kulturelle Veranstaltung zu besuchen. Bis im April ist vorgesorgt: Das Team der Solina Steffisburg – einer Stiftung die sich um die umfassenden Langzeitpflege und Betreuung von Menschen kümmert – bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern und zu unserem Glück auch der breiten Öffentlichkeit vielseitige Aktivitäten an.

Ein Geheimtipp darunter ist die von Suzi Schlatter und ihrem Team organisierte Veranstaltungsreihe „SolinArt“: Achtmal in vier Monaten öffnet Solina jeweils seine Türen und bietet uns (kulturelle) Perlen aus Musik, Kabarett und Fotografie. Wärmstens empfehle ich die Pianistin Esther Hasler, die es gemäss der Aargauer Zeitung versteht, als Kabarettistin, Pianistin, Chansonsängerin und Schauspielerin mit immer neuen Perspektiven zu verblüffen. Gespannt bin ich auch auf die Reisereportage aus Down Under: Der Fotograf Christian Zimmermann erzählt von seiner Reise 3059km zu Fuss mit dem Einkaufswagen durch Australien. Eckdaten und die weiteren „Perlen“ des Programms sind hier zu finden (Start der Veranstaltungsreihe: 11.01.2019).

Hombis Salon , von Urs Hoschi Hostettler Hombis Salon

Am Rande von Oerlikon findet man das überaus originelle Esslokal Hombis Salon. Dort bereitet der Opernsänger Hombi (Christoph Homberger) nicht nur eine wunderbare Tavolata zu, wobei er alles selber kocht, sondern singt seinen Gästen auch noch gleich das Menü in Form einer Arie vor.

Hombi sagt selber: «Im Zentrum von Hombis Salon stehen Herd und Flügel, Kochen und Musik. Jeweils Donnerstag bis Sonntag ab 18 Uhr gibt es eine Tavolata. Später am Abend wechsle ich fliegend vom Herd zum Flügel, denn Kochen und Singen gehen bei mir Hand in Hand. Interessante eingeladene Musiker sorgen im Salon für unvergessliche Abende.»

Ein Genuss ist der Abend vor allem, wenn man in einer Gruppe guter Freundinnen und Freunde die Tavolata mit der musikalischen Umrahmung geniessen darf. Die Speisen waren gradlinig und sehr schmackhaft zubereitet, die Getränke verstärkten den Genuss und das gebotene Musikprogramm machte den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

Stilvolle Hotelkultur in Adelboden , von Michel Gygax Stilvolle Hotelkultur in Adelboden

Im Adelbodner Traditionshotel Bellevue Parkhotel & Spa vereint sich Architektur und Design mit einer lebendigen Genuss-, Hotel- und Badekultur. Leicht erhöht über der Dorfmitte, liegt zentral, ruhig und inmitten eines wunderbaren Gartens, das 1901 erbaute Hotel. Mit spektakulärer und erhabener Aussicht auf die Adelbodner Bergwelt!

Das Haus ist seit 1926 im Besitz der Familie Richard und wird seit November 2018 mit der Journalistin und Hoteliere Franziska Richard wieder durch ein Familienmitglied geführt. Es gehört zu den wenigen Hotelbauten im Alpenraum, die im gradlinigen Stil der klassischen Moderne erbaut wurden. So kontrastiert in Adelboden der klare, schneeweisse 30er-Jahre-Bau mit dem rustikalen Dorf- und Landschaftsbild. Das Bellevue wurde regelmässig und immer stilvoll renoviert und gepflegt. Mit fliessenden Räumen und mit grossen Fensterpartien präsentiert sich das Hotel mit einem weiten, offenen Blick nach Aussen und einer ruhigen Wohlfühlatmosphäre nach Innen.

Für Weinliebhaber ist bereits die liebevoll gepflegte und ausladende Weinkarte eine Reise wert. Für Brotfanatiker ist das Slow Bread der Dorfbäckerei Haueter am Frühstückstisch Himmel auf Erden. Für Wellnessfreundinnen ist das Spa ein Muss. Und für achtsame Romantiker, tiefgründige Bergfreunde, lustvolle Leseratten und gesellige Tagträumer bietet die wunderbare Hotellobby eine Auszeit nach Wahl. Wir sind hin und weg!      

Das ABC der flüchtigen Berner Strassenkunst , von Reto Hügli Das ABC der flüchtigen Berner Strassenkunst

Die Journalistin Tina Uhlmann hat ein spezielles Hobby: Sie geht in Bern den Graffiti nach. Uhlmann fährt mit dem Velo durch die Stadt und schaut, wo neue Graffiti gesprayt worden sind, wo eine Wand wieder bemalt worden ist, welche Bilder weggeputzt und welche stehen gelassen worden sind.

In den letzten drei Jahren hat sie in Bern Graffiti-Buchstaben fotografiert, mit dem Ziel, das gesamte Alphabet abzubilden. Nun ist eine Sammlung mit 26 Postkarten erschienen: «Das Graffiti-ABC». Die Karten sind ein spannender Querschnitt der flüchtiger Kunst auf Berns Wänden. Und gleichzeitig eine Bestandsaufnahme: Viele der fotografierten Buchstaben sind Teile von Graf­fiti, die längst entfernt worden sind.

Die Karten sind einzeln erhältlich sowie als Gesamt-ABC im Set. Alle 26 Sujets sind auf der Website des Verlags «Sage und Schreibe» zu sehen und dort bestellbar.

Winzer, Wein und Küche , von Michel Gygax Winzer, Wein und Küche

Das Weinportal weinlandschweiz.ch unter der Leitung von Gabriel Tinguely porträtiert in einem 288 Seiten umfassenden Werk Schweizer Winzerinnen und Winzer, die im Schatten der grossen Scheinwerfer eine grandiose Arbeit leisten. Selbstkelterer kommen zu Wort, die still ihrer Arbeit nachgehen und die über die Jahre konstant gute Weine produzieren. Aber auch junge Weinmacher, die zum Teil wilde Ideen umsetzen, sind mit dabei. Das Buch «Winzer, Wein und Küche» beinhaltet Porträts von 44 Winzerinnen und Winzern aus allen sechs Schweizer Weinregionen und ihre Lieblingsrezepte. Daneben werden viele interessante Themen aus der Weinwelt und unserer Genusskultur beleuchtet. Ein grosses Werk!

cinq étoiles – wohnen und blumen , von Léa Urben cinq étoiles – wohnen und blumen

Man kennt es: eingeladen sein, aber noch kein passendes Mitbringsel haben – was nun? Egal, ob es sich um eine Einladung zum Abendessen oder zum Geburtstagsapero handelt, im cinq étoiles im Breitenrainquartier findet sich bestimmt die passende Gabe – und als Quartierbewohnerin muss ich dafür nicht einmal in die Stadt, sondern kann meine Besorgung quasi nebenan machen.  

Zu verdanken ist dies den fünf Bernerinnen, die vor gut eineinhalb Jahren ihren grossen Traum verwirklicht und im Berner Breitenrainquartier ihr eigenes Ladenlokal eröffnet haben – dieses bietet ein breites Spektrum an Accessoires, Blumen (zum grossen Teil schönere als in manchem Blumengeschäft!), Möbel und seit kurzem befindet sich sogar eine kleine aber feine Kaffee-Ecke im Laden.
Auch die Lage des Lokals war ihnen sehr wichtig, da sie unbedingt in ein Quartier wollten, wo die Atmosphäre und die Menschen zu ihren Einrichtungsgegenständen passten, meint eine der Inhaberinnen. 

Egal ob Mitbringsel, Blumenstrauss oder einfach nur eine Inspiration für das eigene Zuhause, im cinq étoiles wird man immer fündig! (WDH vom 22. Juni 2017)

Einfacher Genuss in pulsierender Gegend , von Kristina Roder Einfacher Genuss in pulsierender Gegend

Dass Zürich West immer beliebter wird, hat nicht zuletzt mit den umgenutzten Viaduktbögen zu tun, die heute Restaurants, Bars, eine Markthalle, Yogastudios und was-weiss-ich-noch-alles beherbergen. Mein Lieblingsort dort ist klar das Restaurant Viadukt! Ein Bijou, wo man bei gutem Wetter draussen sitzen kann und sich ein bisschen wie im Süden statt einer Grossstadt wähnt. Das Restaurant Viadukt setzt auf Ganzheitlichkeit.

Auch Küche und Weinkarte überzeugen. Was denn Gerichten an sternenhaften Raffinesse fehlt, wird mit lokalen und qualitativen Produkten mehr als wettgemacht. Biologisch, nachhaltig, regional und frisch sind die Grundprinzipien der Crew und das schmeckt man raus! Beeindruckt hat mich auch der gute Weisse "Sand ond Lehm“ aus Zürich, ein Spitzenwein, der es mit den Grossen aufnehmen kann. Was für weitere Schätze sich wohl noch in der Getränkekarte verstecken?

Nebst dem eigenen Genuss fördert man mit einem Essen im Restaurant Viadukt auch ein sinnvolles Projekt der Stadt Zürich. Im Restaurant Viadukt arbeiten nämlich Jugendlichen, welche sich auf das Berufsleben vorbereiten. So geht Zukunft heute!

Geschichten aus der Matte , von Rosmarie Bernasconi Geschichten aus der Matte

Geschichten aus der Matte: Hans Markus Tschirren erzählt kleine Anektoden von Menschen, die früher hier zur Schule gegangen sind. Hier unten gelebt haben und teilweise noch hier leben. Erinnerungen und Erzählungen von früher.

Vier Wirtshäuser, drei Bäckereien, zwei Metzger und einen Schmied gab es in der Mitte des letzten Jahrhunderts in der Matte. In diesem einzigartigen Stadtteil der Stadt Bern lebten die Mätteler ihr eigenes Leben: Die Matte war ein Dorf in der Stadt – geprägt von der Aare, oftmals vom Kampf gegen die Armut und doch ein Ort mit einem grossen Zusammenhalt. Alte Mattebewohner erinnern sich in kurzen Alltagsgeschichten an diese Zeit und erzählen von ihren ersten Zigaretten, Streichen mit Schwarzpulver und Mutproben mit den «Gröpple», den kleinen Fischen aus dem Mattebach. Fotos aus jener Zeit und Impressionen von heute bebildern diese reizvollen Geschichten. Sie sind kurzweilig, amüsant und werden bei vielen Lesern Erinnerungen an die eigene Kindheit wecken

Ich finde, dass dieses Buch einen kleinen Einblick in das Leben der alten Mätteler gibt und sicher auch für den einen oder andern von Interesse sein könnte.