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Unverpackt in die Zukunft , von Michel Gygax Unverpackt in die Zukunft

Heute verbrauchen wir mehr als dreimal so viele Ressourcen als die Erde bereitstellen kann. Lebensmittelverschwendung und unnötiges Verpackungsmaterial machen einen Grossteil davon aus. Das Team von Palette Bern will das ändern: An der Münstergasse 18 in der Berner Altstadt kauft man nur soviel wie benötigt. Unverpackt und abgefüllt in einen Mehrwegbehälter. So lokal wie möglich – so global wie nötig. Nach diesem Motto suchen die idealistischen Betreibenden aus, was in die Behälter kommt.

Innovative Produkte von lokalen Herstellern zuerst, beim übrigen Sortiment werden die Produktionsbedingungen sorgfältig überprüft. Sie legen Wert auf eine umweltverträgliche Produktionsweise und faire Arbeitsbedingungen. Bring also dein eigenes Gefäss mit, beispielsweise ein Vorratsglas oder einen Stoffsack oder wähle im Laden ein passendes Gefäss aus und fülle es mit einem Produkt deiner Wahl.

www.palette-bern.ch

Essbares ultra-lokal – Ed!ble , von Reto Hügli Essbares ultra-lokal – Ed!ble

Sie trafen sich in einem Bieler Garten: Anja Mathys, Hobbyköchin, ihre Freundin Aline Joye und deren Bekannte und Fotografin Anja Fonseka. Zusammen betreiben die drei Frauen den Foodblog Ed!ble (zu deutsch: essbar). Es ist kein herkömmlicher Foodblog: «Uns interessiert Essbares und seine Zubereitung, Menschen, Orte und die Begegnungen, die sich daraus ergeben» sagt Mathys. Die Beiträge sind authentisch, viele Bilder, die kulinarische Geschichten erzählen – aber wenig Text.

Je näher die Zutaten beim Kochtopf wachsen, umso besser. Ultra-lokal ist bei den Blogerinnen hoch im Kurs: Also aus dem eigenen Garten, vom nächsten Bauern oder Hersteller. Oder auch aus dem Wald oder von der Wiese. Die Frage lautet: Ist es essbar, eben «edible»? So gibt es etwa Feuerbrot mit grünen Linsen, Brennesselgemüse, dazu selbst geschossener Hirsch mit Aschensellerie. Zudem wollen Anja, Anja und Aline möglichst alles verwerten.

Alle Rezepte sind unverbindlich und können abgeändert werden. Zutaten verwendet werden, die gerade vorrätig sind. Wesentlich sei, so die Autorinnen, dass mit Gefühl und Augenmass gekocht werde.

www.edible.ch

«Apfenzkalender» - grosser Tischkalender , von Rosmarie Bernasconi «Apfenzkalender» - grosser Tischkalender

Der «Apfenzkalender» von Doris von Wurstemberger ist ein spezieller Adventskalender zum Ausmalen und Erzählen für Gross und Klein!

«Ich möchte auch so einen Apfenzkalender!» strahlte Daniele. Loredana streichelte ihrem Sohn durchs Haar. «Das geht lei …»

«Dann komm», sagte Valentina und nahm ihr Brüderchen bei der Hand. «Da hängt er doch, siehst du?» Und sie zeigte an die grosse leere Wand über dem Tisch. Daniele schaute erst verständnislos die weisse Fläche an, dann immer interessierter, bis sich schliesslich ein breites seliges Lächeln auf seinem Gesichtchen ausbreitete.«Darf ich ein Türchen öffnen, Mama?», fragte er erwartungsvoll.Was die beiden Kinder und ihre Mutter mit diesem so unwahrscheinlichen, und doch immer realeren Adventskalender alles erleben, entdeckt am besten die ganze (Gross- oder Klein-)Familie miteinander Tag für Tag. Das Format des Tischkalenders ist für gemeinsamen Vorlesespass ideal!

Ich freue mich sehr auf diesen «Apfenzkalender». Er erscheint am 6. November und kann zum Preis von 25 Franken im Buchladen Einfach Lesen bestellt oder in jeder guten Buchhandlung bezogen werden. Bestellen Sie ihr Exemplar bereits jetzt mail@einfachlesen.ch oder telefonisch 079 410 91 33.

Helga , von Michel Gygax Helga

Am Freitag, 3. November 2017 ab 21 Uhr findet zum bereits neunten Mal "Helga - die Tanznacht für Erwachsene" im Kulturhof Köniz statt. Wie gewohnt wird das charismatische DJ-Kollektiv mit viel Freude, Leidenschaft und Herzblut querbeet Hit um Hit aus den letzten 50 Jahren der Musikgeschichte auflegen, so dass das Tanzbein bis in die Morgenstunden hinein geschwungen werden kann.  

Gleich nebenan kann man/frau sich bei "Helga's Tafelrunde" im Restaurant zum Schloss mit hausgemachter Küche auf den Abend einstimmen lassen. Unbedingt rechtzeitig unter 031 972 48 48 oder geniessen@zum-schloss.ch reservieren.     

www.zum-schloss.ch / www.kulturhof.ch

Berlin, Mitte , von Karin Müller Berlin, Mitte

Wenn die Lesenden dann schon mal in Berlin sind: Ein Ausflug nach Mitte an die Alte Schönhauser Strasse 12 lohnt sich. Der Name Mädchenitaliener mag zuerst etwas komisch anmuten, aber kaum sieht man die Karte und probiert vom Essen, ist alles vergessen. Man geniesst nur noch.

Das kleine italienische Restaurant verwöhnt seit vielen Jahren mit bester Pasta und gutem Wein. Das Ambiente ist gemütlich, die Einrichtung schlicht und geschmackvoll. Die Bedienung ist extrem freundlich und kompetent. Es ist einfach alles wunderbar! Kein Wunder ist das Lokal häufig voll und man muss warten, bis man einen Tisch kriegt - oder halt reservieren.

Wenn's hart auf hart kommt, kann man immer noch über die Strasse zu Monsieur Vuong, wo's fantastische vietnamesische Küche gibt.

www.facebook.com/maedchenitaliener / www.monsieurvuong.de

Berlin, Schiller-Kiez , von Karin Müller Berlin, Schiller-Kiez

Berlin ist jung. Berlin ist trendy. Berlin ist innovativ. Berlin ist international. Nicht zuletzt deshalb verändert sich diese Stadt wohl auch rasend schnell. Quartiere werden entdeckt, belebt und gentrifiziert, dadurch teuer, worauf die innovativen Kräfte weiterziehen.

Das Schiller-Kiez in Neukölln, vor ein paar wenigen Jahren noch ziemlich desolates 'Niemandsland' in der Flugschneise mit unattraktiven Strassen, und unglaublich viel Hundekot, hat sich in der Zwischenzeit, natürlich auch wegen der unmittelbaren Nähe zum wunderbaren Tempelhofer Feld, zum hippen Trendquartier entwickelt.

Namhafte Schweizer Filmkritiker treffen sich mit aufstrebenden Schweizer Schauspielerinnen im Café Engels an der Herrfurthstrasse, wo es wunderbares Frühstück gibt. Bei Schillerburger (ebenda) bekommt man fantastische Burger und Pommes. Und bei Zio Felix, an der Okerstrasse, die wohl besten Pizzen der Stadt (oder der Welt?). Es gibt weitere nette Cafés und Bars zu entdecken in diesem Quartier. Ein Besuch ist durchaus lohnenswert.

Fahrräder fürs Feld oder die Quartiertour kriegt man bei den unkomplizierten und sympathischen Rent a bike 44 an der Mahlowerstrasse äusserst günstig.

Und wenn man in Neukölln ist, sollte man unbedingt zum Klunkerkranich, wo man sieht, wofür Parkhäuser eigentlich dienen, und zu König Otto im Kindl, einer alten Brauerei, wo man vor oder nach dem Kaffee und selbstgebackenen Kuchen auch spannende Kunstaustellungen besuchen kann oder einfach die Architektur und die Aussicht bewundern.

www.facebook.com/engelsberlin  / www.facebook.com/RentABike44 www.schillerburger.com / www.facebook.com/ziofelixpizza / www.klunkerkranich.de / www.kindl-berlin.de/cafe/

Vidmarché zum Vierten , von Michel Gygax Vidmarché zum Vierten

Hier ein Tipp in eigener Sache: Vidmarché ist ein charmanter Markt in den Liebefelder Vidmarhallen. Er findet am Samstag, den 28. Oktober zwischen 14 und 19 Uhr zum vierten Mal um das Restaurant le beizli und das Atelier Ubezio statt.

Ideeller Partner dieses Anlasses ist dieser Blog. Viele der knapp vierzig Ausstellenden wurden von unseren Herz-haft-Autoren entdeckt und für den Markt eingeladen. In dieser Ausgabe erwarten wir Designerinnen, Bierbrauer, Schokoladenkünstler, Schriftsteller, Buchverlegerinnen, Kunsthandwerkerinnen, Weinhändler, Kaffeefreaks, Künstlerinnen, Gewürzfreunde und Bäckerinnen.

Wir freuen uns von ganzem Herzen auf Ihren Besuch.  

https://www.facebook.com/events/1180805958656968/

Bümpliz-Mord von Fritz Kobi , von Rosmarie Bernasconi Bümpliz-Mord von Fritz Kobi

Der greise, international berühmte Maler Klaus Kaltbach findet an einem März-Morgen seine vierbeinige, vergötterte Lebensgefährtin, die Katze Lisa, brutal zu Tode gequält in einer Blutlache vor seinem Bümplizer Atelier. Der Täter hat neben dem bemitleidenswerten Opfer eine anonyme Morddrohung hinterlassen. Kaltbach kann sich nicht vorstellen, dass jemand aus seinem Bekannten- oder Kundenkreis hinter der unmenschlichen Tat stehen könnte. Feinde glaubt er jedenfalls keine zu haben.

Und dass sein geliebter, junger rumänischer Assistent, den er drei Wochen zuvor, auf Drängen eines alten Freundes, etwas übereilt fristlos vor die Tür gesetzt hatte, sich beim ihm rächen wollte, will er auch nicht glauben. Er meldet den Fall der Polizei, macht sich aber gleichzeitig voller Schuldgefühle auf die Suche nach dem zurück gewünschten Entlassenen. Dabei verirrt er sich in eine lebensgefährliche kriminelle Welt voller Machthunger und Geldgier, in der die Rivalen weder vor Sklaverei und Betrug noch vor Gewalt, Intrige und Mord zurückschrecken. Eine mit jeder Seite spannender und mitreissender werdende Geschichte, die eigentlich gar nicht zum sonst friedlichen Berner Vorort Bümpliz passt.   

Zu diesem Buch: Wenn kleine Kinder im bösen Spiel Katzen verletzen, mag man das entschuldigen. Wenn erwachsene Männer die arglosen Vierbeiner zu Tode quälen, muss mehr dahinter stecken als nur ein pubertäres Spiel. Machthunger? Geldgier? Eifersucht? Verzweiflung? Hass? Oder alles zusammen?

Die dichte, überaus spannende Geschichte «Bümpliz-Mord» beginnt mit einer solchen Gräueltat, führt den Leser danach durch Berns Westen von einem satanischen Verbrechen zum andern und macht die Ermittlerarbeit für den alten Ex-Kommissar Fuchs und seine junge, hübsche Kollegin Cécile Brun ungewohnt schwierig. Und auch die mit dem kriminellen Geschehen verwobenen, mysteriösen Liebesgeschichten des berühmten, greisen Malers Kaltbach reisst den Leser atemlos von Seite zu Seite.

Und wer Bümpliz noch etwas besser kennenlernen will - sehr empfehlenswert! Das Buch ist in allen guten Buchhandlungen erhältlich.

Elbschenhof , von Maja Boss Elbschenhof

Die Aussicht auf die Schneeberge und die Nähe zur unverdorbenen Natur im Gantrischgebiet macht Burgistein zu einem guten Ausgangspunkt für Wanderungen oder Velotouren abseits der Massen. Seit kurzem gibt es einen weiteren gewichtigen Grund, die kleine Streusiedlung nicht zu verschmähen.

Die gelernte Köchin Karin Nussbaum hat letztes Jahr zusammen mit ihrem Partner den elterlichen Hof übernommen und über dreissig Ziegen, vier Ziegenböcken, sechs wunderbaren Kuhdamen und etlichen Hühnern – denen sie nach dem Leben als Legehuhn im Grossbetrieb ein zweites Leben schenkt – und Hans dem Güggel ein neues Zuhause gegeben. Nebst den alltäglich anfallenden landwirtschaftlichen Arbeiten, dem Melken, Heuen, Misten, Gärtnern... arbeitete Karin mit viel Elan und Herzblut an ihrem Hoflädeli.

Nun ist der Bauwagen frisch gestrichen, das Regal aufgefüllt und der Tiefkühler summt fröhlich vor sich hin. Würde ich auch, wenn sich in meinem Bauch herrlich selbstgemachte Knöpfli in diversen Variationen, im Sommer gar hausgemachte Glace mit Früchten aus dem eigenen Garten türmten. Und nicht nur das: Eier, Frischkäse, Ziegenfleisch und je nach Saison auch Beeren und Gemüse warten auf Kundschaft. Und wer noch ein Mitbringsel braucht, wird auch von Karins kreativen Gestecken und Geschenkideen nicht enttäuscht sein. Derweil grasen die Ziegen friedlich daneben, beäugen die Kunden gwundrig und freuen sich immer über Streicheleinheiten.

Beim Sex geht es nicht nur darum, wie gross und wie lange , von Michel Gygax Beim Sex geht es nicht nur darum, wie gross und wie lange

Das Berner Amateurtheater-Kollektiv Theater Central hat sich einen Namen gemacht mit dem Inszenieren von Werken, die sie oftmals selber aus dem Englischen übersetzen. Dieses Jahr bringen sie mit «Wanderlust» des Briten Nick Payne bereits die fünfte deutschsprachige Erstaufführung auf die Bühne. 

Das Stück handelt von Sex und Intimität und stellt die Frage, ob beides unweigerlich und untrennbar miteinander verbunden ist. Direkt, unverblümt und sensibel beschreibt der Autor, wie sich die Protagonisten in unterschiedliche sexuelle Abenteuer stürzen. Und vor allem, wie sie sich schwer tun, über ihre Bedürfnisse zu sprechen.

Wanderlust vom 12. Oktober bis 4. November im Theater am Käfigturm in Bern. Informationen und Tickets: www.theater-central.ch. Crowdfunding für das Bühnenbild auf Wemakeit.