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MAMPF - Essen und gegessen werden! , von Michel Gygax MAMPF - Essen und gegessen werden!

Die MAMPF ist eine kleine, charmante und leidenschaftliche Genussmesse der besonderen Art. Es sind sowohl Food-, als auch Marktstände vertreten. An den Markständen können verschiedenste Produkte von regionalen Produzenten degustiert und gekauft werden.

Die Besucher sollen auf die Herkunft von Lebensmitteln sensibilisiert werden und den Trend zu regionalen Produkten erkennen. Weiter bieten Restaurants aus der Region ihre kreativen Delikatessen zu fast unverschämt fairen Preisen an. Die Gäste erhalten jeweils relativ kleine Portionen, damit sie an mehreren Ständen etwas probieren können.

Mehrere Bars mit nicht alltäglichen Drinks und Cocktails sorgen für Erfrischung. An der lebendigen Weinbar von Urban & ich und weinerlei können nicht alltägliche Weine genossen werden. Dazu gibt's viel Weinwissen kostenlos dazudoziert.

Im lauschigen Vorstadt-Garten der Stufenbau Eventlocation finden sich ausserdem auserlesene mobile Food-Stände. Die Aussteller haben im kulinarischen Sinne allesamt etwas gemeinsam – sie verbinden die Liebe zum Detail, die Regionalität und Nachhaltigkeit, die Kreativität und die Experimentierfreude. Grossartig!

MAMPF 2016: Samstag und Sonntag, 1. & 2. Oktober im Stufenbau, Worblaufen / www.mampf.be

Provisorium 46 , von Sarah Galatioto Provisorium 46

Das Provisorium 46 ist ein Begegnungsort mit Ambiente für alle – vielen Bernerinnen und Bernern bekannt als das ehemalige legendäre Länggassstübli. Inklusion hat das Ziel: eine Gesellschaft zu fördern, in der jeder Mensch akzeptiert wird und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann. Das Thema Behinderung wird ins Zentrum gerückt  und jungen Menschen mit Behinderung wird die Möglichkeit gegeben, effektiv ein Teil in der Gesellschaft zu sein. Die Gesellschaft soll auf ungezwungene Weise sensibilisiert und das Selbstbewusstsein der jungen Menschen gefördert werden, indem sie ihre Fähigkeiten im Bereich Arbeit und Sozialraum erweitern.

Das 10-jährige Engagement für die Inklusion zeigt, wie wichtig die Themen Sozialraum und Partizipation für junge Menschen mit Behinderung sind - und dass es ihnen an öffentlich zugänglichen, attraktiven Arbeits- und Wohnmöglichkeiten fehlt, nicht nur in der Hauptstadt. Das Provisorium 46 begleitet junge Menschen mit Behinderung, sozialer Auffälligkeit und junge Langzeitarbeitslose, damit sie wieder Fuss in der Arbeitswelt und dem Sozialraum fassen können. Durch das Mitwirken im Provisorium 46 werden sie auf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Im September 2016 wird das Provisorium 46 als Restaurant und Bar mit Charme wieder eröffnet.

www.provisorium46.chwww.blindspot.ch

Emilia - eine Frau auf dem Weg zu sich selbst , von Rosmarie Bernasconi Emilia - eine Frau auf dem Weg zu sich selbst

Die Lebensmitte als eine Art spirituelle Adoleszenz? Das fragt sich Emilia Kramer, Anfang fünfzig, verheiratet, zweimal geschieden, Mutter einer verheirateten Tochter und eines erwachsenen Sohnes. Sie steht vor dem Scherbenhaufen ihrer dritten Ehe. Zeit, ihre Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Verdrängtes hervorzuholen, sich den Lebensfragen zu stellen und zurückzublicken. Gestützt durch zwei Freundinnen, scheint alles nicht so dramatisch zu sein. Oder doch?

Da ist vieles, was im Verborgenen bleibt. Ihr Vater zum Beispiel, den sie nie kennengelernt hat. In ihrer scheinbar ausweglosen Situation kehrt Emilia zu ihrer Mutter zurück, die sie seit ihrer letzten Hochzeit nicht mehr gesehen hat. Die Mutter ist nun, am Ende ihres Lebens, bereit, Licht in die Familiengeschichte zu bringen. Doch nichts verläuft so, wie es sich Emilia vorgestellt hat.  

Silvia Götschi versteht es, die Geschichten der vier Frauen gekonnt zu verweben. Es gibt viel zu lachen, wenn auch das eine oder andere Klischee von Frauen über fünzig nicht fehlen darf. Ich habe mich köstlich amüsiert und Silvia ist eine hervorragende Geschichtenerzählerin. Dies nicht nur in ihren bekannten Krimis, sondern auch in Geschichten, die das Leben schreibt.

www.silvia-goetschi.com

Tonträger-Paradies , von Stefan Hugi Tonträger-Paradies

Musik hört man heute online. Oder man lädt sich die gewünschten Tracks von legalen oder illegalen Portalen runter. Wer davon nicht viel hält, kauft sich Musik auf Tonträger. Und zwar im Laden. Zum Beispiel auch Second-hand. In Bern am besten im Oldies Shop.

Das Geschäft ist bis unter die Decke vollgestopft mit abertausenden von Schallplatten (PS: Das sind die grossen, schwarzen Scheiben mit dem kleinen Loch in der Mitte, die man auf einem Plattenspieler abspielt) und CDs (PS: Das sind die kleinen, silbernen Scheiben mit dem grossen Loch in der Mitte, die man in einen CD-Player schiebt). Man findet alles, was das Musik-Herz begehrt: von Doo Wop bis Heavy Metal, von gestern bis heute, von beliebig bis rar. Alles phänomenal gut sortiert. Und das seit über 30 Jahren. Das isch öppe no Musig!

Oldies Shop, Effingerstrasse 4, Bern, www.oldiesshop.ch

Pittaria di Berna , von Sarah Galatioto Pittaria di Berna

Nach vielen Jahren in Solothurn kann die orientalische Gourmet-Oase von Samis Pittaria nun auch in Bern genossen werden. Die herrlich frischen, palästinensischen Köstlichkeiten in feinstem Fladenbrot serviert, lassen jedes Geniesserherz höher schlagen: zarter Hummus, betörend sinnliche Chutneys, knusprige Falafelkugeln, gebackener Hallumi, Lammwürfel, Poulet oder Fischfilets zusammen mit knackigen Salaten – all dies wird nach palästinensischem Familienrezept und mit viel Herzblut zubereitet und in warmem Pitta-Brot verpackt.

Die sommerlich leichten Menus in der Pittaria von Sami Daher geniesst man an zentraler Lage am Falkenplatz oder im Progr. Fertigprodukte gibt es hier keine - bei Sami ist alles frisch und selbstgemacht.

http://www.pittaria.ch

Kulinarische Kleinkunst , von Stefan Hugi Kulinarische Kleinkunst

Das Wasabi Sushi in Bern liegt etwas versteckt in einer Seitenpassage, aber Stelen in den Gassen weisen zum Glück den Weg. Freundinnen und Freunde der japanischen Happen werden das Lokal aber sowieso zielsicher finden. An Werktagen mittags und spätnachmittags findet man dort eine schöne Auswahl der kunstvollen Reis-Rollen, gefüllt oder belegt mit Fisch oder in vegetarischen Varianten.

Man lässt sich von der charmanten Bedienung eine Auswahl zusammenstellen oder wählt eine fixfertige Garnitur – zum Mitnehmen oder zum dort Geniessen. Oder man bestellt übers Telefon Platten mit bis zu 60 Stück für die Sushi-Party daheim. Hergestellt werden die Nigiris und Makis gleich vor Ort. Und für Leute, die sich selber in der Sushi-Zubereitung versuchen wollen, werden auch Kurse angeboten.

寿司 – Wasabi, Sushi und japanische Küche, Aarbergergasse 33/35, Bern, 031 311 60 01, www.wasabi-sushi.ch

Ein Sonntag ohne Autos , von Sophie Frei Ein Sonntag ohne Autos

Am 11. September 2016 zwischen 10 bis 18 Uhr verwandelt sich das Mattenhof-Weissenbühl-Quartier in Bern in ein lebendiges, autofreies Quartier!

Zu Fuss oder per Velo können die verschiedensten Aktivitäten erkundet werden. Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei: ein Velo Fashion Markt mit Velo-Parade und Défilé de Chaussures, ein Lastenvelo-Contest, ein magisches Gemüsevelo, eine Kinder-Olympiade, eine Yoga- und Wellnessstrasse, ein Park Café mit Neigbourtalks, Künstlerisches von Musik, über Tanz bis zu Theater, Kulinarisches aus der Region und vieles mehr! Kommt vorbei. Am Stand vom Team Quartierperlen könnt Ihr Eure persönlichen Lieblingsplätze im Quartier verraten oder auf einer Tour neue Perlen entdecken.

Weitere Informationen zum Programm: www.quartierzeit.ch  

Schlafen zwischen Himmel und See , von Léa Urben Schlafen zwischen Himmel und See

Jeder kennt ihn: den Moment, wenn der Intercity kurz vor Lausanne aus dem Tunnel fährt und sich unter dem staunenden Blick der Glücklichen, die in Fahrtrichtung links sitzen die ganze Weite des Lac Léman bis hinunter nach Genève ausbreitet. Besser könnte ein Wochenend-Ausflug kaum beginnen.

Auf dem Weg zum eigentlichen Ziel St-Saphorin lohnt sich ein Zwischenstopp in Vevey: Diese Perle an der Schweizer Riviera erinnert mit den prächtigen Hotels und der mit Palmen gesäumten und blumengeschmückten Seepromenade auch heute noch an die Hochblüte in der Zeit der Belle Epoque Ende des 19. Jahrhunderts.

Drei S-Bahn–Minuten von Vevey entfernt liegt das Winzerdorf St-Saphorin, das wegen seiner schmalen Gassen, dem originellen Kirchturm und natürlich wegen des gleichnamigen Chasselas bekannt ist. Etwas erhöht und mitten in den Weinbergen befindet sich das Anwesen Domaine du Burignon, "un lieu dédié à la production de vin, un lieu de détente mythique, une escapade hors du temps.“ Wahrlich ein Bijou mit fantastischer Aussicht auf den See, geschmackvoll eingerichteten Zimmern und einem fantastischen Frühstück, welches bei schönem Wetter sogar auf der Terrasse serviert wird.

Kurz und gut – auf jeden Fall einen Besuch wert – ob kurz oder lang!

www.burignon.ch

Bern isst Bern , von Sarah Galatioto Bern isst Bern

Seit einem Jahr gibt es sie, die Gemeinschaftskühlschränke.
Momentan findet man sie an drei Standorten in Bern: beim Punto im Ostring, bei der Designerbörse am Loryplatz und beim Lola-Laden im Lorrainequartier. In der Regel stammt unterdessen fast die Hälfte des Kühlschrankinhaltes aus privaten Haushalten.

Das Ziel dieses Projekts besteht darin, geniessbare Lebensmittel vor dem Abfalleimer zu retten und dadurch unnötigen Foodwaste zu reduzieren. Initiiert wurde das Projekt Foodsharing durch Gemeinschaftskühlschränke vom Verein "Bern isst Bern". Noch immer gesucht wird Unterstützung durch Ämtli-Anwärter aus dem Quartier, die bereit sind, die Kühlschränke zu betreuen.

www.youngcaritas.ch/award/projekt-archiv/projekte-2015/bern-isst-bern

Rip bedeutet nicht immer rest in peace... , von Marlis Nattiel Rip bedeutet nicht immer rest in peace...

Eine überdurchschnittliche Körpergrösse hat einige Vorteile. In der Masse hat man den Überblick. In der Regel erreicht man auch die Lebensmittel auf den obersten Regalen. Dafür ist es dann mit den Konfektionsgrössen schwierig. Einteilige Badeanzüge? Unmöglich. 

Nun habe ich mir schon lange (lange) einen klassischen Einteiler, marineblau, gewünscht. Der Wunsch hatte schon fast bucket-list-Status. Dank einem Zeitungsartikel bin ich dann auf Kathy Brunners Atelier, rip307, gestossen.  

Der Name rip (reissen) ist ein Begriff im Wasserspringen und bezieht sich auf das spritzerlose Eintauchen ins Wasser. Kathy war früher Wasserspringerin - und wie sie mir erzählt hat, ist ein rip entry ein Muss für jeden guten Springer. Bei technisch sauberer Ausführung entsteht ein Geräusch, das wie das Reissen eines Stoffes oder Papiers klingt. 307 ist eine Nummer für einen Sprung: 3½ Auerbachsalto. 

Eigentlich entwirft und fertigt Kathy für richtige Schwimmerinnen und Schwimmer und am liebsten für Wasserspringer – sie ist dieses Jahr die Sponsorin der Nationalmannschaft Wasserspringen. 

Aber sie näht eben auch nach Mass für Leute wie mich, die sich ab und zu die Aare hinuntertreiben lassen oder in einem See ein paar Runden drehen. Nun bekomme ich einen marineblauen Einteiler, der perfekt passt.

www.rip307.ch